Sonntag, 3. Februar 2013

Ich will nen Veganer als Mann

Gitte Haenning wollte 1963 nen Cowboy als Mann...


Nun, die Zeiten haben sich seit dem etwas geändert (und ich will garantiert keinen Cowboy an meiner Seite!). Aber ich kann sagen: "Ich will nen Veganer als Mann!" :-)

Vorweg: ich bin eine (hetero) Frau, daher wird hier das Rollenspiel Frau/Mann ausgeführt, geht natürlich in beliebigen anderen Kombinationen genauso... oder auch nicht... denn im Endeffekt ist das hier, nur meine kleine, subjektive Meinung oder Ansichtsweise die ich niedertippe.

Auf die Idee zu diesem Blogeintrag bin ich gekommen, weil Miri mich gefragt hat, was denn meiner Meinung nach, die Vorteile von veganen (Rohkost) Männern seien.

Wir haben zusammengetragen:

Körpergeruch, Feinfühligkeit, Bauchgefühl, Emphatie, Freundeskreis, Gesprächsthemen, Ausdauer, keine Diskussionen übers Essen, Kühlschrank, Einkaufen, Ausstrahlung, Aggression.

Im Herbst 2011 haben mein Ex-Spotzl und ich uns getrennt - seit dem bin ich Single. Ich will hier nun nicht detailliert auf unsere Gründe eingehen, es hat jedoch nicht direkt mit dem Veganismus zu tun.
Indirekt aber sehr wohl. Denn: mein Leben hat sich nicht nur um 180 Grad, sondern wirklich um 360 Grad gedreht. Zuvor hab ich vegetarisch gegessen, nun lebe ich vegan. Worin für mich der Unterschied liegt, könnt ihr auf Deutschland is(s)t vegan nachlesen.

Mein Blog und die gesamte "Vegane- (Internet-) Gemeinschaft" sind ein riesen Teil in meinem Leben geworden. Für mich ist das alles weit mehr als ein Hobby oder "essen".
Das ist auch der Grund, warum ich (aktueller Stand der Dinge) total glückl ICH bin mit meinen Freunden, meiner Familie, meinem Finn (FFF) und mich gar nicht groß auf eine Beziehung einlassen will.

Unabhängig davon, hier geht es nun darum, warum ich für mich, wenn dann, nur noch einen "Veganer als Mann" wollen würde. Leider sind diese aber sehr rar. Es ist ja super, dass so viele Frauen vegan leben, aber ich frage mich immer wieder: "VeganER, wo seid ihr?". Zumindest in München ist die "Auswahl" eher mau.

Lange Rede, kurzer Sinn, los geht's:

  • Für Tierrechte aktiv werden ist toll, gemeinsam ist es aber tollerer. 
  • Keine Lust auf Grundsatzdiskussionen "Wie du bist vegan?".
  • Meine Wohnung, vor allem der Kühlschrank, bleibt vegan! Ich hab ja schon n Problem damit, wenn meine Oma hier ein mitgebrachtes Stück Küchen isst! (Sie kauft nun zwar einiges bio, bedenkt aber natürlich nicht, dass der Kuchen vom Bäcker weiterhin aus Massentierhaltung stammt. Und auch Biokuchen find ich mittlerweile abstoßend.)
  • Mehr gegenseitiges Verständnis.
  • Wie ich lebe ist richtig und gut, ich werde mich garantiert nicht dafür rechtfertigen.
  • Auch wenn meine Mama und einige Freundinnen meinen "Na einen Vegetarier, kannst du ja veganisieren" - ähm, nein! Dann fängt das ja wieder alles an. Blablabla "ist doch nur Milch" blablabla "was soll an einem Bio-Ei denn schlecht sein" blablabla "der Fisch ist ja aus der Zucht und kein Wildfang" (leider essen viele Vegetarier Fisch und sind somit keine). Zwei Männer zu Nichtrauchern zu machen war anstrengend genug.
  • Meiner Meinung nach, ist ein veganer Lebensstil, die einzige Möglichkeit, was der Mensch an der Erde verbrochen hat, einigermaßen wieder gut zu machen. Ich möchte, dass mein Partner diese Einstellung teilt.
  • Keine Lust bei seinen Freunden und Familie als Veganerin, wie ein Alien vorgestellt zu werden.
  • Ein Veganer hat ziemlich sicher auch schon vegane Freunde um sich rum, oder eben solch toll Fleischfreunde wie ich, die es voll und ganz akzeptieren und einfach Bescheid wissen.
  • In einer Beziehung, sollte es Gesprächsthemen geben, die beide interessieren. Es ist herrlich, wenn mensch voneinander lernen kann. Aber ich werde mir als Veganerin nie mehr wieder den Mund verbieten lassen, weil mir eine Petition nahe geht, mich ein Film beschäftigt, oder ich ein tolles Buch lese, das ich meinem Partner ans Herz legen möchte. Es muss ja nicht ständig um Veganismus und Drumrum gehen, aber die totale Akzeptanz meiner Gedankengänge ist meiner Meinung nach, nur gegeben, wenn mein Partner auch bereits vegan lebt.
  • Die meisten Veganer ernähren sich gesund. Ich brauch nicht zwingend einen Rohveganer, aber jemand der kaum (oder besser keinen) Alkohol trinkt und sich nicht von Pommes, Pudding und Pizza ernährt, ist unter Veganern bestimmt leichter anzutreffen, als unter Omnivoren.
  • Thema Freizeitgestaltung. Nein, ich will nicht mit seinen Freunden ins Steakhouse gehen. Ok, er will nicht mit meinem veganen Freunden spazieren gehen und picknicken. Es ist nicht leicht, die Freizeit gemeinsam zu planen, wenn die Anschauungen so auseinander gehen.
  • Total überzeugt bin ich davon, dass Veganer in den meisten Fällen feinfühliger sind. Vegan wird man aus einem von drei Motivationspunkten heraus *Umwelt *Menschen *Tiere. Egal welcher es ist - er bringt einen gewissen Grad an Grundeinstellung mit.
  • Einkaufen macht wesentlich mehr Spaß, wenn neben meinem Mangold KEIN Schnitzel aus Tier liegt.
  • "Wie? Du willst nicht ins Kino, nur wegen deinem Hund?" Veganer sind ja im Normalfall tierlieb, somit ist auch diese Art von Diskussion hinfällig.
  • Keine Probleme mit "ich kann ja nie für dich kochen!" oder "ich weiß ja nicht, was ich dir schenken kann!" oder oder oder. 
  • Ich finde Fleisch essende Männer mittlerweile fast schon suspekt. Veganer haben für mich einfach eine ganz andere Ausstrahlung. Viel friedlicher irgendwie, mehr im Reinen mit sich selbst und ihrem Umfeld.

So, das löst nun bestimmt eine riesen Welle an Kommentaren aus. Und ich freu mich darauf!!!
Noch einmal: das hier ist nur meine kleine, subjektive Meinung oder Ansichtsweise!

Ich lehne ich mich nun entspannt zurück und warte einfach auf meinen veganen "Before Sunrise" Augenblick :-)

Morgen folgt dann ein Bericht über unsere grandiose Vegan Sunday Party.

xoxo & smoothie
Claudi

Nachtrag 21.02.2014: Gefunden :-)

Kommentare:

  1. Moin Claudi!

    Erstmal: eine 360-Grad-Wendung heisst: Du bist wieder da, wo Du am Anfang warst :-). 180 Grad war schon richtig!

    Und ja...okay...ich glaube, das wird schwierig mit Deinem Männerwunsch.
    Klingt so, als müßte Mr. Right genauso leben wie Du, damit Du zufrieden bist.

    Auch bei mir gibt es Punkte, mit denen ich bei einem Mann nicht leben könnte (eine aktive Suchterkrankung, egal welcher Art zb), omnivore Ernährung gehört aber nicht dazu. Gut, ich würde jetzt für ihn keine Schnitzel braten, das müßte er schon selber, aber da lasse ich ihn doch so leben, wie er will. Sollte er sich von meiner veganen Ernährung inspirieren lassen, gerne!

    Und Du hast wirklich ein Problem damit, wenn Deine Oma ihren nicht veganen Kuchen mitbringt??
    Ich las mal irgendwo von einer Veganerin, die schon Tränen vergoß, als ihre Freundin einen Milchkaffee im Café bestellte..

    so weit geht es bei mir zum Glück nicht. Ich finde das übertrieben. Ich gehöre auch zu den Veganern, die NICHT ihre guten Lederschuhe in den Müll geschmissen haben oder die Wollsocken. Und ich habe leider nicht die finanziellen Mittel, alles bio und regional zu kaufen, auch vegane Pflegeprodukte und Haushaltsmittel sind leider in meinen Budget nicht drin.

    Okay, lange Rede, kurzer Sinn: ich weiss nicht, ob Du Dir selbst einen Gefallen tust, wenn Du da so kompromißlos bist.

    Leben und leben lassen. Ich tue, was ich kann, das ist schon mehr, als die meisten tun. Und wenn ich mich verliebe, dann sicher nicht, weil ER Veganer ist. Da setze ich noch andere Prioritäten

    Liebe Grüße aus Hamburg!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vegane Pflegeprodukte und Haushaltsmittel müssen nicht teuer sein, im Gegenteil: einfache Hausmittel wie Essigwasser zum Putzen oder DIY Pflegesachen sind oft sehr günstig. Von den Eigenmarken bei dm (Balea usw.) oder anderen Drogerieketten ist auch vieles vegan, gibt dafür Listen und steht teilweise auf der Webseite.

      Löschen
    2. Also ich muss mich da nina anschließen

      Ich (m/19) bin jz länger schon vegitarier und in der Umstellung zum veganer. Trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen umbedingt diese Einstellung von meinem Partner zu wollen.


      Abgesehen davon solltest du bedenken es gibt kaum männliche veganer. Schon männliche vegitarier sind leicht zu finden.

      Es gibt keine partner die man sich aus einem Katalog bestellen kann und perfekt sind. Ich wette auch du hast wie jeder Mensch einige Schwächen also solltest du vlt nicht jemand perfekten einfordern

      Löschen
    3. Hallo,

      der Beitrag ist von 2013, mittlerweile gibt es ein Update.

