Montag, 23. Februar 2015

Drei Dinge die in meinem Leben nicht öko/vegan sind

Hallo du,

Butter bei die Fische. Hä? Gibt es den Spruch eigentlich in vegan? ;-)

Spaß bei Seite.

Immer und immer wieder stelle ich (vor allem in Facebook Gruppen) fest, dass der ein oder die andere gerne dazu neigen der "bessere Veganer" / die "bessere Veganerin" zu sein.

Kennst du das?


Beispiel: Alnatura Ketchup, der vom Inhalt her zwar vegan ist, dessen Etikett jedoch wohl nicht veganem Kleber angebracht wird.
Ich verwende eh keinen Ketchup (wenn ich Bock drauf hab mach ich mir den schnell selbst). Aber für mich ist das ein herrliches Beispiel dafür wie unterschiedlich Veganer*innen damit umgehen.

Oder: Ich mach mir in Restaurants den Salat lieber nur mit Öl, ohne Essig an. Weshalb? Essig wird oft (wie Säfte und Wein) mit Gelatine geklärt. Allerdings weiß ich von vielen Veganer*innen, dass sie auswärts nicht darauf achten.

Und weil dieses "höher, schneller, besser, weiter" mich manchmal ein bisserl ärgert will ich mich hier und heute mal "outen". Ich schildere dir drei Dinge (vielleicht gibt es sogar noch mehr?) aus meinem Alltag, die nicht "öko" und somit auch nicht "vegan" sind. 

1.) Auto

Ja, ich fahre Auto. Mein Arbeitsweg würde 3x Umsteigen erfordern und mich eine Stunde Zeit kosten. Mit dem Auto sind es 20 Minuten. Noch dazu zahle ich grad mal die Hälfte an Benzin, als das was der MVV verlangen würde. Bekloppt? Finde ich auch. Aber die Zeit die ich einspare kann ich in meinen Blog oder in (fast) tägliches yogieren investieren. Ich sag immer: Wenn die Preise des MVV mal so günstig sind, dass ich wesentlich besser wegkomme als per Auto, stelle ich mich gerne um. Aber doppelt so viel zahlen und drei Mal so lang brauchen? Nein, danke. Da passe ich.

2.) Laptop / Smartphone

Ich schreibe gerade an einem Notebook und alle Fotos hier auf diesem Blog sind mit meinem Apfeltelefon geschossen. Ja, finde ich auch bekloppt. Warum nichts dran ändern? Zum Laptop gibt es bis heute keine "bio" oder "fairtrade" Alternative. Lediglich Mäuse kann man dementsprechend erwerben. Da meine Plastik und nicht-fair Maus aber seit Jahren hält, lege ich mir keine neue zu. Smartphone? Klar, nicht toll. Und dann auch noch vom Apfelkonzern. Du kannst mir aber glauben: Ich habe mich sehr wohl mit dem Fairphone beschäftigt - und finde es leider auch nicht perfekt, sondern nur etwas besser. Dazu kommt dann die Bequemlichkeit in Sache iPod, synchronisieren und solchen Dingen.

3.) Gemüse aus dem Biomarkt

Ich hab ja schon oft kundgetan, dass ich ausschließlich im Biomarkt einkaufe. Wenn es dich interessiert: ich habe sogar mal eine Aufstellung gemacht, wie hoch die Kosten für einen Monat vegan im Biomarkt einkaufen sind. Sehr bewusst ist ich mir allerdings, dass es sich dabei nicht um "veganes Gemüse" handelt. "Hä?! Was soll denn das jetzt?" wirst du dich vielleicht fragen. Nun, es gibt leider nur eine relativ kleine Liste von biovegan wirtschaftenden Höfen. Die meisten verwenden nämlich tierischen Dünger.


