Donnerstag, 9. Juni 2011

brokkoli couscous und mein erstes mal :-)

vorhin habe ich für mich mal wieder zwei portionen gekocht - eine für heute abend, die zweite für morgen mittag.

leider habe ich beim schön aufgetischten und mit salat abgerundetem abendessen vergessen, ein foto zu machen. daher gibt es die "tupper portion" für morgen, schaut nicht so lecker aus, aber es war echt gut.
weil ich heute nach der arbeit noch meinen boris am friedhof besucht habe, war ich erst um 20:00 daheim. daher wollte ich was schnelles - hierfür eigentlich sich couscous immer sehr. das kocht nur kurz in wasser auf und zieht dann 10 bis 15 minuten lang durch. parallesl dazu hab ich mir brokkoli gemacht und oliventofu schon mal in die pfanne. dann fenchel dazu, das couscous und den mittlerweile gekochten brokkoli.
war fertig in nur 20 minuten, einfach und lecker!



in der arbeit ist heute etwas nettes passiert:
eine kundin bat mich um einen vegetarischen wrap bzw. sandwich, denn es gäbe nur noch pute. bin dann ausnahmsweise (ist eine ganz liebe kundin) in die küche und hab ihr ein käsebrot geschmiert.
als ich es ihr gebracht hab, und sie natürlich total happy war, hat sie mir erklärt, dass sie bei uns ja sonst nix isst, aber es heute aus zeitlichen gründen nicht ins restaurant schafft und, das sie als vegetariern ja nie probleme hat, aber heute wär bei uns halt leider schon alles vegetarische aus.
darauf hab ich dann kurz mit ihr einen schwatz gehalten (sie ist seit 10 jahren vegetarierin), ihr erzählt, dass ich es seit meinem achten lebensjahr war.
uuuups. mir ist doch glatt das wort "war" rausgerutscht. doof. was tun. in der arbeit weiß ja nur meine allernächste kollegin von meinem vegan da sein (hatte kürzlich gebloggt, dass sie mir sogar einen veganen kuchen zu ihrem geburtstag backt). ich hab es bewusst nicht an die große glocke gehängt. ich weiß doch, was für diskussionen ins haus stehen und dass von 30 menschen nur wenige verständnis haben werden, oder es nachvollziehen und akzeptieren können. ich wollte "es" der einfachheit halber außen vor lassen, und einfach nicht erwähnen.... naja... "dumm gelaufen"...
die kundin dachte, ich wäre wieder zum fleischesser geworden, was ich natürlich sofort abstreiten musste, und dann, raus mit der sprache, zum ersten mal so richtig bewusst:

"ich bin vegan!"

kuuuuuhl!!! das hat sich gut angefühlt! ich hab es bis dato nicht ausgesprochen gehabt. war "mein erstes mal"!
sie sagte dann: "echt, das ist ja super! meine schwester auch!"
und ich war glücklich.....


gerade lief odysso auf dem SWR - "massenware fleisch".
ich weiß nicht, wieso mich die bilder von kücken auf dem laufband immer noch soooo sehr bewegen. oder wieso ich massen an fleisch die in amerika auf dem grill liegen schockieren. wenn die EU jetzt dann noch klonfleisch erlaubt, dann muss ich wohl bald auswandern. oder ich werde ganz schnell reich, kaufe ein haus und mache meinen eigenen veganen gnadenhof auf :-) das schafft dann ja auch vielleicht seelischen ausgleich.

mittlerweile habe ich auf maybritt illner umgezappt - da geht es, mal wieder um EHEC. ich bin sooo gespannt, was da letzten endes rauskommt. fakt: es kommt aus der massentierhaltung! punkt. und dann schauen wir mal weiter. ich wünsche mir nichts mehr, als das nicht das gemüse schuld ist. sonst werden vegetarier/veganer diskussionen ja immer noch krasser....

gestern war ich für die peta bei anti-flag. vom konzert habe ich nichts mitbekommen, habe freiwillig die ganze zeit über die stellung hinter unserem tisch gehalten. aber: ich hab wieder tolle leute kennen gelernt und es hat wie immer viel spaß gemacht.

so, nun aber ab ins bett...


xoxo & tofu
claudi

Kommentare:

  1. Ich wusste dass das passieren wird und dass es nicht bis weihnachten dauert :-)

    aber schön dass es so gut gelaufen ist bzw du dich toll damit fühlst!!

    Liebe Grüße
    Frau Hase

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  2. Ich hatte zuerst auch Bedenken und mich gefragt, ob ich es bei der Arbeit wirklich erwähnen soll, dass ich vegan lebe. Aber ich habe mich dann dafür entschieden ehrlich zu sein, ohne es den Leuten ungefragt aufzudrücken. Spätestens beim ersten Kolegenausflug fragten dann natürlich die ersten nach als es um das gemeinsame Essen ging. Mittlerweile wissen glaube ich, fast alle meiner knapp 80 Kollegen, dass ich vegan lebe, selbst die, die ich nicht so gut kenne. Und es ist eigentlich nur positiv, manche fragen sehr oft interessiert nach und verkünden mir gelegentlich stolz, dass ich neulich auch mal was veganes gekocht haben oder dass sie jetzt viel weniger Fleisch essen und so. Und einige unverbesserliche Fleischesser sagen die üblichen Sätze wie: "Krass vegan, das könnte ich ja NIE. Ich brauche einfach Fleisch..."
    Aber letztlich habe ich den Eindruck, dass das mit dem Veganismus einfach so akzeptiert wird, fast wie eine Charaktereigenschaft. Das ist X - die Laute, das ist Y der Stille, das ist Z - die Veganerin.. :-)

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