Samstag, 24. September 2016

DearGoods goes Augsburg

Hallo ihr Lieben,

mit Mathias Leidgschwendner vom fasson Magazin habe ich das neue DearGoods in Augsburg besuchen dürfen. Wie schön es war dort Katharina von "Ab jetzt vegan" wieder zu sehen und viele neue Menschen kennenzulernen! Hach.


So viele Fotos hab ich vermutlich von noch keinem Laden gemacht. Ich zeig sie euch mal ALLE (naja ... fast alle...) ;-) und erzähl euch was dazu.

Adresse: Frauentorstr. 7 (meine Glückszahl!)
(Rückennummer von Mehmet Scholl. Damals.)

Innen von hinten links

Innen von vorne links

Das ist ein Teil von "a little bit of all" die uns mit ihrer
wunderbaren Musik verwöhnt haben.

Kulinarisch verwöhnt wurden wir vom "Cafe dreizehn".
Nicht auf dem Foto sind die besten Spinat Muffins die ich JE gegessen hab!

Das is die Männerabteilung. Wenn man vor dem Laden steht rechts.

Die großartigste Entdeckung für mich war die Bergbrause.
Details siehe auch deren Website.

Endlich so was wie ne Limo aber ohne zusätzlichen Zucker! 


Zutaten:
Apfelsaft, Wasser, Latschenkieferauszug und Kohlensäure (damit es a gscheid bizzelt). :-)
Die Bergbrause ist alkfrei, laktosefrei, glutenfrei, geil und vegan (also nix mit Gelatine oder Fischblase oder Ei!).

YEAH YEAH YEAH!

Haltet in Münchner Kneipen und im DearGoods mal die Augen offen. Sehr empfehlenswert und dank des Flaschendesigns kann ich endlich mal so tun als würd ich Bier trinken :) :) :)

Ok. Erwischt. Ja, ich bin ne Ökotussi. Das Kleid is übrigens
von Glimpse Clothing und Mathias trägt ein Hemd von bleed.

Der Laden von der Mänerabteilung aus.
Die Taschen sind von Mat & Natt und bei DearGoods
(auch online) erhältlich.


Buy less. Choose well.

"Focus on the good" - Lovjoi

VATTER everywhere :)

VATTER & soulbottles &
stop the water while using me & Dr. Bronner's

Und dann hab ich noch Flyer mitgenommen.

Als Erinnerung an einen tollen Abend mit wunderbaren Menschen <3



Und für euch zwecks Adressen und Kontakten und so. 






Nicole Noli und ihrem Team wünsche ich von Herzen viel Erfolg, das Allerbeste, zufrieden Kunden und gute Geschäfte. 


Mathias und ich haben auf der Heimfahrt (Danke fürs Mitnehmen!) dann noch besprochen, dass wir bestimmt nicht zum letzten Mal in Augsburg waren.

Und ihr? Schon mal da gewesen? Noch irgendwelche Tipps parat? Ich freu mich auf eure Kommentare.

Sonnengrüße,
Claudi

Mittwoch, 21. September 2016

Mittagessen ayurvedisch und vegan

Hallo ihr Lieben,

nach diesem Blogeintrag und einem auf meinem Yoga-Blog, habe ich einige Zuschriften bekommen, wie ich denn nun genau esse. Daher habe ich erneut einen Monat lang Fotos zum Thema "ayurvedisch und vegan" gesammelt um sie nun in drei Blogeinträgen mit euch zu teilen. Das Frühstück habe ich euch bereits gezeigt, heute geht es ums Mittagessen und dann folgt noch das Abendessen.

Grüne Bohnen/ Brechbohnen mit Spinat, Dinkelvollkornmehl Pfannenkuchen und Tahin.

Hinten Abendessen. Vorne Mittagessen für den nächsten Tag:
Grüne Bohnen, Linsen, Reisnudeln.

Süßkartoffelcurry mit Erbsen und Hafersahne.

Lupinen-Tempeh, Dinkel, Mangold.

Nudeln aus roten Linsen mit Sellerie, Fenchel und Spinat.

Lupinen Tempeh, Fenchel, Grüne Bohnen/ Brechbohnen, Sellerie-

Kartoffeln, Mangold, Rote Bete, Kresse.

