Sonntag, 20. Oktober 2013

Schmerzmittel

Hallo du,

heute mal nur ein kurzer Text und ich hoffe auf GANZ viel Kommentare und Meinungen zu diesem Thema. Denn eigentlich will ich es nur anschubbsen.

Schon oft hab ich erklärt, dass ein riesiger Unterschied zwischen vegetarisch essen und vegan leben besteht. Das komplette Sein wird umgekrempelt.
Und ich finde schon, dass ich recht vegan bin. 100% halte ich für unmöglich (ich fahre beispielsweise Auto und trage noch immer Lederschuhe auf) und Prozentangaben find ich seit meiner Rohkostzeit eh total ... aber ich denk du weißt was ich sagen will.

Jedenfalls war ich am Freitag an einem Punkt wo ich einfach nur noch Hilfe wollte und ich hab in dem Moment nicht mal an Tierversuche und Inhaltsstoffe nachgedacht.

Beim Arzt wurde mir Schmerzmittel gegen einen steifen Arm gespritzt. Den konnte ich seit Tagen (!) nur noch unter ganz argen Schmerzen bewegen. Vor der Fahrt nach Stuttgart (Bericht folgt) und Wochenende wollte ich dann schnell noch Hilfe.

Na jedenfalls: hm..... Wie handhabst du das? Was hättest du in meinem Fall getan? Spritze rein und Schmerzen weg? Oder auf Hausmittelchen zurück greifen? Arnika nehme ich nun übrigens zur Unterstützung. Der Doc wollte mir noch Schmerztabletten mitgeben - das hab ich aber abgelehnt.

Dummerweise tut es, seit gestern beim Versuch einzuschlafen, so was von höllisch weh (mittlerweile vom Schulterblatt bis in die Finger!), dass ich morgen wieder zum Arzt watscheln und um einen Besuch beim Orthopäden wohl nicht herum kommen werde.

Ich freue mich auf alle Kommentare und Meinungen!!!

xoxo & smoothie
Claudi

Kommentare:

  1. hey ho, erstmal gute Besserung ;-)
    also ich selber muss sagen, wenn es so schlimm ist würde ich immer Schmerzmitteln nehmen. Was nützt es einem wenn man Schmerzen hat und dadurch noch mehr verkrampft? Die Dinger gibts ja nicht umsonst. Klar, alles muss man sich nicht reinschmeissen aber solang man es nur ab und zu nimmt und nicht täglich denke ich ist alles in Ordnung. Ich muss auch täglich Schilddrüsenhormone nehmen, da hab ich auch nicht hinterfragt was da drin ist und wenn ichs nicht nehm geht mir schlecht...davon hab ich dann ja auch nix.

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  2. Schmerzmittel und Medikamente allgemein sind ein schwieriges Thema. Glücklicherweise bin ich sehr gesund, von einer heftigen Erkältung ca. 1x pro Jahr, maximal 2x mal abgesehen. Dann gibts bei mir auch nur Hausmittel (viel Tee, schlafen, Ruhe etc.).

    1x im Monat leide ich leider unter starken Unterleibsschmerzen. Bisher habe ich immer 3-4 ganz normale Schmerztabletten genommen. Nicht konsequent, ich weiß, aber die Alternative wäre gewesen, mindestens einen Tag im Bett und nicht auf der Arbeit zu sein. Meine Frauenarztin hat mir jetzt etwas Pflanzliches gegeben, wo leider auch Lactose (!) drin ist. Ich suche also nach weiteren Alternativen, fühle mich aber einen kleinen Schritt weiter, denn ich habe nur noch 1 normale Schmerztablette gebraucht. Noch nicht perfekt, aber wer ist das schon?

    Und jetzt bin ich auch auf die Kommenare deiner Leser gespannt Claudi - und hoffe natürlich, dass du bald keine Schmerzen mehr hast. Gute Besserung!