      Alles Gute für deinen veganen Neustart und Sonnengrüße,
      Claudi

      Löschen
  2. Also ich kann gut nachvollziehen, dass man einen Partner sucht, der die gleichen "Interessen" hat wie man selbst. Dazu gehört bei Veganern eben auch die Ernährung und das Drumherum, was der Veganismus mit sich bringt. Und die Vorstellung, sich einen Mann auszusuchen und ihn dann nach seinen Vorstellungen verändern zu wollen, finde ich viel schlimmer. Schließlich sollte man sich gegenseitig so lieben und akzeptieren wie man is(s)t.

    Witzigerweise waren wir gestern tatsächlich mit Freunden in einem Steakhouse essen, aber diese Freunde gehen mit uns auch vegan essen und unterstützen mich sehr in meinem Tun, ich kriege zum Beispiel Infos über ein Weingut in der Nähe, das ohne tierische Stoffe schönt oder ein Diner, in dem es eine eigene vegane Karte gibt ;) Und das Steakhouse hatte wirklich einige vegetarische und (zufällig) vegane Gerichte. Nur für 'nen Salat oder 'ne Ofenkartoffel ohne alles wäre ich da wahrscheinlich nicht mitgegangen. Ich finde außerdem ein Steakhouse auch nicht schlimmer als jedes andere Restaurant, wo Fleisch serviert wird. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde es macht mir nichts aus, wenn um mich herum Fleisch gegessen wird - aber ich akzeptiere es eben und bin ruhig.

    Ich hatte das große Glück, dass mein Mann mit mir gemeinsam in den Veganismus "reingewachsen" ist, mit mir viele Sachen ausprobiert hat, Bücher gelesen hat und Dokus angeschaut hat. Somit erübrigen sich einfach viele Diskussionen und ich muss ihm auch nichts erklären. Trotzdem isst er noch manchmal Fleisch. Aber zuhause haben wir keins und das akzeptiert er auch.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du einen tollen Veganer triffst. Vielleicht zieht ja jemand nach München oder ein Münchner wird vegan oder Du triffst jemand aus einer anderen Stadt? Wichtig ist vor allem ,sich selbst treu zu bleiben und die Erkenntnis, dass man einen Mann nicht unbedingt "braucht", frau kann auch ganz gut alleine. Zu zweit ist es dann vielleicht aber noch ein bisschen schöner ;)

    AntwortenLöschen
  3. Ich kann es dir so gut nachempfinden! Ich wurde ja erst vegan, als ich schon 2 Jahre mit meinem Freund zusammen war, aber nach der Umstellung meinerseits fanden wir dauernd Reibungsflächen, wo es vorher keine gab. Er hat versucht meine neue Lebensweise zu verstehen, aber ebenso verstand er nicht, wieso ich auf einmal kein Fleisch mehr im Haus haben wollte und sagte mir oft, ich solle mich nicht so anstellen. Aber da ich ja sehr geduldig und feinfühlig bin, kam es am Ende doch noch so, dass er von selbst eingesehen hat, dass Veganismus besser ist und so hat er nur 4 Monate nach mir auch umgestellt und jetzt sind wir glaub beide ziemlich zufrieden :) Es gibt sie tatsächlich, die veganen Männer. Aber NOCH sind sie natürlich deutlich in der Unterzahl. Vielleicht hast du aber ja gestern auf der Party einen netten Kerl kennen gelernt ^^ Ansonsten wünsch ich dir viel Erfolg beim Finden :)

    AntwortenLöschen
  4. Hm, ich weiß nicht, ob das übertrieben ist. Aus Sicht eines Allesessers ist die vegane Lebensweise auch übertrieben. Ich weiß allerdings, dass ich durch den Veganismus immer sensibler wurde. Dinge, die mir vorher nichts ausgemacht haben, rühren mich inzwischen stärker. Mit Kuchen habe ich (noch) keine Probleme, aber ich würde das jetzt auch nicht ausschließen können. Das Zusammenleben mit einem Allesesser oder Vegetarier würde für mich auch nicht mehr in Frage kommen. Zum Verlieben gehören natürlich noch jede Menge anderer Sachen, aber ich könnte mich schlicht und einfach nicht mehr in einen Nicht-Veganer verlieben. Das ist so eine grundsätzliche Lebenseinstellung für mich geworden und ich kann Dich, Claudi, da völlig verstehen :-)

    AntwortenLöschen
  5. liebe claudi,
    das klingt sehr spannend, obwohl es mir auch leicht angst macht, es klingt sehr extrem für mich, und vor allzu extremen auslegungen habe ich ehrlich gesagt angst!
    ich lebe jetzt bald seit 2 jahren vegan, als ich meinen mann kennenlernte waren wir beide vegetarier.dann kam cedric. ich lasse meinem kind die wahl offen, ob er veganes zu sich nimmt oder auch mal zum imbiß geht, seine freie entscheidung! mein mann ißt seit einigen jahren hin und wieder fleisch, wir haben des öfteren diskussionen, aber ich bin froh darüber!
    seine argumente sind für ihn richtig, also kann ich auch damit leben°!
    der einfachste weg ist nicht immer der richtige...oder so ähnlich ;)
    davon abgesehen, wenn die die liebe richtig erwischt, fügt sich der rest!
    ganz liebe grüße an dich!
    sylvie

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Claudi,
    ich habe ja ereits bei Rohkostumiversum was dazu geschrieben... :D
    Ich wünsche dir, dass du einen Partner findest, der zu dir passt und umgekehrt: dass ihr euch in Liebe begegnet!
    Mein Partner und ich sind mehr oder weniger parallel vegan geworden. Es macht vieles einfacher: Kochen, Standpunkte klären. Ich denke aber, dass er wie ich viele Eigenschaften bereits in sich trug und auch gelebt hat. Ich kann nicht sagen, wie es wäre jetzt noch mal mit einem Partner zusammenzuleben, der nicht vegan lebt. Ich bin ja glücklich mit meinem Schatz. Es wäre aber sicher spannend und ein Test für gegenseitige Toleranz und Akzeptanz. ;)
    Vegan oder nicht - es wäre doch keine Garantie, dass es funktionieren könnte. Ich verlieb ja in einen Menschen als Gesamtpaket. Und manchmal fällt die Liebe hin, wo ich es mir vorher nie gedacht hätte. Ich könnte für mich nicht ausschließen, dass ich mich - mal abgesehen davon, dass ich vergeben bin, auch in einen Otto Normalesser verliebe, verstehe aber deine Beweggründe.

    Alles Liebe,
    Frau Momo

    AntwortenLöschen
  7. Ich kann dich da voll verstehen. Es fehlt noch eine bundesweite vegane Partnerbörse xD

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gibt es doch (quasi): gleichklang.de. Ist nicht rein vegan, aber nachdem du dein Profil entsprechend erstellt hast, kommst du mit Nicht-Veganern gar nicht erst in Kontakt.

      Löschen
    2. Gibt es auch umsonst:
      veggiecommunity.org - Für Veganer, Vegetarier, Rohköstler, kannst nach allem Möglichen in der Sucheinstellung suchen. veggiecommunity.org gibt's schon ewig, von einem Veganer auf Partnersuche gegründet und zumindest von einem Pärchen weiß er, dass die sich da gefunden und geheiratet haben :)

      Löschen
    3. http://www.veggiecommunity.org/de/

      hier kann man direkt nach veganern suchen :-)

      Löschen
    4. Danke ihr beiden :-)
      Dann weiß ich ja nun wo ich suchen muss, wenn ich suchen wollen würde :-)

      Liebe Grüße,
      die Claudi

      Löschen
  8. Mein Partner ist ein Omni - aber er kauft kein Fleisch (er isst es höchstens mal bei seinen Eltern oder im Restaurant), streitet nie mit mir über Veganismus, kocht ganz oft vegan für uns (auch wenn ich manchmal die Rezeptauswahl übernehmen muss, damit es nicht immer Reis mit Gemüse wird ;)) und ist für vieles sehr verständnisvoll und offen. Alkohol, Zucker und Co meidet er auch ganz überwiegend, Tabak ohnehin und gesunde Ernährung ist ihm sehr wichtig.

    Klar gibt es dennoch Reibungspunkte, trotz viel Empathie auf beiden Seiten. Die gibt es aber immer mal - und es wäre ja auch langweilig, wäre ich mit einem kompletten Abbild meiner selbst zusammen, das in allem genauso denkt und fühlt und handelt wie ich.

    Letztlich denke ich: wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich halt. Vorher zu sagen, dass du einen rohveganen, mopsigen, rothaarigen, 1,87m großen Japaner zum Freund haben möchtest, bringt herzlich wenig, wenn deine Hormone dann doch bei einem schlanken, schwarzhaarigen Omni anspringen. :)

    Liath

    AntwortenLöschen
  9. Nach deiner Beschreibung bin ich sozusagen ein seltenes wertvolles Gut :DD,.. und das in München *g*

    Aber liebe Claude,.. ich kann dich verstehen,.. mir wäre es zwar egal was meine Partnerin beim Kennenlernen essen würde (also ob sie veggi ist oder nicht),.. aber nicht in meiner oder einer gemeinsamen Wohnung,.. spätestens da würde der Spaß aufhören, obwohl ich überzeugt bin, dass ich gut genug Essen zubereiten kann, dass das für eine Fleischesserin nicht schwer wäre auf Fleisch zu verzichten. Aber vegan und/oder sogar zum größten Teil Rohkost,.. ja das wäre schon klasse.

    Vor allem wenn eine vegane Rohkostfrau auch Essen gut zubereiten könnte, würde das insgesamt noch mehr Spaß machen,..

    Das ist wie mit Rauchen etc..

    Aber wenn es soooo viele vegane Frauen gibt die Single sind,.. dann sollte ich wohl mal ein Casting veranstalten *ggggg*
    Eigentlich eine gute Anregung :))

    Liebe Grüße
    Peter

    AntwortenLöschen
  10. Hallo Claudi,

    ich will dir auf keinen Fall die Hoffnung nehmen. Aber mit Empathie und Einfühlungsvermögen bei MENSCHEN haben es Männer, ob vegan oder nicht, nicht unbedingt anders.

    Körpergeruch und gesundheitliche Aspekte kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, spielen in der Tat eine große Rolle. Könnte ich alleine aus der Angst vor einem Kuss mit einer Frau die nach Milchprodukten schmecken könnte, schon keine Beziehung mit ihr anfangen. Zu groß wäre einfach diese kleine Angst, immer und immer wieder.