Ein weiteres Übel, mein Wäschetrockner, ist mittlerweile kaputt gegangen.
Und (ja, ich lerne dazu): Ich hab mir einfach keinen Neuen mehr gekauft. Gut, gell? ;-)

Wie sieht es denn bei dir so aus? Gibt es Dinge die in deinem Leben nicht vegan oder nicht öko sind?

Ich freue mich auf Kommentare!

Sonnengrüße,
Claudi

Kommentare:

  1. Hi Claudi!

    Ich habe mir letztens nen Gemüseabo gemacht. Bei einem Demter-Hof. Die Richtlinien besagen, dass Dung als Dünger verwendet werden MUSS. Das ärgert mich zwar wirklich, aber ich denke, besser regional und saisonal als Veganer*in dort kaufen, als den ganz großen Ketten das Geld in den Rachen zu werfen. Zumal die es mir bis zur Tür liefern und ich somit Fahrten vermeide (falls ich mal nicht auf'm Arbeitsweg einkaufe).

    Ettiketten sind tatsächlich echt nen Problem, leider. Auch bei Büchern, wo Knochenleim oder Mineralölfarbe verwendet wird, muss man leider Abstriche machen.

    Ich finde - ganz subjektiv!!!! -, dass jede*r die Welt besser machen kann. Vegan, fair und bio leben so weit es praktikabel ist, ist ein gutes Statement. Die Vegan Society sagt ja selbst, dass es "praktikabel" sein soll. Wer mit der bahn fährt, hat Schwein in den Bremskltzen. Aber wie soll es denn sonst klappen. Wir haben nen Rahmen und in diesem bewegen wir uns :)

    Busserl :)
    Micha von tofUTOPIA

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  2. Guten Abend Micha,

    vielen Dank für deine Info wg. Demeter. Ich verstehe deine Gedanken sehr gut!

    Simmt, das mit den Büchern vergesse ich immer. Bin nämlich so ne "Ich will das Buch aber in der Hand halten und die Seiten umblättern und nicht auf ein elektronisches Gerät starren"-Leserin ;-)

    Sehr gut gefällt mir dein Gedankengang bzgl. dessen, dass jede*r die Welt besser machen kann. Du hast absolut recht!

    Sonnengrüße und einen schönen Tu-es-day Abend,
    die Claudi

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  3. Hallo Claudi, oh ja, dieses wer ist am vegansten nervt mich auch oft.
    Ich habe lange Zeit in Waldorfkindergärten gearbeitet, drei Jahre davon sogar auf einem Hofkindergarten. Und da haben wir viel mit Bienenwachs und Wolle garbeitet. Und ich finde filzen macht total viel Freude, regt die Sinne an etc. Zudem finde ich Wolle als Material 1000x besser als all diese synthetischen umweltbelasteten Kunstfasern. Natürlich nciht von australischen Schafen. Ich kaufe mir selber auch keine Wolle, habe aber noch viel Wolle von den Hofschafen und geschenkte Märchenwolle, die ich auch benutze.
    Ich fahre dafür kein Auto, esse schon seit 10 Jahren vegan etc.
    Jeder so gut wie er kann und jeder noch so kleinste Schritt verändert die Welt.
    Finde es toll, dass du das hier auf deinem Blog ansprichst.
    Liebe Grüße, Dani

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    1. Hallo Dani,

      danke für deine lieben Worte, deinen spannenden Kommentar und vor allem für deine Geschichte. Freut mich sehr. Und ich finde kleine Schritte auch total klasse übrigens <3

      Sonnengrüße und eine gute Nacht,
      die Claudi

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  4. Ich wurde gebeten diesen Kommentar zu veröffentlichen. Die Technik...


    iebe Claudi,

    gutes Thema!

    Auto
    Ja, auch ich fahre noch Auto. Hier auf dem Land ist es noch krasser als in der Stadt. Klar, es fährt ein Bus in die Stadt in der ich arbeite aber auch ich müsste mindestens 3 mal Umsteigen und diese Linie fährt nur 3 mal am Tag (morgens, mittags und am frühen abend). Ganz davon abgesehen das ich 3 mal so lang unterwegs währe.

