Mittwoch, 23. November 2011

vegan beim italiener, süßes und smoothies

mit meiner familie war ich gestern bei nem richtig schicken italiener.
vegan? kein problem. auch wenn ich mir sicher bin, dass es keiner der angestellten dort nachvollziehen konnte :) brav wurden alle fragen beantwortet und alles tierleidfrei zubereitet.

ich ess blumen :-)
bruschetta


gruß aus der küche: antipasti


gemüse carpaccio





salat


tagliatelle in öl mit trüffel
die trüffel-frage habe ich mal über facebook zu klären versucht. ist es tierausbeuterisch trüffel zu essen? schweine bzw. hunde suchen sie ja für den menschen...

sollte jemand hier drüber stolpern, freue ich mich über kommentare und meinungen dazu.

da ich gestern urlaub hatte, hab ich mich gleich am vormittag in die küche verdrückt um zwei smoothies zuzubereiten.

einen grünen und einen aus obst.

zutaten obstsmoothie

spinat, grünkohl, orangensaft

ergebnis




und so sah dann mein frühstück aus:



am nachmittag war ich dann noch bei basic. seit ich die lifefood produkte einmal probiert habe, kann ich diesen laden nicht mehr wieder betreten, ohne mit einem ding rauszukommen. 

da ich heute einen ersthelfer-auffrischungs-kurs hatte, hab ich mich gleich noch mit keksen (glutenfrei) versorgt, damit ich da nicht vom stangerl fall :)
aber ehrlich: haben mich nicht soooo vom hocker gehauen.


ja, die nudeln.... hm.... mir ging es gestern nach dem besuch beim italiner nicht sooooooo gut. aber: das liegt vielleicht auch am verwendeten knoblauch?! ich weiß es nicht... jedenfalls hab ich auch heute noch a bissi bauchgrummeln?!? ich hoffe mal das legt sich bald wieder. denn das nervt.

lustig war jedoch folgendes:

rohköstler sagen gerne "mir fehlt nichts, denn wenn ich XY esse, weiß ich: zum einen schmeckt es mir eh nicht, zum anderen gehts mir danach nicht gut!".
für mich nicht nachvollziehbar. denn ich finde, dass man beim schritt vegetariern -> veganerin dieses erlebnis nicht so krass hat. v.a. weil ich ja auch seit ich vegan bin keinen käse o.ä. mehr gegessen habe, während roh sein zu 100% ja wirklich schwer (sehr schwer) ist.

jedenfalls (zurück zum thema):
ich hab mich auf die bruschetta gefreut, nicht aber auf die nudeln. da steht plötzlich so ein berg weißmehl vor einem und man freut sich nicht mal drauf. klar war es lecker. aber trotz trüffel: mich hat das nun nicht sooooo vom hocker gehauen, dass ich heute sagen würde "oh ja, das hat mir sooo gefehlt, ab morgen gibts wieder brot und nudeln!" im gegenteil: ich freu mich jetzt auf ein curry (bruderherz war mal wieder so lieb) und einen feinen salat dazu. und gut ist. total kohlenhydratfrei und bestimmt so richtig richtig gut!

xoxo & tofu
claudi

Kommentare:

  1. ein Nachtrag:
    da basic nun die Produkte mit einem "vegan" Schild auszeichnet und auf den Plätzchen von Wertz sogar auch "vegan" steht, hab ich ausnahmsweise (!) die Zutaten nicht genau inspiziert. Erst daheim stellte ich fest, dass Palmöl enthalten ist.
    Daweil habe ich mir doch fest vorgenommen, Lebensmittel die das enthalten nicht mehr zu kaufen.
    Wer mehr wissen will: http://www.youtube.com/watch?v=8oNm7XpFf4Q
    Einen schönen Abend und liebe Grüße,
    die Claudi

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  2. Wow. Über die Trüffel-Frage hab ich noch nie nachgedacht. Liegt wahrscheinlich dran, dass ich damit noch nie in Berührung gekommen bin. Aber jetzt muss ich sagen, dass ich keine essen würde. Ist ja im Prinzip auch nichts anderes als Versklavung der Tiere für unseren Nutzen.
    Übrigens hast du hier einen sehr schönen Blog :)

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  3. Danke Merle, das ist lieb :)
    Also angeblich werden Trüffel mittlerweile fast nur noch mit Hunden gesucht. Und wenn ich da an den Finn denke, wie sehr dem Suchen Spaß macht, dann würde ich das prinzipiell nicht als Versklavung bezeichnen. Aber: ich war ja noch nie dabei... Wer weiß denn schon, wie mit den Hunden umgegangen wird?!
    Auf jeden Fall dir einen schönen Abend und liebe Grüße,
    die Claudi

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  4. oh... das sieht lecker aus, besonders das gemüse-carpaccio.

    um trüffel hab ich mir ehrlich gesagt auch noch keine gedanken gemacht; aber die sind eh teuer, daher hat sich die frage bisher nicht gestellt.
    ich glaub aber nicht, dass die hunde ausgebeutet werden, ist wohl wieder so ne "mach ich nur aus prinzip"-frage wie bei honig

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  5. Werden die Trüffel denn immer von Hunden gesucht oder werden die auch speziell angebaut? Vielleicht gibt es ja sowas wie "Trüffel-Felder" ??