    -

    Ich bin jetzt schon ein paar Jahre vegan und habe, was die sozialen Kompetenzen eher gelernt, dass viele Männer die ich kenne, zwar vegan geworden sind, oft aber nur aus einem Zwang heraus und nicht weil sie empathischer sind. Einige sogar aus dem Grund, weil sie dachten, die hätten wenigstens in der Veganszene, in der ja schon "merkwürdige" Leute rumliefen, die Chance auf Eingliederung trotz der mangelnden Sozialkompetenzen.

    Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche und hoffe, dass du den richtigen findest. Ich für meinen Teil kann dir da glaube ich gerade gar nicht helfen. Ich bin selber noch dabei, meine zerbrochenen Teile der Seele wieder einzusammeln. Ich schleppe also gerade einen ziemlichen Koffer mit mir herum.

    Liebe Grüße
    Andrew

    AntwortenLöschen
  11. Also ich kann dazu nur sagen, ich habe den einfühlsamsten Mann überhaupt :-) Keine Spur von Aggressivität und duften tut er auch gut. Das alles, obwohl er sowohl Fleisch, Fisch als auch Milchprodukte isst. Bei uns daheim gab es nach meinem Wechsel von vegetarisch zu vegan nur noch vegane Speisen und er hat sich niemals beschwert! Ich habe ihm dann von mir aus angeboten, dass er doch auch gern Käse essen kann, wenn er das möchte. Natürlich würde ich das selbst nie tun, aber ich denke, in einer Partnerschaft muss man Kompromisse eingehen. Ich bin schließlich kein Missionar und möchte anderen nicht meine Sichtweise aufzwängen.

    Wenn Du nun von Anfang an nach einem veganen Mann Ausschau hälst, ist das vielleicht nicht so einfach, aber für Deine strenge Sichtweise doch wahrscheinlich von Vorteil.

    Aber verurteile doch bitte nicht Deine Oma. In dem Alter ist ein Sinneswandel nun wirklich nicht so leicht.

    Viel Erfolg beim Männerfang ;-)
    Lili

    AntwortenLöschen
  12. Hm, vielleicht wäre es ja viel sinnvoller einfach nach einem Mann zu suchen, der von vornherein deine Gefühle ernst nimmt und garnicht auf die Idee kommt dir zu unterstellen, dass du dich anstellen würdest. Einen solchen Menschen würde ich per se nicht an meiner Seite haben wollen, völlig unabhängig von der Ernährungsweise. ;)

    Das Wichtigste ist doch, dass die Person empathisch ist, dich als Mensch mit allen deinen Meinungen respektiert und respektvoll genug ist, deine Gedanken und Wünsche ebenso ernst zu nehmen, wie die eigenen.
    Da braucht die Person auch nicht vorab schon vegan zu leben, denn bei einer solchen Person ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das von ganz alleine kommt und zwar erfahrungsgemäß sogar schneller als gedacht. :)

    LG, Bere

    AntwortenLöschen
  13. ich denke mir immer wieder ich könnte auch mal einen "wie ist es mit einem Omnivore zusammen zu sein?" aber alles was mir einfällt ist "hart"...

    AntwortenLöschen
  14. Ich glaube, ich bin da zu romantisch: wenn es passt, passt es, und wenn die Liebe einen packt, packt sie einen - da kann man nicht sooooo viel machen.... Mit gegenseitiger Akzeptanz und Rücksichtsnahme geht vieles.

    Und sehe es doch mal so: bei einem Nicht-Veganer, mit ebensolchem Freundeskreis, Familie, etc. kannst Du viel mehr bewegen als bei einem Mann, der eh schon vegan lebt. Damit meine ich nicht, ständige Überzeugunsarbeit und Kämpfe, sondern einfach ein bewusstes "Vorleben", wie gut die vegane Ernährung tut.

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, denke aber, Du solltest ein bisschen offener sein. Dann ergibt sich schon alles (hoffnungslos romantisch, sage ich doch).

    Mein Mann isst übrigens Fleisch, aber nie Zuhause. Er macht klaglos meine veganen Experimente mit und isst das meiste sehr gerne. Auf seinen Käse kann er nicht verzichten, aber das ist ein Kompromiss, den ich eingehe. Es ist immer ein Geben und Nehmen...

    Wünsche Dir gaaanz viel Glück und einen richtig tollen Mann!

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Claudi,
    bei einigen Punkten weiß ich genau, was Du meinst:
    Du möchstest einen veganen Partner, weil Du keine Lust mehr auf Diskussionen hast, weil Du kein Fleisch mehr im Kühlschrank haben oder nicht als Alien unter den Bekannten/der Familie Deines Partners gelten willst etc.etc.
    Das kann ich nachvollziehen.

    Auf der anderen Seite verpasst Du wirklich eine sehr grosse Chance, einem anderen Menschen, der sehr wahrscheinlich noch nicht so viel Wissen & Informationen zu einer wirklich gesunden Ernährung (=vegan, mit hohem Rohkostanteil) hat, für die Themen rund um ein veganes Leben zu sensibilisieren.
    Denn wenn am Ende nur die Veganer "unter sich" bleiben, ist auch die Chance gering, dass sich die Bewegung weiter ausbreitet. Es ist meiner Meinung gerade den ganzen jungen, gebildeten veganen Frauen wie uns zu "verdanken", dass auch immer mehr Männer für das Thema empfänglich werden...nämlich genau weil wir es auch sind, die am häufigsten für ihre Partner/Familie kochen und diese mehr oder weniger gezwungen sind, sich mit veganem Essen auseinanderzusetzen.
    Von daher halte ich eine Beziehung mit einem (Noch-)Omnivoren für eine riesige Chance, dass sich aus einem anfangs uninformierten Fleischesser auf lange Sicht ein gut informierter, aufgeklärter und vor allem gesundheitsorientierter Veganer entwickelt.
    Das braucht oft ein wenig Zeit und Geduld. Aber ich glaube, dass sich dieser Einsatz in den meisten Fällen lohnt.

    VG,
    Greensoul

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie romantisch sich das liest ;-) Eine Beziehung eingehen auf der Basis, missionieren und die Botschaft weiter in die Welt tragen zu wollen.

      Löschen
    2. Hallo Anonym,
      ich glaube, da hast Du was falsch verstanden: ich bin meine Beziehung nicht eingegangen, um aus meinem Freund einen neuen Veganer zu machen. Das waren in der Tat romantischere Gründe und eine Grundbasis von Werten, die mit o.g.Thema nur wenig zu tun haben.
      Aber es ist nunmal so, dass das Thema vegane/s Ernährung/Leben (und alles andere, was damit verbunden ist) einen wichtigen Teil im Alltag bei mir ausmacht. Und ein Partner, der sich da total ignorant verhalten würde, hätte bei mir in der Tat Probleme.
      Auf der anderen Seite bin ich ja auch offen für die kritische Meinung meines Freundes gegenüber "seinen" Themen, die er für besonders wichtig hält. Und da halte ich mir ja auch nicht die Ohren zu, wenn er mir etwas zum Thema erzählt.
      Ich denke, dass es in einer Beziehung u.a. darum geht, dass beide darin wachsen und jeder vom anderen "lernt". Und so wie mein Freund immer mehr von mir in punkto vegan-sein "lernt", lerne ich immer mehr in seinen Bereichen.
      Sicherlich gibt es auch Beziehungen, bei dem jeder "vor sich hinlebt" und die Interessen und Themen des anderen amüsiert belächelt oder schlichtweg ignoriert. So eine Art von Beziehung interessiert mich aber nicht, denn dann kann ich auch besser alleine bleiben.

      Löschen
  16. Huhu Claudi :)
    Als ich vor 2 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammengekommen bin, waren wir beide noch unvegan, und ich hatte ehrlich gesagt noch nie davon gehört! Als ich dann Ende 2011 damit in Berührung kam, war für mich klar, dass ich vegan leben möchte. Mein Freund hat sich mit mir zusammen eine Doku nach der anderen angeschaut und wir haben erst mal komplett vegan gelebt. Mittlerweile sind es vielleicht keine 100% mehr, aber bestimmt 95% und im Haus gibt es keine tierischen Lebensmittel (Ausnahmen sind z.B. wenn wir bei Freunden eingeladen sind, die schon mit vegetarisch kochen fast überfordert sind oder bei meiner Oma zu Besuch). Zudem ist die Ernährung einfach so viel gesünder geworden;wir haben immer gaaaaanz viel Obst und Gemüse und keine Fertigprodukte mehr im Haus. Es ist aber wunderschön zu sehen, wie Menschen in der Umgebung auch nach und nach neugierig werden und nachfragen, was man macht und warum und so :)

    Liebe Grüße und viel Glück bei der Suche :)
    Steffi

    AntwortenLöschen
  17. 1991 lernte ich eine Freundin kennen und lieben, die damals bereits Vegetarierin war. Zusammen entdeckten wir den Veganismus, wurden vegan und organisierten die ersten Infoveranstaltungen in Berlin.
    Damals gab es noch kein Internet und auch keine veganen Paradieszustaende wie heute, wo es ueberall Soja- und tierproduktfreie Dinge zu kaufen gibt und immer mehr Laeden und Restaurants aufmachen.
    Die Veganszene war Anfang der 90iger eine junge Bewegung und noch recht klein und ueberschaulich und eng an die Tierrechtsszene geknueft. Selbst bei Links-Alternativen galt mensch als suspect, SektiererIn und wurde in die Faschoecke gedraengt.
    Alle meine Freundinnen waren oder wurden vegan, mindestens aber ernaehrten sie sich vegetarisch. Das war quasi der Grundkonsens.
    Denn Ernaehrung und Lebensweise hat direkt was mit Bewusstsein -oder werden zu tun. Ich wuerde ja schliesslich auch nicht mit einer Frau eine Beziehung fuehren koennen, die rechtsradikale oder rassischtische Gedanken hegt.

    Einige treten auf Ameisen andere trampeln auf ihnen Herum. Das ist der feine Unterschied.
    Und trotzdem muss mensch sich als Veganer manachmal die Frage nach der Kompromissbereitschaft stellen.
    So z.B. wenns darum geht, im Tierheim Dosenfutter zu verkoestigen oder der Tochter der Freundin ihr geliebtes Fruehstuecksei in die Pfanne zu hauen oder Chicken Nuggets zu braten.
    Ich bin erstaunt, dass Veganismus mittlerweile so weit verbreitet ist, aber auch traurig, dass es 20 Jahre dafuer gedauert hat.
    Manche, die erst seit Kurzem vegan sind, reden hier so als ob sie schon immer vegan waren und vergessen, dass es noch gar nicht lange her ist, dass sie nach den Milchtueten gegriffen haben.
    Ich finde, es schoen, wenn sich die vegane Idee soweit durchgesetzt hat. Ich bin aber sehr skeptisch, ob das nicht nur wieder bei einer Modeerscheinung bleibt.

