Samstag, 21. Mai 2011

côte d’azur vegan, teil 4


hier ein paar impressionen vom markt, die keinerlei kommentar bedarfen, die bilder sprechen für sich…






zum ersten mal in meinem leben habe ich artischocken gegessen.  diese gibt man ca. 40 minuten lang (je nach größe) in kochendes wasser, bis die äußeren blätter sehr weich sind. dazu macht man ein dressing (zb mit balsamico, olivenöl und sojasahne) und lutscht zuerst einmal von den blättern den unteren, weichen teil raus, nachdem man es ins dressing getunkt hat. sobald man sich zum herzen vorgearbeitet hat (die blätter sind dann teils lila farben) entfernt man die härchen durch rauszupfen. anschließend liegt das herz frei und man schneidet stückchenweise davon ab um auch dies ins dressing zu tunken. die prozedur ist ähnlich gesellig wie ein raclette oder fondue essen und es schmeckt sehr sehr lecker. satt wird man davon nicht, die franzosen essen das als vorspeise. passend dazu (wie immer): baguette ;-)







gestern waren wir in domaine des planes, dem bio weingut der familie rieder.
dabei gelernt (will nun nicht für ganz frankreich sprechen, aber zumindest für dieses eine weingut, da ich beim winzer selbst nachgefragt habe!): der rosé wird gar nicht geklärt, aber in den rotwein wird ein ganz ganz klein wenig (er hat betont, dass es wirklich sehr sehr wenig und auf eine flasche gerechnet gar lächerlich bzw gar nicht berechenbar ist) eiweiss gegeben wird. definitiv keine gelatine. die frage hat er allerdings nicht als doof oder lächerlich angesehen und bestätigt, dass die klärung mit gelatine in deutschland praktiziert wird.
das weingut ist wunderschön, der geruch der reben unbeschreiblich und es war ein sehr interessanter ausflug! auf dem weg hin hab ich noch einen bio bäcker entdeckt und auf dem weg zurück haben wir uns am markt mit frischem mangold und bio reis eingedeckt. in frankreich wird schon jetzt fleissig für die abschaffung der plastiktüten geworben. diese sollen lt. süddeutscher zeitung demnächst EU-weit so teuer werden,  dass sich keiner mehr eine plastiktüte kauft um so nach und nach von den tüten weg zu kommen. (ich bin ja seit langem schon mit meinem reisenthel korb und baumwolltaschen von der peta und kochen ohne knochen unterwegs)






zum abendessen gab es dann soja schnetzel mit mangold und reis ;-)



ich wage übrigens zu behaupten, dass südfrankreich ein heuschrecken problem hat.


sodali, heut abend gibt’s spotzls berühmte bolognese, die bedarf einiges an vorbereitung, also ab in die küche ;-)

xoxo & tofu
claudi

Kommentare:

  1. einfach toll, Deine Südfrankreich-Berichte!!
    Da komme ich schon wieder ins Träumen und möchte am liebsten auch gleich wieder los fahren.

    Mein Mann und ich haben ein Wohnmobil und wir fahren (mit unseren 2 Katzen) schon seit Jahren an die Côte d’Azur, in die Provence oder ins Languedoc-Roussillon. Südfrankreich ist einfach nur wunderschön!!! Weiterhin schönen Urlaub und viel Spaß noch ;-)

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  2. Ich liebe Artischocken!! Ich kenne diese aber leider nur aus dem Glas bzw. aus der Konservendose, an frische hab ich mich bisher noch nicht herangetraut...

    LG...

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  3. Oh mjam... gibt es sowas wie Gemüse/Obst-Neid? Ich habe das grad...

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