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  6. guten abend angel,
    ich hab das nun mal nachgelesen. die werden tatsächlich von hunden gesucht :-(
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCffel
    liebe grüße,
    die claudi

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  7. Liebe Claudi,

    du hast mal geschrieben, du hättest eine Fruktosemalabsorption, oder? Hast du dann Beschwerden, wenn du Obst-Smoothies (sogar mit Apfel), Trockenobst oder sonstige zuckerhaltige Lebensmittel zu dir nimmst? Haben sich die Symptome bei dir mit der Zeit verbessert oder hattest du ohnehin noch nie welche?
    Ich habe auch eine FM, die aber erst vor ein paar Monaten diagnostiziert wurde. Bisher vertrage ich Gemüse nur in kleinen Mengen, Haushaltszucker oder Obst gehen gar nicht. Es wäre ja ermutigend, wenn die Unverträglichkeit bei dir so stark zurückgegangen wäre :)
    Danke übrigens für den Denkanstoß in Bezug auf die Trüffel!

    Viele Grüße,
    Lilly

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  8. Liebe Lilly,

    oh weh, glaube mir, ich weiß zu gut wie du dich nach der Diagnose fühlst.
    Mein Angebot: meld dich doch per Email (info(ät)claudigoesvegan.de) bei mir? Dann können wir "privater" hin und her schreiben.

    Gerne aber an dieser Stelle hier schon mal die Info:
    2007 wurde bei mir die FM diagnostiziert.
    Ich bin total durchgedreht. Zwischenzeitlich hatte ich angeblich noch ne LI (damals war ich ja Vegetarierin) und hab mich dann zwischenzeitlich nur noch von Reiswaffeln, Kartoffeln und Brot ernährt. Jeweils mit Margarine.
    Das war sooo krass.
    Es ging mir sogar 2010 noch schlecht, aber ich hab dann zumindest wieder irgendwann mal angefangen Salate zu essen und Gemüse.
    Mal ging es mir gut, mal nicht so.
    Als ich vegan wurde (im Januar diesen Jahres) habe ich am Anfang Obst einfach weg gelassen. Ab und an hab ich mal n Apfel probiert, der sich dann gleich gerächt hat (in welcher Form weißt du ja, das brauche ich hier nun nicht niedertippen) :-)

    Bis ich dann in Frankreich war. Und Melonen, Erdbeeren, Blaubeeren und Heidelbeeren wieder entdeckt habe :) Weil ich ihnen einfach nicht widerstehen konnte.
    Und siehe da: keinerlei Beschwerden!

    Frage mich nicht. Ich glaube es ist zu weit hergeholt, das auf die vegane Ernährung zu schieben. Fakt ist aber: ein Jahr Pause und sich dann einfach KEINERLEI GEDANKEN mehr machen, haben geholfen.

    Ich hab mich 2007 einfach viel zu sehr gedanklich fertig gemacht.

    Soweit meine kleine Zusammenfassung. Ich hoff das hilft dir ein bisschen weiter.

    Das positive an FM im Vergleich zu ner Glutenunverträglichkeit: du kannst ja nix falsch machen, außer, dass du Beschwerden hast, bekommt man ja keine Spätfolgen o.ä.!

    Also wie geschrieben: meld dich gern, falls noch Fragen aufkommen sollten!

    Und sonst einen tollen Start ins Wochenende und viele liebe Grüße,
    die Claudi

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  9. Hi Claudi,

    danke für den link zum Video über die Palmplantagen - das macht mich jetzt schon ein bisschen traurig.

    Ich finde es immer sehr schade, wenn solche Firmen den Ruf der ganzen Biobranche schädigen - denn an und für sich halte ich bio für sehr wichtig, und finde es gehört gefördert. Bioprodukte sind grundsätzlich gesünder für Mensch und Planet, das ist klar. Viele Firmen sind ehrlich bemüht (Wilma offensichtlich nicht), haben aber, so wir wir auch wenn wir Ernährung umstellen, mit Herausforderungen auf ihrem Weg zu tun, es ist eine Entwicklung. Manchmal werde ich das Gefühl auch nicht los, das von den Medien verstärkt negativ dazu berichtet wird, aber vielleicht täusche ich mich da.