    Ich persoenlich kann mir nicht vorstellen mit einer Frau eine Beziehung einzugehen, die sich nicht mit den Verbrechen gegen die Tiere und Natur beschaeftigen will und das Leid bei ihrem Konsum einfach so ausgrenzt. So wie ich das taeglich bei Verwandten und im Kollegenkreis erlebe.
    Und trotzdem sollte mensch nicht anderen die Moeglichkeit ihrer Bewusstseinsentwicklung absprechen. Manchmal braucht es eben nur den richtigen Ausloeser.

    JedeR hat die Faehigkeit, sich bewusst fuer einen Lebensstil zu entscheiden. Wer aber trotz besseres Wissen ignorant lebt, der handelt fast schon kriminell. Und wer moechte schon mit Ignoranten zusammenleben.

    Leider ist es noch immer so, dass Verbrechen alltaeglich zur Tradtion gehoeren, so wie Krieg, Diffamierung von Minderheiten, Missbrauch und Vergewaltigung.
    Es ist und bleibt ein langer Weg.

    AntwortenLöschen
  18. Mein Freund ist Omni und, jetzt kommt's, ich koche für ihn Fleischgerichte. Die probier ich zwar nicht (ich schätze einfach die Gewürze ab, das klappt immer), aber es macht mir nichts aus, ihm seine geliebten Gehacktesklopse zu braten. Und selbst wenn es mich per se total vor Fleisch ekeln würde - ich würde ihn nie, nie, niemals dazu "zwingen" oder überreden wollen, kein Fleisch mehr zu essen oder zu ihm sagen "Ich will kein Fleisch im Haus haben!"

    Wenn ich von ihm Toleranz und Verständnis für meine Art der Ernährung verlange, kann ich ja schlecht ihm seine Ernährung madig machen oder gar verbieten.

    Natürlich wäre gerade das Kochen einfacher, wenn ich nicht zwei Gerichte parallel zubereiten müsste (er ist halt auch noch sehr schleckig was Gemüse angeht, da ist 99% für ihn "iiih"), und natürlich wäre es ganz nett, mit ihm über Veganismus usw diskutieren zu können, aber wir haben anderweitig sehr viele Gemeinsamkeiten und eine Menge Spaß zusammen - das lass ich mir nicht verderben durch Diskussionen und Reglemente zum Thema Ernährung.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Würdest du das Tier das er essen möchte auch für ihn totschlagen? Wenn nein, warum wenn du kein ethisches Problem damit hast? Passt das dann eventuell nicht ins Rollenbild?

      Löschen
    2. @Taruto ich dachte schon ich bin ein Alien! Mein Freund ist auch Omni und ich bin der Meinung, das ist ganz allein seine Entscheidung! Klar wäre manches einfacher für mich, wenn er auch vegan wäre, für ihn wäre das Leben aber auch deutlich unkomplizierter, wenn ich einfach wieder (wie die ersten 5 Jahre unserer Beziehung) alles essen würde...
      Ich glaube, diese misssionarische Alles-oder-Nichts Haltung macht vielen Leuten die vielleicht sogar Lust hätten, ab und zu vegan zu essen (und ja, ich finde das ist auch schon mal toll!) die vegane Lebensweise madig und sie beschäftigen sich dann eben gar nicht erst damit.
      Und ganz ehrlich: mein Freund riecht und schmeckt gut und von Milchprodukte-Geschmack hab ich noch nie was gehört...

      Löschen
  19. Alle, die hier berichten, wie sie mit leidenschaftlichen Fleischessern harmonisch zusammen leben, sollten sich einmal fragen, ob sie das auch noch tun wuerden, wenn der Freund ein Verlangen verspueren wuerde, Kinderpornos zu schauen, Toechter zu missbrauchen, Auslaenderinnen zu beschimpfen. Ihr werdet sagen, das ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied. Das sind doch Tiere - Ach ja, wirklich, macht die Zugehoerigkeit zu einer Gruppe den Unterschied?! Ich denke, manche Tiere haben mehr Einfuehlungsvermoegen und Grips im Kopf als so mancher Mensch. - Andererseits wuerden Vegetarinnen in der Mehrzahl wohl nie eine Suppe essen, aus der das Fleisch herausgefischt worden ist, oder von einem Teller, auf dem vorher Fleisch gelegen hat, ihren Tofuburger in der gleichen Pfanne braten, in der vorher ein Steak gegarrt worden ist. Aber sie knutschen mit Fleischessern. Wie lecker!? Erinnert mich irgendwie an Aschenbecher auslecken. - Vielen VegetarierInnen geht es doch nur um die eigene Gesundheit, bei denen ist der Schritt in Richtung Bewusstsein 'fuer alle fuehlenden Mitlebewesen auf diesem Planeten' gar nicht angekommen. - Was fuer ein Bullshit: Massentierhaltung, Fleischproduktion und Tierverwertung hat nichts mit Verstaendnis fuer eine Ernaehrungsform zu tun. Da hoert der Spass naemlich auf. Und mensch kann es nicht nur, sondern sollte es unbedingt madig machen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hm, es gibt zwischen intolerantem anstrengendem Omni und empathischem veganer aber auch noch andere oder?

      mein Partner isst nicht vegan, aber von anfang an war für ihn klar, dass wenn wir zusammen essen nur vegan gegessen wird, dass ich nichts unveganes einkaufe oder zubereite. Ohne, dass ich das jemals thematisieren musste. Mittlerweile hat er starke vegetarische Tendenzen, und trinkt seit 2 Jahren nur noch Sojamilch. Alles ohne viele langatmige Diskussionen, er hat bei manchen Themen nachgefragt (ohne dann endlos dagegen zu argumentieren).

      Zum letzten anonym: Allein durch ethischen Konsum (gibt es sowas überhaupt?) ändert sich die Welt nicht. Und selbst wenn es jetzt mal "nur" um den Konsum geht, reicht vegan noch lange,lange nicht. Da ist dann noch die Problematik mit der Kinderabeit und Ausbeutung, der Plastikverpackung, dem CO2, den Pestiziden, den Tierversuchen, dem Kapitalismus allgemein,.... jeder Mensch hat nur ein begrenztes Maß an ressourcen, die er einsetzen kann um die Welt ein klein bisschen besser zu machen. Der eine lebt vegan, der andere engagiert sich für anderes (Antirassismus, Antisexismus, sozialhilfe...), ich denke welche Themen jetzt wichtiger sind, muss jeder für sich entscheiden. Nicht für jeden ist der Übergang zum vegan sein einfach, und vielleicht kommt dann manchmal die Entscheidung seine Kraft anderswofür zu verwenden.

      Für mich ist es ein Unterschied, ob mensch in einer Gesellschaft mit Speziesismus und rape culture lebt, oder ob man selbst vergewaltigt. Die Mitschuld ist ganz klar da, aber kein Mensch (den ich kenne) kriegt es fertig von heute auf morgen ALLES in Frage zu stellen. Für mich zählt, dass irgendwo angefangen wird, und dann nicht mehr aufgehört wird sich zu engagieren und ungerechtigkeiten zu bekämpfen, an welchem Ende angefangen und aufgehört wird ist mir denke ich (lasse mich eines besseren belehren, falls wer da gute Argumente hat) egal. Um den Bogen zum eigentlichen Thema zu kriegen:
      Mir ist es wichtiger mein Partner hat ein Herz und setzt sich ein und respektiert mich, als ein bloßes "vegan" Label!

      Murxel

      Löschen
    2. Fleischverzehr mit kriminellen Handlungen ala Kindesmisbrauch vergleichen?! Geht es noch? Da wird doch jede Sachlichkeit verlassen.

      Es gibt ethische und moralische Grenzen. Menschen evolutionierten zu Allesfressern. Die Natur hat es eingerichtet, dass es Organismen gibt, die nur Plankton fressen - und das nicht aus 'ethischen' Gruenden. Die Natur, hat Fleisch- und Aasfresser als Gesundheitspolizei entwickelt. Das alles ist ethisch normal.

      Nicht normal ist Massentierhaltung. Und auch nicht normal ist Fleischverzehr mit Kindesmisbrauch zu vergleichen. Weia.

      Löschen
  20. Danke liebe Claudi für den tollen Post *freu*
    Viel Diskussionsstoff den du da bietest ;)
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass "der" Mister Perfekt (Vegan) schon bald vor der Türe steht :D
    Und ich muss sagen, in keinster Weise finde ich deine Ansprüche zu extrem, denn nur wer klare Ziele hat, kann diese auch erreichen! Je genauer formuliert, desto besser ;)
    Was für mich auch noch ein ganz entscheidender Punkt ist (zu den ganzen anderen Punkten), warum für mich nur noch ein Veganer in Frage kommt. Wenn ich irgendwann Nachwuchs plane, dann möchte ich diesem doch das beste Potential mitgeben. In meinen Augen besteht dieses nun mal nicht aus Tierleichen bzw. Tierproteinen, sondern aus Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln ;)
    Ich bin gespannt, ob das noch jemand so sieht bzw. darüber schon mal nachgedacht hat!!!
    In diesem Sinne, einen erholsamen Abend!
    Liebste Grüße,
    Miri

    AntwortenLöschen
  21. Zwischenmeldung: WOW!!!!!!!!!

    Mit so vielen, spannenenden Rückmeldungen hätte ich nie gerechnet. Dieser Blogeintrag sprengt ja alles was bisher war.
    Das freut mich!
    Bin gespannt auf weitere Kommentare, werde mich am Mittwoch zu Wort melden :-)

    Einstweilen liebe Grüße und Dankeschön,
    eure Claudi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das war doch klar Claudilein! ;) LG Sunny-Chick!

      Löschen
  22. Liebe claudi,
    Ich bin vegane Single Mama mit stolzem veganen Sohn und ich stimme in jedem Punkt mit dir überein. In jedem.
    Leider wohne ich in der österreichischen Provinz, da gibts gscheite Männer genau so selten wie vegane Restaurants, aber ich kann einfach keinen Kompromiss mehr eingehen in dieser Hinsicht!
    Und ja, liebe vegane Single Männer, ihr seid kostbares, rares Gut ;-)
    Dir und mir alles Gute fürs Suchen und Finden!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein Busserl in die österreichische Provinz.
      Das ist ja total toll!!!