Dal, Spinat, Dinkelvollkornmehlpfannenkuchen, Avocado.

Nahaufnahme :)

Zwei Sorten Reis mit Mais und grünen Bohnen/ Brechbohnen.

Lupinen-Temeh, Spinat, Süßkartoffeln.

Mangoldröllchen gefüllt mit Reis und Linsen.
Das Buch gibt es bei Holzinger.

Ich meine da entstand ein Süßkartoffelcurry ;-)

Nudeln aus roten Linsen mit getrockneten Tomaten, Spinat und
Brechbohnen/ grünen Bohnen.

Das lieb ich total. Lupinen-Tempeh mit den bereits
mehrmals erwähnten Bohnen und Reisnudeln.

Alles aus dem Ofen: Kürbis, Kartoffeln, Lupinen-Tempeh.

Irgendwann gab es zum Frühstück/Mittagessen (war später an dem Tag)
mal ein Rührtofu. Ich soll zwar laut plan Soja eher meiden (und weiß,
dass mir das hormonell gut tut) aber da hatte ich so richtig Bock drauf.
Da ich mittlerweile davon ausgehe, dass mein Körper genau DAS dann
braucht, bekommt er DAS dann auch ;-)

Das Essen für die Arbeit nehme ich in meinem kleinen tragbaren
Topf mit und wärme es dort auf. Hier Seidentofu, Sellerie, Fenchel,
Karotten und Dinkel.

Wieder alles ab in den Ofen: Kartoffeln, Räuchertofu und Paprika.

Viel Spaß beim Nachkochen und Ausprobieren ;-)

Sonnengrüße,
Claudi

P.S.: Meine Ideen zum Thema Pausenbrot könnt ihr bei Junior-Bloggerin Livia nachlesen.

Samstag, 17. September 2016

Wiesn 2016 - Oktoberfest 2016

Servus ihr Lieben,

ich geh heuer ned auf die Wiesn.
Das liegt nicht daran, dass ich Angst habe (mir ist Liebe lieber) sondern an den folgenden Gründen:

  • Es findet keine Oide Wiesn statt sondern das besch*ssene Landwirtschafts- aka Tierqual-"Fest".
  • Ich hab keine Lust an einem Zaun anzustehen und wie bei einem Konzert durchsucht zu werden.
  • Mitten drin ist meine erste von acht Yoga Vorstellstunden (so was wie ne Zwischenprüfung). 
  • Das Oktobertfest kann auch mal ohne mich stattfinden.

Von all dem abgesehen, hab ich privat grad zu viele Baustellen.

Doch ich hab ein paar Links für euch.

Der Alpenwelt-Versand hat einen Zeltguide veröffentlicht und ich bin beim Winzerer Fähndl zu finden.

veggiewiesn.de ist wie jedes Jahr topaktuell aufgestellt.

Meine Blogeinträge zur Wiesn/ zum Oktoberfest von
2013,
2014 und
2015
sind bestimmt auch 2016 hilfreich.

Auf eine friedliche Wiesn 2016!


Sonnengrüße,
Claudi

Mittwoch, 14. September 2016

Frühstück ayurvedisch und vegan

Hallo ihr Lieben,

nach diesem Blogeintrag und einem auf meinem Yoga-Blog, habe ich einige Zuschriften bekommen, wie ich denn nun genau esse. Daher habe ich erneut einen Monat lang Fotos zum Thema "ayurvedisch und vegan" gesammelt um sie nun in drei Blogeinträgen mit euch zu teilen. Wir beginnen mit dem Frühstück, dann folgen Mittag- und Abendessen.




Ausnahme: Vanille Pudding mit Trauben

Trauben esse ich übrigens tatsächlich nicht warmgekocht.
Mag i ned. Aber auch nicht eiskalt direkt ausm Kühlschrank.

Mandelblätter - mal was anderes :)

Oder auch mal Kokosflocken..

... oder Mohn.

Ausnahme: Apfelstrudel-Milchreis. Hier habe
ich ein Rezept aus der Herzstück veganisiert.