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  3. Hi Claudi, ich wünsche dir von Herzen gute Besserung!
    Ich nehme keine Schmerzmittel, auch, weil sie nicht vegan ind, hauptsächlich aber, weil ich es den falschen Ansatz finde: Schmerzen sind Signale des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Würdest du einem schreienden Kind eine Socke in den Mund stecken, damit der Lärm aufhört? Eben.
    Dabei weiss ich durchaus, wovon ich rede. Gerade in den Schwangerschaften hatte ich oft so schlimme Rückenschmerzen, weil mir ein Nerv eingeklemmt war durch das Baby, dass ich nicht mehr vor und nicht zurück kam.
    Vom Orthopäden kann ich nur abraten. Wie überhaupt von Schulmedizinern. Mir hat Frau Dr. Shibata aus Köln sehr geholfen (http://www.cranachzentrum.de/praxen/tradchinmed.php) mit Akupunktur und Schröpfen. Vielleicht weiss sie jemanden in Muc?
    Ansonsten gibt es noch Osteopathen, hab ich aber jetzt nicht sooo tolle Erfahrungen mit gemacht. Das Schröpfen jedoch war wie eine Offenbarung. Ich konnte nur noch kriechen - und nach 2 Behandlungen war ich top fit. Magic ;-)
    Woher kommen die Schmerzen denn? WIe gesagt: Für mich kommt Schulmedizin nur in Frage, wenn ich einen Unfall hätte, und wieder zusammengeflickt werden müsste. Bei allen anderen Leiden finde ich es wichtig, die Ursache zu finden und dann an und mit diesen zu arbeiten.
    Alles Liebe von Nina

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  4. Ich kann Dir die traditionelle chinesische Medizin empfehlen. Da wird ganzheitlich geguckt wo es herkommt etc. und dann mit Kräutern, Akupunktur, Druckpunkten, Bewegungstherapie, Ernährung ganzheitlich geholfen. Ich finde es super hilfreich! Gute Besserung, liebe Claudia!

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  5. Danke für eure lieben Genesungswünsche!

    Sitzen ist komischerweise die angenehmste Haltung.

    Mein Plan für morgen ist nun der:
    Hausarzt für Überweisung.
    Orthopäde zum Check aber nix spritzen oder machen lassen.
    Und dann: praxis-saalfeld.jimdo.com/

    Ich werde berichten :-)

    Liebe Grüße und schönen Sonntag noch,
    die Claudi

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    1. Habe mir gerade die Seite angeschaut. Klingt super! Kennst du sie, oder zufällig gefunden? Ich drücke dir so fest die Daumen!!
      Alles Liebe von Nina

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    2. Danke Nina :-)
      Find ich auch! War eine Empfehlung von Surdham, der ich nach kurzer Überlegung dann gleich nachgegangen bin.

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  6. Ich bezweifle ja, dass mitllerweile noch Tierversuche für langbewährte Schmerzmittel gemacht werden. Das Unterstützen von Pharmaunternehmen ist da noch mla ein gnaz andres Ding.
    Aber ganz ehrlich? Wenn bei mir Naturheilverfahren nicht helfen (bzw. kann ich mir zB den Besuch eines Heilpraktikers/einer Heilpraktikerin schlicht nicht leisten) nehm ich sehr wohl Schulmedizin in Anspruch (übrigens ist so einiges, beispielsweise bei der Homöopathie ganz und gar nicht vegan!). Ich nehme wann immer es geht natürliche Mittel und fahre damit ganz gut, aber zB bei Mensschmerzen ist einmal im Monat ne Dolormin angesagt, warum auch nicht?
    Und im worst case Szenario, dh wenn ich schwer krank werden sollte ist es für mich überhaupt keine Frage auf alle nötigen Medikamente zu zugreifen, auch wenn es bei Therapien schwerer Erkrankungen ganz klar so ist, dass da mit Tierversuchen gearbeitet wird.
    Es muss nicht mal sooo tragisch werden, nach einem Biss von einem unbekannten Tier wird besipielsweise Aktivimpfstoff gespritzt, gnaz und gar nicht vegan!

    Ich wünsche eine Gute Besserung!

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  7. Ich kann Dir auch den Besuch bei einem Osteopathen empfehlen. Alle Ärzte/Orthopäden haben jahrelang an meinen Nackenschmerzen rumgedoktert - null Erfolg. Drei mal beim Osteopathen gewesen, alle Schmerzen wie weggeblasen.