      Und ich wünsch dir auch gutes Finden :)

      Liebe Grüße,
      die Claudi

      Löschen
  23. Ich würde mir auch einen veganen Freund wünschen, aber ich würde es nicht ausschließen mich in einen (sehr aufgeschlossenen) Allesesser zu verlieben.
    Ich bin nur so gar nicht auf der Gesundheits-Schiene und mein veganer Freund müsste gleichzeitig damit zurechtkommen dass ich zB rauche. Und besonders umweltbewusst bin ich auch nicht immer. Nicht leicht! :-)

    AntwortenLöschen
  24. fuer mich ist Veganismus mehr als nur eine spezielle Form der Diaet, es ist eine Weltanschauung. Ich fuehre ein veganes Leben, d.h. Vegan sein spielt sich in erster Linie im Kopf ab, beim Denken und Handeln, und nicht nur im Bauch, beim Essen. Die Ernaehrung ist doch nur die Konsequenz der Anschauung, dass Tiere keine Ressource sind, die - zu einer Ware degradiert - grossindustriell wie es beliebt ausgebeutet werden kann. Eine Vorliebe zu haben fuer etwas (Fleisch und Milch) kann doch nicht eine Rechfertigung sein fuer das ganze Unrecht und die Grausamkeit, die damit verbunden sind. Aber mir ist schon klar, dass bei vielen der Unterleib das Denken uebernimmt und das Hirn ausser Kraft setzt. Ich habe mehr Ansprueche an eine Beziehung, als dass ich "kriminelle" Vorlieben der Partnerin toleriere koennte. Wie oberflaechlich ist denn eine Beziehung, wenn es keine Uebereinstimmung im Denken und Handeln gibt. Sex sells, da wird vegan sein schnell mal zur Nebensache, so mein Eindruck. Vegan ernaehren ist nicht gleich vegan leben!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich finde es schon etwas frech, von dir zu behaupten, jeder veganmensch, der was mit einem nichtveganmensch hätte würde "dem Unterleib das denken überlassen"
      Tierausbeutung ist schlimm, man kommt aber in unserer Gesellschaft letzten Endes garnicht (oder besser nur mit immensem Aufwand) drumrum da irgendwie mit drin und mit schuld zu sein (Stichwort unvegane supermärkte, Deckungsbeitrag etc.). vegan zu leben ist da nur EINE Möglichkeit, es gibt aber auch andere (z.B.Demos, Infos, aktiver Tierschutz/Tierbefreiung, mopsen, containern, Solidarität mit veganmenschen...).
      ergo: nur weil man selbst nicht vegan is(s)t kann mensch ja doch ein Gewissen haben, aber eventuell andere Konsequenzen ziehen.
      vegan wird für MICH nicht zu Nebensache, nur weil ich andere Menschen nicht für etwas verurteile, was ich selbst erst lernen musste. Ich kann für meine Partnerschaft sprechen und beobachte, dass wir uns gegenseitig beeinflusst haben, wir haben uns gegenseitig für sehr viele Themen sensibilisiert, und unseren Aktionsradius erweitert.
      ich kann gut verstehen, wenn eine Partnerschaft unter veganen Menschen bevorzugt würde, es kann (muss aber nicht, ebenfalls eigene Erfahrung *seufz*) einiges einfacher machen. (Auch das "ekel" Argument kann ich verstehen, auch wenn es auf mich nicht zutrifft)

      du sagst "vegan ernaehren ist nicht gleich vegan leben" , damit hast du recht, aber dann öffne deinen Sichtkreis doch noch ein bisschen weiter, und sieh was es noch alles an Problemen auf der Welt gibt, vielleicht verstehst du dann, dass vegan nicht alles ist, um was es gehen kann und darf. Und dass die Welt ohne all die unveganen Menschen, die sich trotzdem nonstop für eine gerechtere Welt einsetzen, ziemlich mies wäre. Deiner verurteilenden Logik nach, sind "kriminelle Vorlieben" auch: wenn du nicht nur fair kaufst, du Plastikverpackungen/Palmöl....nutzt, du in dieser gesellschaft lebst und Steuern zahlst und/oder in irgendeiner Form von unserem System profitierst, das unter anderem durch so Sachen wie Waffenexporte und Ausweisung von Menschen aufrecht erhalten werden kann...und dadurch ja auch erst dein Konsum von tollen neuen veganen Produkten möglich wird.

      Murxel


      Löschen
  25. Neue Veganer braucht das Land! Kenne eigentlich verhältnismäßig viele vegane Männer und auch viele vegane Frauen. Kann aber gut nachvollziehen, dass das wohl nicht dem gesellschaftlichen Durchschnitt entspricht. Ich würde auch etwas mit einer toleranten Omnivorin haben, bin aber froh, dass meine Freundin und ich da relativ gleich ticken und zusammen auf den veganen Zug aufgesprungen sind. In einer länger andauernden Partnerschaft ist es schon wichtig den gleichen Ernährungsbackground zu haben.

    AntwortenLöschen
  26. Hallo Claudi,
    ich finde auch, Du solltest einen Nicht-Veganer nicht von vornherein als Mann ausschließen. Guck mal, Du bist doch auch nicht vegan zur Welt gekommen, oder?
    Ich selbst habe bis vor einem halben Jahr noch Fleisch gegessen. Dann habe ich den Film "Earthlings" gesehen und wurde von heute auf morgen zur Veganerin.
    Mein Mann hat das Ganze erstmal skeptisch und von "Weitem" betrachtet. Je mehr er aber von mir hörte und je mehr er sich auch selbst mit dem Thema befasste, desto "veganer" wurde auch er. Wir lernten immer mehr gemeinsam...
    Trotzdem isst er nach wie vor ab und zu Fleisch. Allerdings nur noch höchstens einmal die Woche und nur von Demeter. Und nicht bei uns zu Hause. ;-)
    Genau wie er einmal die Woche ein Ei von Demeter isst. Den Rest der Zeit isst er vegan.

    Er ist bestimmt nicht weniger mitfühlend als ich. Im Gegensatz zu mir achtet er z.B. viel mehr auf fairen Kakao und Kaffee, engagiert sich gegen Kinderarbeit und so weiter. Jeder hat halt so seine Baustellen.

    Ich denke, durch seine Art zu leben, bewirkt er mehr für die Tiere als jeder Vegetarier, der z.B. noch Käse bei Aldi kauft und nicht besonders auf Eier und so achtet.

    Also, sieh nicht alles schwarz oder weiß. Ich denke, worauf es wirklich ankommt, sind ähnliche Grundwerte und die Bereitschaft, von und miteinander zu lernen.

    Liebe Grüße
    Ina

    AntwortenLöschen
  27. Guten Abend allerseits,

    ich hab mir mal die, meiner Meinung nach, spannensten Punkte rauskopiert und gehe sie hier durch.

    Ja, ich habe 360 Grad geschrieben und meine das auch so - einmal KOMPLETT um sich selbst drehen = 360 Grad.
    :-)

    Männerwunsch wird schwierig? Nun, zum einen ist es kein Männerwunsch, denn ich habe keinen Männerwunsch, das steht ja auch dabei. Und Mr. Right muss garantiert nicht so leben wie ich, damit ich zufrieden bin.

    Es ist halt so: hätte ich geschrieben, ich will einen 1,80 Meter großen, braunhaarigen Mann mit blauen Augen, der einen Porsche fährt, Hunde liebt und ein Haus hat, dann wäre das was anderes.

    Vegan leben ist für mich halt einfach mehr als vegan essen - da gehört (für mich!) eine komplette Einstellung dazu. Und zwar inkl. Waschmittel, Kosmetik, Kleidung, ...

    Somit ist mein "Wunsch" eben keiner, sonder eher eine Grundvoraussetzung.

    Natürlich ist es keine Garantie (die gibt es eh nie), aber das Grundgerüst stimmt einfach. Bzw. wage ich zu bezweifeln, dass ich mich in einen Nicht-Veganer überhaupt verlieben könnte.

    Wie auch geschrieben wurde, ich hätte WIRKLICH schon ein Problem damit, jemanden zu küssen, der gerade Milch getrunken hat. Oder in ein Stück totes Tier gebissen hat.

    Sonst bin ich nämlich total offen und habe null Vorstellung wie Mr. Right aussehen oder sein sollte.
    Und ich finde das auch alles andere als "extrem" :-)

    <>

    Meine Oma hat ihren Kuchen natürlich essen dürfen, ich hab nicht mal was dazu gesagt. Noch immer bin ich (nach außen) eine der verträglichsten Veganerinnen überhaupt. Obwohl ich tagtäglich von Fleischsalat, Kalbsleberwurst, Leberkässemmel und Salamipizza umgeben bin und innerlich die Kotze kriege.

    <>
    Das finde ich voll schön :) Danke dafür!

    Etwas zu bewegen durch „bewusstes vorleben“, und offener sein, bzw. das als Chance sehen, zu missionieren wil ich eben nicht.
    Das mache ich hier schon und in vielen anderen Bereichen.
    Mit meinem Exfreund bin ich zusammen gekommen, als ich noch Vegetarierin war - und wäre nie auf die Idee gekommen, mich von ihm zu trennen, körperlich nicht mehr nahe zu kommen oder ähnlich, weil er Fleischesser ist.
    Aber: nun bin ich eben Single und die Feststellung ist eben die, dass als neuer Mann an meiner Seite, nur ein Veganer in Frage kommt. Natürlich ist es toll, von seinem Partner zu lernen, oder seinem Partner etwas beizubringen. Aber das kann man auch in veganen Bereichen bzw. weit darüber hinaus.

    <>
    Dito :-)

    <>
    -> Ich hätte gerne beides :-)

    Thema Nachwuchs:
    keine Ahnung ob ich Kinder will - was kommt, kommt - aaaaber: das is auch noch so ein Punkt. Wie oft hab ich mir anhören müssen "ja aber wenn du mal schwanger bist, dann isst du nicht mehr "so"?!?".
    BOAH HEY!!! So was (mit Schwiegertiger-in-Spe oder Freunden, oder Verwandten/Bekannten) umgeht man als veganes Paar zum Glück auch.