Manchmal, wenn ich morgens viel Zeit habe (ich bin immer 1 1/2 Stunden wach bevor ich das Haus verlasse, aber ich meine damit RICHTIG viel Zeit) gibt es Vollkornhirse aus dem Spreewald statt Hafer-/Dinkelflocken. Siehe Fotos oben.

Sonst funktioniert das mit dem Frühstück so:

60g Hafer-/ Dinkelflocken
Obst (wird variiert, dann wird's ned langweilig)

1 EL Kürbiskerne
1 EL Hanf-/oder Leinsamen (variiere ich jeden Tag)
1 EL Schwarzer Sesam

Je nachdem ob und wie viel gewünscht:
Anis
Kurkuma
Kardamon
Salz
Pfeffer (Kickt die Wirkung von Kurkuma nämlich noch zusätzlich, macht schön warm und schmeckt halt geil.)

Gesüßt wird das dann mit Ahorn-, Kokosblütensirup oder Kokosblütenzucker.

Das mit den Hanf-/Leinsamen ist wg. Omega 3/6. Kann man sich wenn man Fisch isst schenken.
Ayurvedisch gesehen ist dieser ähnlich schlecht wie Kuhmilch… Oder alles andere was mit Gewalt hergestellt wird. Anderes Thema (nämlich beispielsweise ahimsa) ;-) Und das Fisch mittlerweile total ungesund ist (außer man achtet ganz besonders drauf und kauft ihn richtig teuer), wird beispielsweise im Greenpeace Magazin, das ich euch im letzten Blogeintrag empfohlen habe, erwähnt.
 
Zurück zu ayurvedisch und vegan (denn darum geht's hier ja):
Schwarzer Sesam ist sehr wichtig für Calcium. Das wiederrum braucht man ja u.a. für die Knochen. Und es ist m.E. das bessere Calcium als das aus der Kuhmilch. Wenn ihr die nun eh nicht mehr/ viel weniger konsumiert, habt ihr mit dem 1 EL p. P. und Tag eine super Alternative – die sogar ausreicht!!! 
 
Das alles als Veganinfo am Rande - hat mit Ayurveda nix zu tun. Ich versuche einfach meine bisherigen Smoothie Bausteine nun in warmen Brei umzulegen. Ein dicker Dank an dieser Stelle an meine Ernährungsfachfrau Julia. Du bist der Hammer!
 
Fragen? Fragen! ;-)
Und sonst: Viel Spaß beim Nachkochen und Ausprobieren ;-)

Sonnengrüße,
Claudi


Montag, 12. September 2016

Claudi goes Greenpeace Magazin

Hallo ihr Lieben,

ein kleiner Hinweis zwischendurch:

Ich bin wahnsinnig glücklich darüber, Teil des Greenpeace Magazin Essen Spezial (Ausgabe 5.16) sein zu dürfen.


Das Heft kann ich euch sehr ans Herz legen und will später noch einmal drauf eingehen, wenn ich eine Grafik, die mir sehr ans Herz gegangen ist, zeigen darf. Da das aber erst möglich ist, sobald die neue Ausgabe erscheint, hier und heute kurz die absolute Kaufempfehlung. Und zwar nicht "nur", weil ich dabei bin und über veganes Einkaufen und Kochen sprechen durfte.

Wirklich klasse! Von der Redaktion werden Leserfragen beantwortet und ich bin absolut begeistert. Das Greenpeace Magazin werde ich nun öfter kaufen!!!

Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 8. September 2016

Wenn der Vegan-Vulkan ausbricht...

Hallo ihr Lieben,

kennt ihr den Vegan-Vulkan? Nein? So was! Meine Freundin Julia verwendet den Begriff, wenn sie kurz vorm Platzen ist. Weil etwas mächtig schief läuft auf dieser Welt. Wenn wir beispielsweise im goodies sitzen und ein Tiertransporter vorbeifährt. Und wir mal eben kurz die Krise kriegen. Weil Julia den Vegan-Vulkan aber viel besser erklären kann als ich, hab ich sie im gebeten einen Gastblogeintrag zu verfassen.
Sie hat zugestimmt - wenn es denn mal wieder so weit sei, dass ihr Vulkan ausbricht. Und nun ist es soweit!