    Wünsche Dir gute Besserung!!

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  8. Ganz ehrlich? Wenn es hart auf hart kommt denke auch ich nicht (mehr) darüber nach, wie vegan das nun ist, was mir hilft. Will heissen dass ich in meinem Krankenhausaufenthalt bei Babybels Geburt wohl so einiges unveganes in mich reingespritzt erhalten habe. Und dies ohne es zu hinterfragen. Wenn es etwas, wie soll ich sagen, längerfristiges ist und man dann erstmal auf das Mittel zugreift das hilft, danach aber wenn möglich vegane Alternativen sucht, ist das doch toll. Aber manchmal geht es einfach nicht anders. Ich seh das eher pragmatisch.

    Und hey: Gute Besserung!

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  9. Hi Claudi,

    für einen Notfall kann man schon mal zum Arzt gehen bzw. "Chemie" nehmen.

    Aber auf Lange Sicht (meine Meinung) muss die Ursache angegangen werden.

    Dein tauber Arm hat ja einen Grund, und dieser ist NICHT behoben...Man muss natürlich nicht aus jedem "weh wehchen" ein riesen Tam TAM machen und alles auf die Goldwaage legen, aber ICH würde mir genau überlegen was es sein kann! Meist weiß man es, man will es mitunter nicht wahrhaben;) Mir gehts bzw. ging es oft so...
    Manchmal sind es nicht nur körperliche Gründe, sondern "andere". Rüdiger Dahlke sei hier kurz genannt..^^
    Viele Grüße und gute Genesung, Martin

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  10. Schnelldiagnose von Dr. veg. Frankenstein : Impingementsyndrom durch zuviel Arbeiten mit der Computermaus : http://www.schulterinfo.de/Info/schultererkrankungen/impingement.htm

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  11. Ich steckte mal in ner ähnlichen Situation, hatte allerdings Schmerzen im Rücken. Hab erst alles mögliche an Hausmitteln ausprobiert (Wärme, Bewegung, Kräuterumschläge pipapo) aber als alles nichts half, bin ich zum Arzt, Spritze rein und danach wurds besser - hab da auch viel drüber nachgedacht, aber letztlich hört "vegan" bei meiner eigenen Gesundheit, wenn wirklich nix anderes hilft, auf....leider gibt es im medizinischen Bereich wenig Alternativen :(

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  12. Ich bin der Meinung, dass Du als Veganerin sehr viel zur Verminderung des Tierleides unternimmst. Ich bin mir sicher, Du nimmst nicht bei jedem kleinen Wehwehchen gleich unvegane Tabletten dagegen.
    Wenn Du also große Schmerzen hast und Dein Leiden einfach nicht besser wird, nützt es niemandem, weder Dir noch sonst jemandem, wenn Du auf Schmerztabletten verzichtest.

    Du nimmst die Tabletten ja nicht zum Spaß, und wenn sie Dir bei Deiner Genesung helfen, kannst Du Dich auch wieder besser für Tiere einsetzen.

    Wünsch Dir gute Besserung !

    Liebe Grüße Martina

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  13. Das ist wirklich ein sehr schwieriges Thema.
    Letztes Jahr hatte ich eine kleine OP am Arm und habe sie komplett ohne Betäubung und ohne Schmerzmittel durchgestanden. Da war ich schon sehr stolz. Im Sommer jedoch litt ich 8 Wochen unter Schwangerschaftsübelkeit und hatte schon 4 Kilo abgenommen, da half wirklich gar nichts aus der Homöopathie und das verursachende Hormon darf man ja auch nicht unterdrücken, da es die Schwangerschaft erhält. Ich solle dann ein Medikament bekommen und habe dann nach den verschiedenen Darreichungsformen gefragt, denn man wollte mir Gelatinekapseln geben. Glücklicherweise gab es das Medikament auch als Saft ohne tierische Inhaltsstoffe.
    Trotzdem weiß ich, dass jedes (!) neue Medikament im Tierversuch getestet wird und auch wenn man z.B. sein Blut untersuchen lässt (was ja Veganern immer ans Herz gelegt wird, vor allem jetzt bei mir in der Schwangerschaft) werden in der Analytik tierische Proteine, Rinderblut oder Antikörper aus Tieren verwendet. Die Molekularbiologie kommt kaum noch ohne sowas aus.
    Man sollte zumindest versuchen den Bedarf an Medikamenten so gering wie möglich zu halten und erstmal Alternativen ausprobieren.
    viele Grüße, Eileen