    Nein, ich bin nicht vegan zur Welt gekommen, aber schließe dennoch einen Nicht-Veganer aus. Siehe oben :-)

    Ich glaube einfahc, dass verlieben in einen nicht-Veganer ganz schön schwer ist für mich. Mittlerweile. Nein, ich weiß es!

    Romantisch bin ich übrigens nicht wirklich (das mal am Rande erwähnt)... Scheidungskind und noch dazu echt total beziehungsgeschädigt. Fast somit ein hoffnungsloser Fall :-) Und dennoch mit viel Spaß am Leben unterwegs!

    Ich Danke euch von Herzen für eure eigenen Erfahrungsberichte und Geschichten! Das macht hier wahnsinnig viel Spaß und ich bin gespannt, was noch folgt.

    So, das war ja nun fast ein eigener Blogeintrag an Kommentar-Text :-)

    xoxo & smoothie
    eure Claudi

    AntwortenLöschen
  28. Ich kann dich total gut verstehen. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: "Ich will nen veganen Aktivisten als Mann." ;).

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  29. Alohahe!
    Versteh mich nicht falsch, aber ist es nicht ein wenig kurz gedacht ein thema in den vordergrund zu heben und andere zu vernachlässigen?
    Ich mein der Vorteil einer veganen Partnerschaft ist klar, aber wenn der Rest nicht passt ist dies auch egal :)
    So zB leb ich schon 5 Jahre vegan, aber hauptsächlich aus ethisch moralischen Gründen. Mir wird weder schlecht wenn ich fleisch sehe noch es rieche. Sehr wohl aber wenn ich sehe wie es behandelt wird bevor es zur toten Materie wird.
    Ich würde auch nicht sagen, dass ich stinke. Sehr wohl aber nicht nach Rosenwasser oder Jasmin dufte... Wobei duften hat mein Chemie Lehrer immer gesagt, wenn wir meinen etwas stinkt...
    Somit dufte ich nicht, rieche aber auch nicht wie die douglas Parfümerie.
    Auch bin ich definitiv ein Fan von Bugern und co, wobei es auch wohl eher daran liegt, psychologisch gesehn, dass es ein gewisses Gefühl von normalität gibt, bei aktionen wie den VSD oder ähnlichen, einfach mal sich den ein oder anderen Bürger zu leisten...
    Ach ich palaver und palaver wieder und habe in einen kurzen moment der selbst ironie mal den letzten Eintrag von dir gelesen, denn ich muss gestehn:
    Ich habe sämtlich antworten außer der meinen, die sich zu dem Zeitpunkt noch in meinem, wie so mancher spaßeshalber sagt der mich kennt, wahnsinnigen Kopf steckte,übersprungen...
    Oh kennst du Kafka? ich kann sogar noch länger...e Sätze :D
    Ach wo war ich? Achja der letzte Eintrag...
    Jo ich bin 1,80m, blond/braune Haare besitze kein Haus aber eine Eigentumswohnung in der nähe von Bremen, wo ich allerdings nicht lebe und fahre Fahrrad. Kann da aber auchn Porsche zeichen drauf montieren... kenne da nen paar Jungs die mir sicher eins besorgen könnten.

    Klingeln schon die Hochzeitsglocken?
    Da habe ich leider keinen Schimmer...
    Bin auch Beziehungstechnisch ziemlich kaput, meine ex stellte sich als Borderlinerin vor und entpupte sich als Münchhausensyndrom...
    Keine Angst, ich habe sie weder wegen ihrer Macken gedated noch habe ich sie wärend unserer gemeinsamen, verstörend, tragischen, aber auch schönen Zeit analysiert.
    Warum schreibe ich soviel? Ich glaube ich sollte aufhören abends Kaffee zu trinken, dabei schmeckt er mir nichtmal...
    Naja meine vierbeinige ungarische Prinzessin guckt mich gerade wieder ganz wehleidig an, ich glaub i'm going for a walk. O tal vez dos? je ne sais pas. Tempus fugit et Arrivederci! Hmmm nacher noch bissl Farsi lernen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und was war jetzt die Aussage deines Textes?

      Löschen
  30. "die totale Akzeptanz meiner Gedankengänge "

    ich glaub du bleibst allein! bzw wer will einen mann dem ALLES passt. das wäre ja dann ein "Muttersöhnchen". NEIN DANKE :)

    bussl, bumpty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Servus Bumpty,

      da hast du freilich recht :-)
      Und ich hab das auch auf die veganen bezogen. Weißt, was ich mein?

      Bussl zruck :-)
      die Claudi

      Löschen
  31. Interessanter Beitrag und interessante Kommentare. Zu meiner Situation: Seit 19 Jahren Vegetarier, seit einem Jahr vegan. Lebe seit 9 Jahren mit einer Allesesserin zusammen. Meine Ernährung natürlich vegan, Kleidung trage ich teilweise was ich noch habe (immer weniger gern) und kaufe nur noch tierbestandteilfrei.

    Ich gehe kurz auf die Punkte ein die mich beschäftigen auf dieser Seite:

    Beziehung. Ich hätte auch lieber wenn meine Freundin vegan wäre, es bewegt sich was aber wirklich große Schritte gibt es keine. Ich kann damit leben weil es andere Dinge gibt die uns verbinden. Falls ich mal vor einer neuen Beziehung stehe, würde es natürlich für Veganismus Sonderpunkte geben. Aber das Gesamtpaket muss stimmen.

    Was für mich nicht in Frage kommen würde ist mit einem Haustier zusammen zu leben. Gerade ein Hund ist das Paradebeispiel, was der Mensch über jahrhundertelangen Missbrauch aus einem Wildtier gemacht hat. Einen Hund zu halten hat nichts mit Tierliebe zu tun sondern ist - genauso wie immer schon - nur auf den Egoismus des Menschen zurückzuführen. Auch wenn man damit nur beweisen will, wie tierlieb man doch ist, beutet man genau in dem Moment das Tier aus. Hunde leiden einfach permanent am Stockholm Syndrom und der Mensch "meint es ja nur gut".
    Ich halte mir ja auch keinen Sklaven und sage: Ich bin ein Sklavenfreund. Ich schlage ihn nicht, bin lieb, kraule ihn, gebe ihm gesundes Essen (mit Vitaminen für die Zähne) und gehe täglich 2x mit ihm spazieren. Was für ein guter Mensch und Sklavenfreund ich doch bin!

    Thema "Kinderpornos" von Anonym. ich glaube eine Person, die selbst mal regelmässig mit Kinderpornos in Kontakt war, aber davon weggekommen ist, könnte vielleicht auch eine Beziehung mit jemandem eingehen, der noch dieses Problem/Krankheit/Störung (möchte jetzt keine Diskussion zur Einordnung) hat.
    Und so ist es auch mit dem Fleisch. Ich habe Fleisch gegessen, die Gründe dafür kennen wir ja (fast) alle. Ebenso kennen "wir" die Gründe warum wir damit aufgehört haben - die kennen unsere fleischessenden Freunde leider noch nicht. Aber man sollte sich in der Verurteilung zügeln.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo ET,

      und was ist mit Hunden aus dem Tierheim? Die, die wirklich ein Zuhause brauchen? Für mich käme auch nie ein Hund vom Züchter infrage, aber solch einem 'abgeschobenen' Hund würde ich schon gerne helfen.

      LG Federchen

      Löschen
    2. Hallo ihr zwei,

      Hund aus dem Tierheim geht meiner Meinung nach total in Ordnung.

      Und ich würde bestimmt nicht, eine Beziehung beenden, in der ein Partner vegan wird.

      Meine Aussage ist ja lediglich, dass ich nun, wo ich schon mal vegan bin, keinen nicht-Veganer an meiner Seite will :-)

      Liebe Grüße,
      die Claudi

      Löschen
  32. Lustig, da haben wir ziemlich viel gemeinsam. ;)
    Ich hab mich im April 2012 von meinem Ex getrennt, der der größte Fleischfresser der Welt ist. Aber das war eigentlich überhaupt nicht der Grund für die Trennung. Trotzdem erstaunlich, dass ich direkt danach Veganer geworden bin.
    Sagt ja schon was aus. Ich fand es einfach nur eklig, wie viel Fleisch der Typ zu sich nehmen konnte (täglich!).
    Deshalb würde ich mir jetzt auch einen Partner wünschen, der Veganer ist, aber wie Du, forciere ich das gar nicht... ich hab gerade gut zu tun mit der veganen Ernährung, meinem Blog, neue Leute (vor allem auch über den Veganismus!) kennenzulernen. Und ich glaube gar nicht, dass es sooo wenig vegane Männer gibt!!
    Auf der "veganfach" liefen jedenfalls nicht nur Frauen rum.
    ;)
    Kennst Du die "VeggieCommunity"? Da kannst Du sogar gezielt nach Veganern suchen und sie anquatschen:
    http://www.veggiecommunity.org/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir Luna,

      ich suche gar nicht aktiv... das bringt eh nix. Ich lass mich lieber finden :-)

      Liebe Grüße und von Herzen alles gut und einen tollen Veganer für dich, auch, wenn du es nicht forcierst :-) Sche wär's scho, gell?

      Liebe Grüße,
      die Claudi

      Löschen
    2. Ja, siehste, mein' ich doch! ;) Dann wünsch' ich uns beiden einfach Glück! :)

      Löschen
  33. Ich bin erst halb Veganer (also mein Magen ist Veganer) und ich bin eigentlich enttäuscht von einer Beziehung die hauptsächlich auf ethnischen Werten bestand mit meiner ehemals veganen Mitbewohnerin. Das Kosmos der ethnischen Weiterentwicklung ist stetig ausdehnend, während Menschen die sich ihren Trieben/negativen Neigungen hingeben meistens immer wieder an denn selben Dingen festhalten. Ich hoffe ich kann das verdeutlichen, für mich beutete es ziemlich viel in einer liebevollen Beziehung zu sein, aber Liebe heißt auch Verständnis und das war nicht gegeben in der letzten Bez., Vor allem wenn beide sich ständig Verbesserungen aufschwatzen. Wie es nun mal so ist Verständnis, Hingabe und Vertrauen für mich das wichtigste in einer Bez. aber ich habe meine Essgewohnheiten auch mehr aus indischen Wurzelt als aus Ablehnung unser System.