    Haustier:
    Mein Hund ist kein Veganer und braucht leider 2 Medikamente die nicht vegan sind und an Tieren getestet wurden.
    Allerdings bin ich punkto Hundeernährung schon viele Schritte weiter gekommen und mein Wuff frisst gerne Karotten, Äpfel, Birnen etc. soblad ich einen Hochleistungsmixer habe werde ich langsam anfangen Futter selber zu mischen und wenn er es mag, gut verträgt werde ich wohl langsam umstellen.

    Ich denke das auch alles seine Zeit braucht. Wir leben leider in einer unveganen Welt und ich sehe es so wie Micha (Huhu ). Jeder Schritt und sei er auch noch so klein zählt!

    Ich bin noch mit Omnis befreundet, ihr werdet es nicht glauben aber ein Veganer fand das schon moralisch verwerflich.

    Die Klebergeschichten finde ich auch immer noch schwierig und unübersichtlich...

    Fragt ihr eigentlich immer bzgl. Brot und Pizzateigen nach?
    Hier auf dem Land ist es mir schon oft passiert das beides nicht vegan ist. Weder in Bäckereien noch in Restaurants (da wissen die oft gar nicht was in ihrem Essen drin ist).

    Bett:
    Mit der Wolle hadere ich in sofern, das meine Bettauflage aus Wolle ist (hatte ich schon bevor ich vegan wurde). Die Wolle stammt von den hiesigen Schafen und wurde auch hier zusammen genäht bzw. verarbeitet. Diese Auflage sollte man alle 5-10 Jahre wechseln. Noch habe ich keine vernünftige Alternative (eben ohne Plastik) gefunden. Bin weiter auf der Suche, hab da noch ein paar Jahre.
    Dafür hatte ich noch nie Daunenbettwäsche! Fand ich immer schon doof!

    Nobody is perfect. Was sich seit meinem vegan werden vor ca. 2 Jahren massiv verändert hat: ich gehe noch bewusster mit den "Wertgegenständen" um die ich bereits besitze. Versuche meinen Besitz eher zu reduzieren und überlege mir echt sehr lange was ich wirklich brauche. Mein IPhone ist z.B. schon 4 Jahre alt bekommt jetzt einfach einen neuen Akku und gut. Dieses Telefon werde ich so lange behalten bis es kaputt geht, so das man es nicht mehr reparieren kann.

    Alles liebe,

    Cosamea

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    1. Ich weiß zwar nicht ob das genau das ist was du suchst, aber wäre das vielleicht eine alternative?

      Hanf-Schlafmatte:
      http://www.wilms.com/Hygiene/de/Produkt.aspx?ID=107

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    2. P.s. Hier noch ein Link:

      http://www.allnatura.de/gesund_schlafen/unterbetten_felle/unterbetten/hanf-unterbett-canapa.html

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  5. Hallo Cosamea,

    Haustier: Kann ich total gut nachvollziehen!
    Brot/ Pizza: Frage ich nicht nach, wenn ich den Italiener und Bäcker kenne. Aber ich es eh total selten Brot (wenn dann backe ich viel lieber selbst) und Pizza nur bei meinem einen richtig tollen Italiener. Daher...
    Bett: Würde ich handhaben, wie bei den Lederschuhen. Dazu komme ich gleich.
    "Wertgegenstände": Oh ja! Da sprichst du was Spannendes an. Geht mir ähnlich, vor allem jedoch in Bezug auf Klamotten.

