Sonntag, 12. Mai 2013

Muttertag vegan

Meine Mama findet Muttertag genau so doof wie ich. Wir sehen uns ja sowieso fast täglich und sind beide der Meinung, dass wir auf diese Art und Weise viel mehr voneinander haben, als EINEN Tag zu feiern.

Dennoch machen wir jedes Jahr irgendwas Besonderes (heuer war das ein "Mutterabend" am Freitag :-). Und schon zum dritten Mal habe ich ihr die Jahres-Patenschaft für Rosalie vom Hof Butenland geschenkt.

Ich hab mir ein Gericht überlegt, in dem Mamas drei Lieblings-Lebensmittel vorkommen. 


Rote Beete (bereits gegart gekauft - gibt's im Dreierpack im Biomarkt) einfach nur in Würfel schneiden.
Austernpilze mit Oregano und Pfeffer würzen - anbraten und Cashews dazugeben.
Wenn das warm ist ein bisschen Reissirup drüber geben.
Mama hat's geschmeckt :-)

Pappsatt haben wir dann gemeinsam MORE THAN HONEY geschaut. Den wollten wir im Kino schon sehen - haben es aber nicht auf die Reihe bekommen.


Wisst ihr - bisher habe ich auf die Frage "Ja und du isst auch keinen Honig?!?" immer beantwortet mit: "Nun... hm... durch meine Fructoseintoleranz die 2007 diagnostiziert wurde... nun ja... habe ich eh keinen Honig mehr gegessen... Aber... naja... also jetzt werde ich auf jeden Fall nicht damit anfangen..."

Relativ unsicher und ungewiss und ohne mir bis dato groß Gedanken gemacht zu haben.

Nach den 1 1/2 Stunden gestern hat sich das nun geändert. Wir stellten uns die Frage:
"Was zur Hölle will der Mensch eigentlich noch alles bestimmen, regieren, kaputt machen?!?".

Da sieht man Bienennester die ausgeräuchert, Königinnen die erdrückt, Arbeiterinnen die mit Pestiziden besprüht sowie Bienenvölker die mit Zuckerwasser und Antibiotika gefüttert werden - nur, damit der Mensch sich leistungsstarke Bienen züchtet und sich deren Honig berauben kann.

In China werden Obstbäume von Menschenhand bestäubt und in USA fahren ganze Trucks voller Bienenvölker durchs Land und werden zwangsumgesiedelt - wenn sie den heil ankommen.

Es ist einfach nur - erschreckend! Dennoch ist der Film unbedingt sehenswert, absolut zu empfehlen und stimmt einen sehr nachdenklich.

Hier noch der Trailer - die Aufnahmen sind wirklich der pure Wahnsinn!



Ich wünsche allen Mamas einen schönen Muttertag heute.


(Foto: Animals United via Facebook)
xoxo & smoothie
Claudi

P.S.: Warum Berlin so toll ist, könnt ihr nachlesen ("Claudi goes Berlin") und auch anschauen (rrb - "Wir essen nur Pflanzen") :-)

Kommentare:

  1. Hallo Claudi,
    falls wir keine Hausschweine mehr halten würden, wäre es nicht weiter schlimm, aber wenn es keine Imker mehr gibt, haben wir Probleme mit der Bestäubung und somit hat es Folgen für die Ernährung der Menschen. Wir haben Bienen und wir verwenden keine Antibiotika, Pestizide, Bienen bekommen Honig als Winterfutter wieder zurück und wir achten sehr auf unsere Bienen. Bitte nicht die profitgierige ausbeuterische Massentierhaltungsimkerei in einen Topf werfen mit unzähligen kleinen Hobbyimkern, denen man durchaus mit Kauf von Honig als Anerkennung ihrer Arbeit und ihrer Unkosten die Weiterarbeit ermöglichen kann. Zudem ist Honig ein sehr wertvolles Lebensmittel.
    Mein Vorschlag ist, dass gerade tierliebende Menschen sich Bienen halten, zum einen für die so wichtige Bestäubung und zum anderen um den Bienen ein bienengerechtes Leben zu ermöglichen.

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    1. Hallo Anonym,
      ich finde es ganz toll was du geschrieben hast.
      Ehrlich!

      Aber: welchen Anteil macht denn eine solche verantwortungsvolle Hobbyimkerei auf dem deutschen Markt aus? Die meisten kaufen im Supermarkt oder gar beim Discounter ein. Sogar Biohonig ist oftmals aus diversen Südamerikanischen Ländern zusammengepampft.

      Ich denke das ist wie beim Fleisch aus der Massentierhaltung. Dort ist auch lediglich 1% aus Biobetrieben. Und bekanntlich treffen die sich am Schlachthof wieder....

      Dein Vorschlag ist ein sehr schöner - aber wer setzt ihn denn so um? AUf jeden Fall KEINER von denen, die im Film vorkommen... leider!

      Viele Grüße,
      die Claudi

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  2. Hallo Claudi,
    ich habe in erster Linie die Notwendigkeit der Bestäubung unserer Bäume, Sträucher und Pflanzen darstellen wollen. Was wäre die Alternative, wie in China von Menschenhand bestäubt oder speziell gentechnisch entwickelte Pflanzen, die keine Bienen mehr brauchen?
    Für die Bestäubungsleistung sind viele kleine Hobbyimker besser, weil sie flächendeckender aufgestellt sind. Das was du über den Honig schreibst, ist richtig, die Verbraucher müssten direkt vom Imker (auf bienenfreundliche Betriebsweise achten) kaufen.

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