    AntwortenLöschen
  34. Naja, kaum jemand kommt vegan auf die Welt. Die meisten, oder zumindest vor ein paar Jahren, als es noch nicht so präsent war, wurden durch andere inspiriert Veganer zu werden oder sich damit zu beschäftigen. Und diese Chance sollten eben alle haben. Deshalb würde ich nicht grundsätzlich verneinen, auch wenn es leichter ist, gleich mit einem Veganer zusammen zu sein. Wichtig ist mir jemand, der ethische Grundlagen und Einfühlungsvermögen hat, und der wird dann zumindest vegetarisch. Man muss ja auch nicht von heut auf morgen zusammen kommen, und da merkt man schon ob was ankommt beim anderen. Allerdings kenne ich, inkl. mir und inkl. meines Ex, der Vegetarier durch mich wurde, einige Leute die erst ablehnen reagieren, obwohl sie einen großen Gerechtigkeitssinn haben. Aber damals war das alles noch nicht so verbreitet, heut kommt man immer weniger um das Thema rum, das ist sicher nochmal was anderes.

    AntwortenLöschen
  35. Hmm... Ich glaube, das wird schwierig. Ich finde auch, das klingt alles schon etwas ... extrem. Schon für sich selbst sollte man aufpassen, dass man sich in eine Sache nicht zu sehr hineinsteigert. Sei mir nicht böse... Ich lebe selbst seit 5 Jahren vegan. Aber für mich klingt das alles irgendwie nach jemandem, der einer Sekte beigetreten ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Steffi,

      da bin ich dir garantiert nicht böse.
      Allerdings weder eine Sekte beigetreten, noch extrem.

      :-)

      Herzliche Grüße,
      die Claudi

      Löschen
    2. Da bin ich beruhigt. ;-) Leicht wird das trotzdem nicht. Ich würde dir gerne helfen, aber privat kenne ich auch nur Veganerinnen. ;-) Trotzdem viel Glück!

      Löschen
    3. Dankeschön, lieb von dir.
      Aber ich such ja gar nicht...
      Ich lass mich wenn dann lieber finden :-)

      Löschen
  36. Liebe Claudi,

    Huuuuch, diesen Beitrag sehe ich ja erst jetzt. Uiuiui, da muss ich doch gleich mal ein bisschen mitbrabbeln, auch wenn es schon länger her ist, dass du den Text verfasst hast. :)
    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare komplett durchgelesen, sondern mich nur auf deinen Beitrag konzentriert.
    Ich habe das "Glück", dass ich meinen Freund (bzw. jetzt Verlobten *hust* :D) kennen lernte als wir beide noch Fleisch gegessen haben. So kam es, dass wir uns gemeinsam entwickelten und uns gemeinsam mit dem Thema Veganismus beschäftigten.
    Allerdings muss ich sagen, dass es für uns nie, aber wirklich NIE ein Thema war. Damit meine ich nicht, dass wir nie darüber gesprochen haben, sondern, dass wir uns nie darüber gestritten haben. Wir mussten keine Kompromisse eingehen, bestimmte Regeln ausmachen oder sonst irgendwas, wir wussten einfach beide direkt wie wir gemeinsam damit umgehen wollten. Für mich ist das ein weiterer Beweis wie gut unsere Beziehung ist.

    Und bevor ich jetzt komplett ins Schwärmen gerate, erst mal weiter im Text. ;)
    Ich habe auch schon überlegt, was wäre wenn ich noch mal komplett "neu" anfangen müsste. Was wäre, wenn ich meinen Verlobten nicht hätte und eine neue Beziehung beginnen wollen würde...
    Mir fällt das die Vorstellung total schwer (ich hoffe ja, dass es niemals mehr passieren wird ;)), aber wenn ich es doch versuche bin ich mir unsicher.
    Gefühle kann man irgendwie so schlecht beeinflussen und auch wenn ich vom Kopf her weiß, dass es "praktischer" und bestimmt wesentlich einfacher wäre einen veganen Partner zu haben, wüsste ich nicht ob ich nicht einfach auf mein Herz hören und alles auf mich zukommen lassen würde.
    Man hat natürlich bestimmte Ansprüche und ich denke auch nicht, dass man sich in jemanden verlieben könnte, der einem direkt einen dummen Kommentar an den Kopf haut, wenn man sagt, dass man vegan lebt. Allerdings könnte man sich bestimmt in jemanden verlieben, der offen ist und interessiert nachfragt obwohl er selbst nicht vegan lebt. Nicht alle Fleischesser sind ja gehirnlose und gefühlskalte Idioten um's jetzt mal etwas überspitzt auszudrücken. :D

    Ich habe mit meinem Verlobten auch nicht die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist gemeinsame Aktivitäten zu finden oder, dass man sich nicht mehr unterhalten kann. Ich finde auch, wenn ich ehrlich bin, nicht, dass ich mich sooo stark verändert habe. Ich hatte meine Einstellung ja eigentlich schon immer und wusste bloß nicht wie ich es "ausdrücken" kann, bis ich las, dass vegan leben eine Möglichkeit ist.
    Der Veganismus ist ein Teil von mir, ein sehr wichtiger Teil, aber es gibt noch anderes, das mich aus macht.

    Aber letztendlich muss man Prioritäten setzen und jeder sollte natürlich für sich selbst entscheiden wie und mit wem er leben möchte. Ich drücke dir gaaanz doll die Däumchen, dass dich dein veganer Traumprinz bald findet. :)

    Liebe Grüße,
    Linda

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Linda für deine Meinung- ich weiß genau, was du meinst :-)
      Herzliche Grüße an dich und deinen Verlobten,
      die Claudi

      Löschen
  37. Zum Thema habe ich in einem Vegetarierforum folgenden schönen Text gefunden:

    "Das Szenarium: Jemand wird in einer Beziehung, in der beide Partner bisher Fleisch gegessen haben, nach und nach oder gar plötzlich von heute auf morgen zum Veggie. Was tun? Die Frage kann jetzt nicht einfach lauten, ob dieser Veggie weiterhin mit dem fleischessenden Lebenspartner zusammen bleiben darf oder nicht, denn so eine "Spezialbeziehung" ist in unserem Land nicht verboten. Andere Veggies dürfen sich darüber zwar eine Meinung bilden, sollten aber vorher erst einmal abklären, aus welchen Gründen dieser Mensch überhaupt zum Veggie geworden ist. Wurde dieser Mensch aus gesundheitlichen Gründen zum Veggie, hat er sich aus Umweltschutzgründen dem Vegetarismus zugewandt, hat ihn ein persönlicher Ekel zur Fleischentsagung gedrängt oder eher die Erkenntnis, dass ein Tier genauso gerne leben möchte wie er selbst. Probleme wird es wohl irgendwie bei allen Varianten geben. Der Gesundheitsveggie streitet sich vielleicht über die ideale Ernährung des gemeinsamen Kindes, der Umweltveggie sieht den eigenen Lebenspartner plötzlich mitschuldig am unnötigen Raubbau der Natur, und der Ekelveggie könnte womöglich seinen eigenen Ekel vor dem Fleisch auf seinen eigenen Partner projizieren. Mich interessiert aber momentan nur das Verhalten von den Veggies, die für sich zur Erkenntnis gekommen sind, dass kein Mensch in unserem Land das Recht hat, ein Tier seines Fleisches willen zu töten.

    Ich frage nun nicht, ob dieser Veggie mit einem fleischessenden Partner zusammen sein darf, sondern ich frage, wie er es überhaupt schafft, einen fleischessenden Lebenspartner weiterhin an seiner Seite zu haben. Selbst völlig davon überzeugt, dass die Verwertung eines Schweines zu einem Schnitzel eine zum Himmel stinkende Untat darstellt - neben sich einen Partner, dem das offensichtlich vollkommen am Arsch vorbei geht. Eine äußerst delikate, aber keinesfalls einmalige Konstellation, denn das Leben hat an Problemfeldern so einiges zu bieten. Mir fällt dazu z.B. folgende Geschichte ein:

    Johanna, eine Frau um die 50, seit langer Zeit mit dem gleichen Partner liiert, vielleicht sogar mit gemeinsamen Kindern, führt eine für sie mehr oder weniger glückliche Beziehung. Die Rollen beider sind klar abgesteckt und entsprechen gänzlich dem Bild, was man so vor seinen Augen hat, wenn man sich eine Beziehung vorstellt, in der das Wort Gleichberechtigung ein Fremdwort zu sein scheint. Plötzlich fällt Johanna ein Buch in die Hände, in dem emanzipierte Geschlechtsgenossinnen über ihr Leben schreiben und davon berichten, wie sehr ein selbstbestimmtes Dasein schön sein kann. Johanna wird neugierig, besorgt sich weitere Literatur und kommt ins Grübeln. Denkt immer intensiver über sich und die Beziehung zu ihrem Mann nach. Und mit jedem neuen Buch wird ihr immer deutlicher bewusst, wie sehr sie doch die ganzen Jahre von ihrem eigenen Mann als Person für nicht voll genommen wurde, ja von ihm sogar erniedrigt und ausgebeutet wurde. Lange Gespräche mit dem eigenen Mann verlaufen fruchtlos, denn er selbst will von dem ganzen emanzipatorischen Gequatsche am besten nichts hören und eigentlich nur eines wirklich: die Beziehung einfach so wie gewohnt weiterleben. - Vier Wochen später zieht Johanna daraus ihre Konsequenzen und verlässt ihren Mann. Einfach so!"

    AntwortenLöschen
  38. "Johanna ist natürlich nur eine Fiktion, taugt aber als gutes Beispiel, um das
    sonderbare Verhalten einiger Veggies zu verdeutlichen, die weiterhin an ihrem Partner festhalten, obwohl dieser sich völlig konträr gegenüber den eigenen moralischen Werten verhält. Im Gegensatz zu Johanna, die letztendlich zu der Erkenntnis gekommen ist, dass sie mit einem Mann, der eine Frau nicht als gleichwertiges Wesen akzeptiert, nicht nur nicht mehr zusammenleben will, sondern nicht mehr zusammenleben kann, versuchen einige Veggies immer noch stets das Gute in ihrem Gegenüber zu sehen. Warum tun sie das?