    Passend dazu ist auch mein aktueller Blogeintrag zum Thema Lederschuhe. Schau mal hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2015/02/byebye-lederschuhe-warum-kein-leder.html

    Sonnengrüße und ein wundertolles Wochenende,
    die Claudi

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  6. Liebe Claudi,

    Du hast mal wieder ein interessantes Thema angesprochen. Danke!
    Zwei Sachen, finde ich, sollte man bedenken: Erstens leben wir alle in dieser Welt als aktive Teilnehmer und es wird nie möglich sein, so zu leben, dass 100 % kein Tier oder Mensch durch uns zu Schaden kommt. Schließlich sind wir keine Jain-Mönche und auch für diese gibt es wohl nur eine Annäherung.
    2. finde ich es absolut bewundernswert wie engagiert und konsequent viele Vegander sich in die letzten Details einarbeiten, über die Jahre wird dies sicher viel bewegen. Dennoch schwebt mir dann immer wieder dieser schöne Spruch ins Bewusstsein, leider weiß ich nicht von wem er ist:
    Judging a person doesn't define who they are...it defines who you are.

    In diesem Sinn versuche ich mein Bestes zu geben, aber mich nicht zum Richter über andere hochzuschwingen.

    LG, Danke :)

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    1. Guten Mittag ;-)

      Ich danke dir für deinen Kommentar. Und noch mehr danke ich dir für diesen wunderbaren Spruch. Merke ich mir. Und hoffe ich definiere nicht zu viel - und wenn dann lieber gegenüber mir selbst als gegenüber anderen Menschen.

      Sonnengrüße und: Bitte ;-)
      die Claudi

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  7. Moin Claudia!

    Was das mit dem Laptop bzw. Smartphone angeht... Ich finde ein weiterer Schritt ist sich von diesen ganzen Windows/Android/Apple-Mainstream zu verabschieden und komplett auf Alternativen wie zb. Ubuntu (Linux für PC/Laptop/usw), Cyanogenmod (Linux für Smartphone) zu setzen. Mir gefällt die Philosophie von freier UND kostenloser Software für ALLE Sozialgruppen (Thema Geld) OHNE Bespitzelung von irgendwelchen Konzernen ala WhatsApp und Co. Das passt für mich noch besser in eine bewusste Lebensweise.

    Gute Adressen: 1. http://ubuntuusers.de/
    2. http://wiki.ubuntuusers.de/Was_ist_Ubuntu
    3. http://www.cyanogenmod.org/
    4. http://www.linux-kurs.eu/opensource.php

    LG und mach weiter so!!

    Fjordi

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    1. Hallo Fjodi,

      Danke für die spannenden Links, deinen Kommentar und die lieben Worte :-).

      Sonenngrüße,
      die Claudi

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  8. Nicole Sonnberger26. März 2015 um 00:41

    Hallo Claudia,
    da bin ich als Neu- Veganer ja noch meilenweit entfernt und werde es wohl bleiben, denn ohne Auto geht auf dem Land mit drei Kids gar nix mehr. Bei verschiedenen Medikamenten, die z. B meine Mutter mit Parkinson braucht können wir auch nicht wirklich aus und wenn ich durchs Haus streife, so darf ich nicht nachgrübeln, was mit Wandfarben, Fensterkitt und Laminatböden so los ist- da wird mir ganz schlecht. Aber ich werde immer besser. Ich achte darauf, was ich kaufe, schreibe dem Wirt des Sternerestaurants um die Ecke einen Brief, wie entsetzlich ich finde, dass er Gänseleber auf der Karte hat ganz nach Peta, ich habe kaum mehr Kosmetika, Putzmittel und wenn, dann nur veganes, ich brauche überhaupt sehr wenig Dinge, habe ich festgestellt... Was wir alle brauchen ist Liebe.Liebe, Geduld, Tolleranz, Achtung und eine Schulter. Ich brauche oft eine Schulter, weil ich das Gefühl habe, ich weine mir daran die Schuld meiner unveganen Jahre aus der Seele. Und die Traurigkeit über soviele, die es nie einsehen werden, dabei wäre alles so leicht, wenn jeder nur ein bißchen wollte. Vegan lernt mir, im Bewusstsein zu sein und bei mir zu sein und ich denke, je mehr Menschen diese Erfahrung machen würden, desto besser würde die Welt werden. Es tut weh, die Welt nicht retten zu können- besonders, wenn eines deiner Kinder sagt " Mama, wenn alles Leid der Tier und Menschen auf der Welt zuende ist, dann kann ich doch wieder mal mit den andern zu McDonalds, oder?". Und ein Stück weit retten wir sie doch, indem wir alle tun, was wir tun und was i n unserer Macht steht. Wir sollten uns nicht belehren, sondern liebevoll aufklären, wir müssen an einem Strang ziehen. Verschiedene Dinge wie evtl die Aufkleber auf einem Glas lassen sich vielleicht nicht immer vermeiden.Mein Mann kann seine Arbeit nicht fallen lassen, auch, wenn diese nicht vegan ist. Aber morgen geht einer meiner überzeugten tierlieben Jungs zur Schule und hat zur Geburtstagsfeier eines Mitschülers eben seinen eigenen, veganen Schoko- Kuchen dabei ... " denn die Milch gehört nicht mir, nur den Kälbchen! "
    Ich drücke und achte euch alle!
    Nicole