Julia Lechner ist übrigens die Autorin von "Raw Soul Food" und "High Carb Vegan" - ist also genau so tief im Thema vegan drin wie ich (und viele andere wunderbare Menschen) und vor allem in München sehr bekannt. Sie hat schon für das Gratitude, Max Pett und goodies gearbeitet und ist auf vielen veganen Messen (beispielsweise am Stand von Pure Raw oder Wheaty) vertreten. Von all dem abgesehen ist sie eine prima Freundin. Und das obwohl wir uns aufgrund ihrer vielen Reisen und meines vollgestopften Terminkalenders echt nicht so oft sehen. Aber der Kontakt ist immer da und wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Das alles nur als Randinfo, damit ihr wisst, wer sich hier gleich austobt.

Und nun viel Vergnügen mit Julia und ihrem Vegan Vulkan! Macht euch auf was gefasst. Zuckerbrot und Peitsche werden ausgepackt. Hach, ich finde es fantastisch!

Wir freuen uns auf eure Kommentare unter diesem Blogeintrag.

Sonnengrüße,
Claudi


Es hat lange auf sich warten lassen. Dann brach er endlich aus. Der Vegan Vulkan.


Zur Vorgeschichte. Zugegeben, in den sieben Jahren Veganerdasein gab es Höhen und Tiefen. Da waren diese Momente, in denen ich der Superveganer war, der nicht veganerer hätte sein können. Man will am liebsten seine ganzen Freunde, Verwandten und Bekannten missionieren, - und den Rest der Welt auch. Und dann waren da diese Momente - oder besser Monate, in denen mir irgendwie alles egal war. Das soll jetzt nicht komisch klingen, aber solange ich veganes Essen auf meinem Tellerchen fand, war ich zufrieden. Ob andere sich neben mir Fleisch zubereitet haben, hat mich gar nicht interessiert. Ich hab ihnen sogar das Steak auf dem Grill umgedreht, damit es nicht zu trocken wird.

Ich weiß in meinem Herzen, dass jeder Mensch autonom ist und selbst für sich denken und entscheiden kann. Und nein, um Gottes Willen will ich niemandem meine Lebensweise aufzwingen. Und das hat einen einfachen Grund: Ich habe mich selbst und von mir aus ohne Zwang für diese Lebensweise entschieden. Weil ich es so wollte und es mittlerweile seit sieben Jahren für die beste Entscheidung meines Lebens halte. Hätte man mir 2009 versucht, die vegane Denk- und Lebensweise aufzuzwingen, wer weiß wie ich reagiert hätte.

Mittlerweile haben mich einige Yogis um mich herum inspiriert und ich bin zu dem Punkt gekommen, wo ich folgendes sagen kann: Ich für mich habe die Erfahrung machen können, dass der vollständige Ausschluss von tierischen Bestandteilen in meiner Ernährung gesundheitlich nur Vorteile hatte. Meine Haut ist rein, ich habe keine Beschwerden, eine super Verdauung, einen klaren Geist, ein wacheres Köpfchen, eine - soweit ich das selbst einschätzen kann - stabile Persönlichkeit und einen guten Charakter. Es fühlt sich einfach gut an, nicht von anderen Lebewesen abhängig zu sein, sie für seinen Geschmack und Sättigung auszunutzen und zu
gebrauchen.

Auch sportlich gab es nur Verbesserung, sowohl in der Ausdauer, als auch in der Kraft. Und auch nach sieben Jahren bin ich nicht an einem B12 Mangel gestorben, genauso wenig an einem Protein und Eisenmangel. Ich für mich bin dankbar für einen geringen ökologischen Fussabdruck (weißt du eigentlich wie viele Ressourcen in so einem Hamburger stecken, wie viele tausend Liter Wasser, weißt du eigentlich wie viel Getreide einer Kuh gefüttert wird, von der Geburt bis zur Schlachtung, weißt du eigentlich wie viele Menschen tagtäglich an Hunger sterben, weil sie genau dieses Getreide nicht bekommen?) und ich bin genauso dankbar für folgendes:

Ich habe eine Entscheidung getroffen, die ethisch korrekt ist, indem ich den geringstmöglichen Schaden an Umwelt, Tieren und Mitmenschen anrichte. Ich nehme niemandem etwas weg, dem Huhn nicht sein Ei, der Babykuh nicht ihre Milch, den Ozeanen nicht ihre Fische usw. 