    Je länger ich über das Verhalten einiger Veggies nachdenke, umso mehr wächst in mir der Verdacht, dass das Festhalten am omnivoren Partner womöglich einen ganz simplen Grund haben könnte. Wir reden hier ja immer noch über Veggies, die ihr Veggietum nicht als reine Ernährungsform abtun, sondern der Ansicht sind, dass man ein Tier seines Fleisches willen nicht töten darf. Meines Wissens gibt es außer dem Gebot "Du sollst nicht töten" keine höhere Regel, der man sich als moralisches Wesen zu unterwerfen hat. Und wenn unser lieber Veggie in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen einem Menschen und einem Tier macht, warum wird dann der Regelverstoß des eigenen Partners nicht entsprechend sanktioniert? Wie oft durfte man in diesem Forum hier schon Sätze lesen, die den Fleischkonsum des eigenen Partner zu relativieren versuchten. Da ist dann schnell von anderen Qualitäten die Rede, die der eigene Partner doch auch schließlich besitzt: Er ist doch sonst ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch, hört mir bei meinen Problemen zu, teilt meine Interessen... und so weiter und so fort. Doch reicht das wirklich aus, um ein Gebot wie "Du sollst nicht töten" übertönen zu können? Eigentlich sehr schwer vorzustellen, wenn, ja wenn es da nicht eine weitverbreitete menschliche Eigenschaft geben würde: der Egoismus."

    AntwortenLöschen
  39. "Jeder Mensch ist auf seine Weise ein Egoist, der eine mehr und der andere weniger. Warum sollte ein ethisch motivierter Veggie also nicht aus rein egoistischen Gründen dazu verleitet werden können, die Tierverachtung des eigenen Partners für sich ein wenig passender zu biegen. Ein neuer Lebenspartner ist schließlich nicht mal so eben herbeigezaubert, mitunter spielt sogar die Angst mit, ob man überhaupt noch mal einen Partner finden wird. Wie lange braucht man eigentlich, um absehen zu können, ob der eigene Partner vielleicht doch noch umzupolen ist? Eine Frau wie Johanna brauchte keine Ewigkeit dazu, um herauszufinden, ob ihr Mann jemals dazu
    imstande sein würde, einer Frau auch auf gleichberechtigter Ebene zu begegnen. Unendlich Zeit dafür stand ihr allerdings auch nicht zur Verfügung, denn im Vergleich zu unserem hypertoleranten Veggie ist es Johanna selbst, die unter diesem unmenschlichen Frauenbild zu leiden hatte. Ein Druck, den unser mit einem Fleischesser liierter Veggie so gar nicht spürt.

    Meine These mit dem Egoismus würde so manches sonderbare Verhalten vieler Veggies erklären. Und würde sogar einen Grund dafür liefern, warum viele Veggies halt nicht die Achtung vor dem eigenen fleischessenden Partner verlieren, obwohl dieser mit seinem Verhalten und seiner persönlichen Sicht auf die Tiere doch eigentlich allen Grund dazu bietet. Nach meiner These handeln sie aus einem ganz einfachen Grund: Selbstschutz. Sie schützen sich selbst, indem sie ihren eigenen Lebenspartner besser darstehen lassen als er es eigentlich verdient hätte. Die eigentliche Tat wird in den den Hintergrund gedrängt.

    Ob Egoismus tatsächlich als Erklärung für manch sonderbares Verhalten von einigen Veggies herhalten kann, werden wir hier im Forum wohl nicht vollends klären können. Dazu bedürfte es nämlich Wahrhaftigkeit. Und zu der ist leider nicht jeder Mensch fähig. Es ist auch nicht jeder dazu bereit, vor hunderten mehr oder weniger fremden Menschen eine persönliche Schwäche preiszugeben. Und dafür hat jeder auch wohl vollstes Verständnis. Wofür ich allerdings kein Verständnis habe, ist, wenn man seine eigene Unwahrhaftigkeit hier im Forum dazu benutzt, Beziehungen zwischen Veggies und Fleischessern als normal, problemlos oder in einigen Fällen sogar als wünschenswert hinzustellen. Die Aussenwirkung könnte nämlich dazu führen, dass irgendwann ethisch motivierte Veggies glauben, sich dafür rechtfertigen zu müssen, wenn sie sich bewusst für einen nichtfleischessenden Lebenspartner entscheiden. Das müssen sie selbstverständlich nicht!

    Bleibt nur zu hoffen, dass in Zukunft immer weniger Veggies dazu bereit sind, für den eigenen fleischessenden Partner die moralische Krücke zu spielen."

    Mit besten Grüßen
    Cora

    AntwortenLöschen
  40. Ich bin beeindruckt von den ganzen verschiedenen Meinungen die sich hier ausbreiten und ich habe mir alle Beiträge durchgelesen. Das beste ist, Beiträge wie der letzte von Cora haben mir tatsächlich weitergeholfen bei meinen letzten Zweifeln. Für mich bedeutet vegane Lebensweise, alles was ich tue zu überdenken und zu ändern was ich ändern kann, und es störte mich immer mehr das mein Omni Exfreund nicht mitgezogen hatte. Er verstand es alles, wir haben uns normal über das Thema unterhalten, er verstand das die Ausbeutung schrecklich ist, am Schluss stand dann für ihn fest: "Es ist mir egal". das war schonmal ein ziemlich blödes Gefühl. Er mag Tiere, seine Haustiere, was ich aber heuchlerisch finde, er sieht nicht ein das es sehr ungerecht und grausam ist, das die "Nutztiere" eben Pech gehabt haben und nicht als "Haustier" geboren worden sind. Er hat vegan gekocht, mich akzeptiert, ist ein ausgeglichener geduldiger, liebevoller Mensch, und da ist der Punkt, bei diesen vielen tollen Eigenschaften, warum geht es da nicht weiter? Warum stoppt das bei dem Bewusstsein, bei der Achtung der Lebewesen? Wie kann ich das auf Dauer akzeptieren, es stört doch gewaltig im Alltag, es saß mir immer im Hinterkopf. Ich frage mich wie die Leute hier im Forum, die das so locker sehen, damit umgehen, oder stört es euch überhaupt garnicht?
    Und da ich es nun trotz der Gefühle beendet habe, und mich doch oft fragte ob es richtig war, hat sich still und heimlich der Grundgedanke eingeschlichen, "kann ich auf Dauer jemanden lieben der wissentlich und aus Genuss Quälerein unterstützt?".
    Das mit dem Egoismus finde ich sehr interessant, und es stimmt, das immer ein unangenehmer Beigeschmack da war wenn man die eigenen starken Überzeugungen hatte, und die Person die man liebt, das totale Gegenteil auslebt. Ich habe es verdrängt, wohl auch aus den egoistischen Gründen, die Person nicht verlieren zu wollen obwohl ich wusste das es auf Dauer nicht funktioniert.
    Ich verstehe dich sehr gut, Claudi, ich denke, falls ich nciht wieder mit meinem Exfreund zusammen kommen sollte, wirds nur noch ein Veganer sein :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab heute meinen Sentimentalen... vor genau vier Jahren bin ich mit meinem Exfreund zusammen gekommen. Ich habe mal reflektiert und bin zu dem Entschluss gekommen, dass wir auch wenn ich keine Veganerin geworden wäre, mittlerweile bestimmt kein Paar mehr wären.
      Dennoch stimmt es mich irgendwie traurig - denn vor vier Jahren war ich überzeugt, dass wir perfekt sind füreinander...
      http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=mZp2oph4V8A&NR=1

      Lange Rede, kurzer Sinn - schön, dass du mich verstehst :-)

      Herzliche Grüße und gute Nacht,
      die Claudi

      Löschen
  41. Hier nur ein ganz kleiner Kommentar, auch aus Mchn
    Ohh Wunder, es schreibt ein vegan Mann. Auch ich finde- (weil ich eigentlich nicht suche) keine durchaus entschlossene vegan Freundin. klar es ist eine stille Sehnsucht vorhanden, jedoch tue ich nichts dafür eine Partnerin zu finden. Ev steht sie ja auf einmal vor der Türe und lasse mich überraschen also... das hab ich übrigens schon mal erlebt.
    ich traf mal eine sehr junge Frau... und sie ezählte mir was ihr Vater ihr auf den Weg gegeben hat:
    Suchst du einen Partner, welcher dich glücklich machen soll, dann heirate nicht. Hast du aber jmd gefunden, den du glücklich machen möchtest, dann heirate ihn.

    will sagen: ist es nicht entscheidend, aus welchem Motiv heraus ich jmd suche?

    Ja das gibt es, ich will keine "klassische" Beziehung, eher frei lassend freundschaftlich. Vermutlich stelle ich höhere Ansprüche, als ich sie selbst erfüllen kann. und zum Schluß:
    Übrigens...Gerne mache ich vegan- Tierechts Infostände. ist nicht leicht als Einzelkämpfer, denn ich möchte mich nicht von einem Verein vereinnahmen lassen.

    Tja das wars schon in Kürze...

    AntwortenLöschen
  42. Guten Abend Grinsefuchs,

    Danke für deinen Kommentar. Der Spruch ist sehr schön und treffend finde ich.

    Und wegen der Infostände: ich kenne in München nur Möglichkeiten mit Verein...

    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
    die Claudi

    AntwortenLöschen
  43. P.S.: Gefunden :-)
    http://claudigoesvegan.blogspot.de/2014/02/verlieben-in-der-veggiecommunity.html

    AntwortenLöschen
  44. Veganer Mann... das bin ich... München passt auch... ruf mich einfach an oder schreib eine SMS dann hast Du einen Veganer mit all den lecker Vorteilen, Date ausmachen und kennen lernen ohne die ganzen virtuellen Barrieren. 017661238205 ;) so einfach gehts. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anonym,

      vielen Dank - aber ich bin ja mittlerweile gut versorgt (http://claudigoesvegan.blogspot.de/2014/02/verlieben-in-der-veggiecommunity.html).

      Vielleicht stolpert jedoch eine spitzenmäßige Single-Veganerin hier drüber und meldet sich bei dir :-)

      Sonnengrüße,
      die Claudi

      Löschen
  45. ich denke GENAUSO,
    mir kommt keine Sie mehr unter die Decke, die nicht vegan lebt!
    Ekelhaft,
    nicht nur die Ausdünstungen/ der Geruch,
    alleine das widert mich total an,
    sondern insbesondere der Mangel an Mitgefühl und Empathie stoßen mich ab,
    klar ist Vielfalt schön und sie ergänzt ihn,
    dennoch gibt es Grenzen der Differenz,
    ich würde auch niemals Liebe für eine Sie entwickeln können,
    die anderweitig gewalttätig ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Gérald,

      Danke für deinen Kommentar. Ich hab meine Meinung mittlerweile ein bisserl geändert. Wenn du magst schau mal hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2016/02/wie-date-ich-eine-veganerin.html

      Sonnengrüße nach Berlin,
      Claudi

      Löschen