    Ich hab ja grad erst vor 2 Woche mit vegan angefangen und muss zu verschiedenen Themen meine Entscheidungen erst finden. Inzwischen halte ich es mit Dingen, die fraglich sind, auf die ich aber noch nicht ganz verzichten möchte, in der Regel so, dass ich einfach mal den Verbrauch reduziere.

    Hm, Mausflaus, das mit dem Honig würde ich nicht unbedingt Prinzip-Sache finden, dazu gibt es schon Hintergrund. Den Bienen wird bei der Honigproduktion jedenfalls ihre eigene Nahrung weggenommen, sie werden "motiviert" mehr zu arbeiten - und bekommen statt ihrem eigenen hochwertigen Honig lächerliches Zuckerwasser verfüttert. Abgesehen davon, dass sie oft mit chemischen Mitteln betäubt werden (besprüht) um ihnen überhaupt den Honig klauen zu können. Find ich schon blöd :(

    Hoffe es ist ok, wenn ich mich bei der Gelegenheit kurz vorstelle, ich bin eine Yogalehrerin und Lichtarbeiterin aus Österreich und habe verschiedene Blogs, über Yoga, über Fasten, inzwischen auch mit veganen Rezepten, und über Leben in Gemeinschaft. Hab mich bisher noch nicht besonders ums Verlinken und Bekanntmachen bemüht, ich mach sowas lieber nebenbei, und nur dann wenns grad wo im Fluss dazupasst und sich stimmig anfühlt für mich. Würd mich freuen wenn der eine oder andere von euch mal vorbeischaut - ihr findet alle drei Blogs über den link zu meiner website.

    Liebe Grüße,
    om Doris

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  10. Liebe Doris,

    danke für dein Kommentar.
    Schön, dass du nun auch vegan bist/wirst/sein willst.
    Finde ich ganz toll und ich finde ja, dass man sich dabei keinesfalls stressen sollte. Du gehst deinen Weg und es ist noch kein Veganer vom Himmel gefallen :-)
    Mir ist Bio sehr wichtig. Ich glaub ich war im Frühjahr das letzte mal im normalen Supermarkt...
    Schon irre, wie sich die Dinge so ändern...

    Ich schicke dir ganz liebe Grüße nach Ö und wünsch dir noch einen schönen 1. Advent,
    die Claudi

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  11. liebe claudi, ich bin schon öfter über deinen blog gestolpert, und nun melde ich mich auch mal zu wort! :)
    ich finde die "trüffelfrage", die ja sonst meistens am beispiel der "bienenfrage" diskutiert wird, echt immer wieder spannend.
    du hast ihn ja gegessen (würde ich auch) - aber ich frage mich immer bei menschen, die sowas aus prinzip nicht essen würden weil tiere ausgebeutet werden, wie sie denn sonst so leben.
    ALLES korrekt, politisch, ökologisch und nachhaltig zu machen kann man wohl als utopie bezeichnen, denn sonst müsste man wohl den kompletten gesellschaftsausstieg wählen. natürlich kannn, sollte oder muss man versuchen, aus allem das beste zu machen, die richtigen entscheidungen zu treffen usw.
    wenn mir allerdings so szene-veganer vorträge über bienenausbeutung (oder hundeausbeutung beim trüffel) und die moralische zeigefingerkeule vorhalten, dann frage ich mich ganz ehrlich, ob die nicht andere probleme haben. die kleiderwahl z.b., denn die werden ja in den meisten fällen ausbeuterisch im ausland hergestellt, insgesamtes einkaufsverhalten (umweltausbeuterisch - brauch jeder einen eigenen computer, alle 3 jahre einen neuen?) - oder ob es sich denn ihr hund ausgesucht hat, bei ihnen zu leben.
    gerade bei bio-honig kann man das doch genauso auch als einen fairen handel ansehen: man gibt den bienen ein "zuhause", und sie zahlen "miete" (den honig).
    ich "bin" nicht vegan, ernähre mich jedoch zum größten teil so, und finde diese diktatorische szene ganz oft unerträglich, mit ihrem zweischneidigen schwert-maß. keinen honig in den tee aus indien zu tun macht wenig sinn.
    nun ja. entschuldige dass ich mich an dieser stelle darüber ausgelassen habe,
    ich lasse mich von deinen rezepten weiterhin gerne inspirieren! :)
    lg!
    <3

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  12. hallo teeundschnaps,

    schön, dass du hier bist und danke für die wortmeldung.
    hier darf sich jeder über alles auslassen was ich so schreibe :) (wenn es denn nett und höflich bleibt) :)

    viele liebe grüße,
    die claudi

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