Ich weiß ganz genau, wie oft ich mich in der Schule im Religionsunterricht immer gefragt habe, was ich hier eigentlich tue und warum ich meine Zeit so vergeude? Es ergab alles keinen Sinn, nicht das Lesen von Zitaten in einem alten staubigen dicken Buch genannt Bibel, was bestimmt eine gute Aussage hatte, nichts ergab Sinn. Warum soll ich beten? Warum soll ich für das Gute hoffen? Dass irgendwann alles besser wird? Warum jeden Sonntag in eine Kirche gehen, und Vers um Vers immer wieder das selbe sagen, wenn dann keine Taten folgen? Und diese Frage geht an alle Christen, die gläubig sind und nicht aus der Kirche ausgetreten sind: Glaubt ihr, Gott hätte gewollt, dass wir nur beten und gute Vorsätze aufsagen, wenn wir dann keine guten Taten folgen lassen? Aber lassen wir Gott da aus dem Spiel.

Letztlich kann ich es nur so zusammenfassen: Ich für mich habe diese Entscheidung getroffen, weil es mir damit in allen Ebenen besser geht. Ich stecke natürlich nicht in jemand anderes Schuhen. Und auch wenn mein Ego mir sagt, dass diese Entscheidung für alle Menschen die beste Entscheidung wäre, weiß ich es nicht. Weil ich ich bin und nicht du.

Und dann gibt es trotzdem diese Momente, in denen der Vulkan ausbricht… 


Wenn ich einen Matcha Latte bestelle, extra erwähne, dass ich ihn gerne mit Sojamilch trinke (was heutzutage sogar mehr kostet, obwohl es eigentlich günstiger sein müsste, eine Bohne großzuziehen und zu
ernten, als eine Kuh solange zu füttern, bis sie im fortpflanzungsfähigen Alter ist, sie künstlich zu befruchten und jeden Tag an eine Milchpumpe anzuschließen und mit den nötigen Medikamenten zu versorgen! Sorry langer Satz…). Mein Matcha Latte kam hübsch aufgeschäumt mit Sojamilch, ich habe sogar die Verpackung der Milch gesehen, als die Barista mein Heißgetränk zubereitete.

Im Nachhinein musste ich dann erfahren, dass Milchpulver in dem Matcha Blend Pulver mit drinnen war?! Hallo? Gehts noch? Wäre es nicht nötig, das dazuzusagen, wenn jemand schon extra nach einer Milchalternative fragt? Und selbst wenn mir das Leid der Tiere egal wäre, wie steht es denn mit den Leuten, die eine Intoleranz haben? Hallo, wir befinden uns im Jahr 2016, und nicht mehr im Mittelalter. Vegan sagt mittlerweile jedem etwas! Und sowas passiert mir ausgerechnet noch in einem Laden, in dem mit glutenfreien und veganen Riegeln geworben wird. Eine Frechheit. Und dann kocht es in mir, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann.

Warum müssen wir Veganer immer auf alles und jeden Rücksicht nehmen?


Sofort sind wir militant und zeigen keine Toleranz, wenn wir aufstehen und gehen, sobald sich in der S-Bahn jemand mit einem Döner neben uns setzt. Da wird dann hübsch mit den Augen gerollt.
Wenn ich aufstehe und gehe, wenn sich jemand neben mir eine Zigarette anzündet, versteht mich
ja auch jeder.