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  14. Manchmal bekämpft man ja grade durch das Schmerzmittel die Ursache, da sich dadurch erstmal wieder die Muskulatur entspannen kann (die möglicherweise für die Schmerz die Ursache ist) und man es nicht durch Fehlhaltungen noch schlimmer macht. Ich dachte neulich auch die Rückenschmerzen (nach einem Sprung vom 10er Turm im Freibad) gehen von alleine Weg. Erst nach einer Woche bin ich zum Arzt, habe Schmerzmittel genommen und dann ist es weggegangen, weil ich mich nciht mehr so eingeschränkt bewegt habe und sich die Muskulatur entspannen konnte. Aber eine Dauerlösung dürfen Schmerzmittel natürlich nicht sein.
    Ich wünsche dir natürlich auch gute Besserung. Mach, was du für richtig hälst, aber mach es nicht noch schlimmer. Denn dann musst du am Ende vielleicht noch "schlimmere" Medikamente nehmen.

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  15. Guten Abend allerseits,

    Danke für all eure lieben Kommentare, Emails und Nachrichten!!!

    Ich hab eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter. Und bin ohne Spritze oder Schmerzmittel zur Osteopathin.

    Die ist ein Traum!!!

    Nun sitze ich wie neu und glücklICH mit Basenbadwickel auf der Schulter, Akupunkturnadeln auf der Stirn und Yogi Tea auf meiner Couch, schau die 1. SATC Staffel und werde ganz schnell wieder fit!

    Herzliche Grüße und noch einmal: DANKESCHÖN!
    Eure Claudi

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  16. " Nun sitze ich wie neu und glücklICH mit Basenbadwickel auf der Schulter, Akupunkturnadeln auf der Stirn und Yogi Tea auf meiner Couch, schau die 1. SATC Staffel und werde ganz schnell wieder fit! "

    Das glaubst du doch wohl selber nicht. Schleimbeutelentzündungen in der Schulter sind äußerst langwierige Erkrankungen, mit ein paar Monaten (minimum) musst du schon rechnen. Allerdings auch nur, wenn du den betreffenden Arm nicht mehr zum "Mausclicken" benutzt. Ich gehe mal davon aus, daß es dein "Mausarm" ist.

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    1. Der Orthopäde meinte ich bin am kommenden Montag vermutlich wieder hergestellt. Nachdem es Tag für Tag besser wird, gehe ich weiter davon aus.

      Und nein, es ist nicht der Mausarm.

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  17. Wie schon so oft hast Du ein heißes Thema angesprochen. Jeder / Jede muss im Endeffekt für sich selbst entscheiden, wie weit er / sie gehen will und kann.
    Zwei Sachen liegen mir jedoch dabei am Herzen: Zum einen sollten sich Veganer nicht gegenseitig Vorwürfe machen, wenn andere nicht ganz so konsequent sind wie sie. 95% Prozent Verzicht von tierischen Produkten ist eben doch schon 95% Prozent mehr als Otto Normalverbraucher und damit erstrebenswert und löblich.
    Zum anderen dürfen wir nicht vergessen, dass es auch noch andere und unter Umständen wirksamere Methoden als Verzicht gibt: Wir leben ja schließlich in einer Demokratie und können protestieren (und Unterschriften sammeln und Briefe schreiben etc.!!!).
    Also: Peace, liebe Mitveganer und Respekt für jeden, egal wie weit er oder sie gehen kann!
    Danke Claudi, für eine schöne Diskussion.

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    1. Dankeschön. Es freut mich, wenn du dich freust.

      Ein wunderbares Wochenende und herzliche Grüße,
      die Claudi

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