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    1. Guten Abend Nicole,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar und deine Gedanken. Gerade am Anfang ist es irre schwer seinen Platz unter den Alles-Essern zu finden. Ich weiß das noch genau von mir - auch wenn das nun über vier Jahre her ist. Aber keine Sorge: Es wird.

      Und eine Antwort auf deine E-Mail folgt am Wochenende.

      Liebe Grüße und eine gute Nacht,
      die Claudi

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  9. Super Thema... ich bin schon seit über 25 Jahren Vegetarier und seit einiger Zeit auch Teilzeit-Veganer. Das Problem ist, dass man von den Omnis belächelt und von den "echten" Veganern nicht akzeptiert wird, denn wenn man sich mit solchen trifft geht es meist nämlich genau um dieses "Hochrüsten"... wer ist der beste...
    Ich glaube, tief im Inneren weiß jeder, dass etwas ganz schief läuft in der Art, wie wir uns ernähren, aber Veränderungen fallen keinem leicht und ganz besonders dann nicht, wenn man eh nur die Aussicht hat ein "minderwertiger Veganer" zu sein und bei allem, was man noch falsch macht immer mit einem schlechten Gewissen zu leben. Perfekt im Veganismus zu sein scheitert zum Teil oft schon an der totalen Information, die man braucht. Und immer nur nach Perfektion streben ist anstrengend und für viele ist das der Grund zum Scheitern. Ich hab oft erlebt, dass Leuten, die gerade erst anfangen, vegan zu leben zu hören bekommen "Kein Ei, Fleisch, Milchprodukte und so zu essen reicht aber noch lange nicht. Du musst auch noch auf das und das und das und das und das ... verzichten" Manche motiviert das vielleicht, viele aber denken: Na, dann halt nicht.
    Ich habe immer das Gefühl, wenn ich mich mit Veganern treffe (mit denen ich gerne zusammen bin, weil ich den Austausch und die neuen Ideen liebe), werde ich direkt gemustert und benotet. "Ach, du isst auf Familienfeiern noch normalen Kuchen?" Direkt einen Punkt Abzug. So macht das Zusammensein dann wenig Spaß. Bin ich dann mit Normalos zusammen, muss man sich ja eh immer rechtfertigen, warum man denn eben NICHT die Sachen isst und ob Vegan-sein denn nicht etwas krass sei (und die reden dann eben NUR von dem offensichtlichen wie Fleisch, Ei, Käse...).
    Ich fände jedenfalls Schritte wie den "vegetarischen Donnerstag" eine größere Motivation, indem man sagt, dass auch schon kleine Schritte ein Erfolg sind. Vielleicht gehen dann viel mehr Menschen auch größere Schritte, denn nicht jeder hat die Zeit, die Nerven, die Kraft den Sozialterror zu überstehen.