Aber die Veganer sind nunmal die Minderheit. Wir müssen Rücksicht nehmen, dürfen ja nicht unseren Mund aufmachen, und bloß keine Diskussionen über Schlachthäuser und Käfig-Eier anfangen. Wir dürfen den Leuten nicht sagen, was wirklich passiert, weil dann schmeckt ihnen ihr Heißbeliebtes Essen nicht mehr. ‚Nein ich mag das nicht wissen.“

Als ich letztens mit meiner Sea Shepherd Jacke unterwegs war, sprach mich ein Mann an. Besser gesagt lachte er mir frech ins Gesicht und sagte: „Wusstest du eigentlich, dass das Sea Shepherd Schiff, das als aller Erstes dieser Organisation zu einer Mission aufbrach, direkt bei Japan untergegangen ist?“ Ich sah ihn an, überlegte einen Moment und fragte ihn ernsthaft, was jetzt daran lustig sein sollte. Als die Titanic unterging, war das ja auch nicht lustig. Aber nein, er lachte darüber dass wieder so eine, ich zitiere „Peace Organisation“ von kleinen Menschen, die was bewegen wollten und sich dann eh nur als Helden feiern lassen wollten, gescheitert ist. Ich hab ihn dann nur gefragt, ob er es immer noch lustig findet, wenn die Ozeane bald ausgefischt sind, und ob er eigentlich weiß, wie viel Bei-Fang so draufgeht… Aber dann bin ich als Veganerin wieder die dumme Spielverderberin, die keinen Spaß versteht.

Und die nächste Situation, die meinen Vulkan richtig zum kochen bringt, ist wenn wieder ein Fleischesser herkommt, und mich fragt: „Ist es okay für dich, wenn ich mein Sandwich mit Schinken und Käse esse?“ Nein, ich zwinge mich nicht jeden Tag dazu, vegan zu essen, nein ich bin kein kleines Opfer, nein. Ich gehe nicht jeden Tag ins Bett und weine mich in den Schlaf, weil ich wieder einen traurigen veganen Tag in meinem Leben hatte.

Stellt euch mal vor, das würde anders ablaufen. Ich setze mich neben einen Fleischesser und sage folgendes:
„Hey, sag mal, ist es okay für dich, wenn ich meinen veganen Burrito neben dir esse, oder fühlst du dich dann emotional angegriffen?“ 


Bei dieser Vorstellung kommt mir sogar ein kleines Schmunzeln.

Message an dieser Stelle an alle, die immer noch tierische Produkte konsumieren: Informiert euch, über die Tatsachen, was alles mit dieser Ernährungsform einhergeht. Informiert euch über die Zustände der Tiere, über die Summe der Rohstoffe, die für die Produktion gebraucht wird, usw. Es ist so einfach, zu lachen. Da fühlt man sich für den Moment überlegen und stark.

Aber folgendes sei auch gesagt: Wenn du Kinder haben willst, hinterlasse ihnen einen Planeten, auf dem sie leben können, nicht gegen Wasserknappheit usw. ankämpfen müssen. Nehmt das ganze Thema mal für
einen Moment ernst und hinterfragt, warum der oder diejenige in eurem Freundeskreis sich so seltsam ernährt. Und lasst das mit dem Mitleid, oder den dummen Sprüchen. Dumme Witze gibt es genug und die stören mich nach sieben Jahren auch nicht mehr, da steh ich drüber. Wenn ich mich immer damit beschäftigt hätte, was andere über mich denken oder sagen, wäre ich heute nicht da, wo ich eben heute bin.

Und mir persönlich ist es auch echt egal, ob du dich nun vegan oder nicht vegan ernährst. 


Interessiert mich genauso wenig wie die Tatsache, ob du Sport machst oder nicht, oder ob du gesund bist. Ich muss dich ja auch später nicht pflegen, weil du es selbst nicht mehr schaffst, weil deine Fettleber es nicht mehr die Treppe raufschafft.

Es gibt nur einen Grund, warum es mir wichtig ist, dass sich mehr Menschen vegan ernähren.

Es ist der einzige und langfristige Weg, den dieser Planet gehen kann. 


Anders geht es nicht, das haben genug Wissenschaftler herausgefunden.

Tu es für dich und für deine Gesundheit, für deine Nachkommen und die Nachkommen deiner Freunde und deiner Familie. Tu es, um Ressourcen zu sparen, wenn du zwischen der Spezies Mensch und Tier einen Unterschied im Wert siehst, dann sieh es so: Das Futter der Tiere kann auch Menschen ernähren. Menschen, die jeden Tag an Hunger und Durst sterben. Kinder. Diese Menschen leben nicht in unseren Ländern, sondern in den Ländern, in denen Futtermittel für unsere Tiere produziert werden. Hauptsächlich Afrika und Südamerika, da ist es am schlimmsten. Das wird auch nicht im Fernsehen gezeigt, das sehen wir nicht.

Und ja, dieser Blogpost dient auch einfach mal dazu, dass ich ein für alle mal einfach ausrasten darf. Nimm es mir bitte nicht persönlich. Und ich finde es ist an der Zeit, auch mal zu sagen:

Ich muss nicht immer der meditierende Yogi sein, bei dem das Chi fliesst. Ich darf auch mal leidenschaftlich auf den Tisch hauen. 


Wenn ich jemanden sehe, der ein kleines Kind auf der Strasse vermöbelt, greife ich ein. Weil es moralisch meiner Meinung nach nicht richtig ist. Und wenn ich sehe, dass einem Lebewesen Unrecht geschieht, dann muss ich auch eingreifen. Ich will einfach ehrlich zu mir selbst sein und mich auch nicht mehr zurückhalten. Wenn ich Gefühle habe, lass ich sie raus. Sonst entsteht innerlich ein Stau und der blockiert.

Stellt euch vor, euer Nachbar versucht, seine Katze mit einem Messer zu halbieren. Jeder Mensch, den ich kenne, würde innerlich ausrasten, wenn er mitbekommt, dass sein Nachbar seine Katze erst geschlachtet und dann gegessen hat.

Warum? Klar, das macht man einfach nicht. Das gehört sich nicht, das ist ekelhaft. Menschen die Katzen essen, denen traut man nicht, die essen womöglich auch noch Kinder. 


Ich mache einfach keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Tieren. Das ist eigentlich alles. Für mich ist eine Katze süß und niedlich, aber ich mach keinen Unterschied, ob eine Katze irgendwie mehr wert ist, als eine Kuh.

In diesem Sinne, namasté und ich habe fertig.
Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 31. August 2016

Kino-Tickets zu gewinnen! What is real? Sharon Gannon (die Gründerin von Jivamukti Yoga) kommt nach München!

Hallo ihr Lieben,

zur Premiere von "What is real?" kommt Sharon Gannon (die Gründerin von Jivamukti Yoga) zu uns nach München!

What is real? Hier entlang bitte:


Über den Jivamukti Yogastil an sich mag man denken was man will. Ich weiß, hier gehen die Meinungen sehr auseinander.

Eins ist jedoch absolut klar:
Sharon Gannon steht so was von deutlich hinter dem veganen Lebenssti, wie kaum ein anderer Yogi den ich kenne.


Es macht mich also sehr glücklich euch über den Film schon verraten zu dürfen, dass er "nicht nur" für Yoga-Liebhaber*innen sehenswert ist, sondern auch für alle die sich für Tierrechte interessieren.
Beispielsweise PETA und Sea Sheperd werden im Kinofilm erwähnt.


Erst im Dezember 2015 war die Gründerin von Jivamukti in München - und ich freu mich, dass es von 09. bis 11. Oktober 2016 wieder soweit ist.

Die genauen Termine könnt ihr dem Flyer (habe ich vom Wanderlust mitgenommen) entnehmen, oder bei Fuck Lucky Go Happy vorbei klicken.

Gut aufgeführt mit Links zur Buchung von Tickets ist alles im Facebook Event "Jivamukti Kino-Premiere und Workshops mit Sharon Gannon".

Und jetzt - tadaaaaaaaaa -
darf ich 10x ein Ticket für "What is real? - The story of Jivamukti Yoga" am Sonntag, den 09.10.2016, um 18:00 Uhr im Rio Filmpalast (Rosenheimer Str. 46, direkt an der S-Bahn Rosenheimerplatz) verlosen. 


Wenn du mit Sharon Gannon, dem Regissuer Jay Mac, dem Jivamukti München Team und mir ;-) ins Kino willst, dann schreib mir (bis zum 10.09. um 23:59 Uhr) eine E-Mail (siehe oben rechts) mit dem Betreff "Jivamukti Kino" und deinem Namen.

Sonnengrüße,
Claudi