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  10. Hallo Sozialromantiker ;-)

    Vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir das Thema taugt. Denn mir liegt das, nach knapp fünf Jahren Veganismus, sehr am Herzen.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie du zwischen den Fronten hängst und kämpfst. Es ist sehr schade, dass zwischen Omnivoren und Veggies nicht mehr Entspanntheit beiderseits (!) herrscht.

    Da weiß man ja gar nimma was "richtig" und was "falsch" ist und tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Wahnsinn.

    Ich wünsch dir jedenfalls von Herzen das Beste für deinen Weg. Und mehr Verständnis von beiden Seiten!

    Sonnengrüße,
    die Claudi

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  11. Hallo Claudia,
    Bin heute durch Zufall auf deinen Blog und auf diesen Beitrag gestoßen. Ich lebe seit ca. 1 1/2 Jahren vegetarisch und überlege immer mehr ganz auf tierische Produkte zu verzichten. Mittlerweile esse ich sowieso so gut wie keinen Käse (vegane Aufstriche sind viel leckerer und abwechslungsreicher), Milch kommt mir sowieso nicht mehr ins Haus und wann ich das letzte Mal Eier gekauft habe, weiß ich gar nicht mehr.
    Nichts desto trotz bleiben ja viele viele Produkte in denen Milch- und Eiprodukte drin sind.
    Oft freue ich mich wenn ich ganz normale Produkte finde in denen keins von beidem drin ist. Wie zum Beispiel Spekulatius.
    Das du bei so vielen Dingen darauf achtest, dass sie vegan sind finde ich sehr bemerkenswert. Ich könnte das nicht.
    Mittlerweile beschäftige ich mich auch vermehrt damit, Haushalts- und Putzmittel sowie Kosmetik tierversuchsfrei zu kaufen.
    Ich wüsste aber ehrlich gesagt nicht welche Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs wären.
    Schwierig finde ich auch die Frage, ob ich von Unternehmen vegane Produkte kaufen sollte, die auch Fleischprodukte verkaufen. Ich muss da echt sagen, dass ich es ziemlich praktisch finde das es im Netto Sojaschnitzel von Vossko zu kaufen gibt, die mir gut schmecken. Der Netto ist direkt in meiner Nähe, während der Bioladen (der nicht besonders viel Auswahl hat) 30 Minuten entfernt ist.
    Auch habe ich nie darüber nachgedacht, wie das Gemüse gedüngt wurde, welches ich kaufe.
    Das sind denke ich auch Dinge auf die ich in Zukunft nicht achten würde.
    Ich denke dass der Schritt auf tierische Produkte zu verzichten schon sehr viel bewirkt.
    Alles andere sind Kleinigkeiten, wo jeder selbst entscheiden sollte, ob er darauf achtet oder nicht.
    Am wichtigsten ist es doch, den viel zu riesigen Verzehr von Tierprodukten ganz bald einzudämmen, weil sonst bald gar nichts mehr funktioniert.
    Ganz liebe Grüße,
    Nina

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    1. Guten Abend Nina,

      vielen lieben Dank für deinen langen Kommentar. Schön, dass du hier gelandet bist.

      Es ist doch supergut, wie weit du eh schon bist. So ganz nebenbei.

      Zu deinen Gedanken wegen der Unternehmen die ich Fleischprodukte verkaufen, bin ich erst gestern auf den folgenden Link aufmerksam gemacht worden:
      http://vegan-welt.de/wer-steckt-hinter-den-fleischersatzprodukten/

      Heftig, oder? Das war mir bis gestern nicht bewusst. So stolpert man Tag für Tag, auch nach knapp fünf Jahren vegan leben, immer wieder über Themen die neu sind und bekommt spannende Denkansätze.

      Danke nochmal für deine Zeit und deine Worte und alles Liebe!

      Sonnengrüße,
      die Claudi

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