Sonntag, 10. April 2016

Cowspiracy

Hallo ihr Lieben,

bereits hier habe ich erwähnt, dass ich mir Cowspiracy gekauft habe.
 




Heute will ich euch mehr über diesen faszinierend Film erzählen. Und ich wünsche mir von Herzen, dass auch Fleisch essende oder Kuhmilch trinkende Menschen hier drüber stolpern!



Kühe sind die s.g. "Nutztiere", welche mir persönlich am meisten ans Herz gehen. Ich hab sie schon als Kind geliebt und nicht gegessen und leider erst viel zu spät erkannt, dass auch für Milch, Kühe getötet und widerlichst missbraucht werden.

Bereits im Sommer 2013 habe ich über meine Gedanken "Zur Herstellung von Milch" geschrieben.

Als ich letzten Herbst einen Vortrag von Dr. Will Tuttle im so.ham anhören durfte, kam mir das alles wieder in den Kopf geschossen. Die anschließende Vorführung von Cowspiracy haben wir dann nicht mehr gesehen, weil wir lieber geratscht haben ;-) Und wir veganen Mädels, wissen ja eh schon alles. Dachten wir...


Nun, beim Anschauen der DVD von Cowspiracy wurde ich eines besseren belehrt.


Zuerst mal ein paar Fakten zum Film:

"Womöglich der wichtigste Film, um uns aufzufordern, den Planeten zu retten." (Oscar-Preisträger Louie Psihoyos, Regisseur von Die Bucht)

"Dieser Film wird Aufsehen erregen und die Umweltschutzbewegung befeuern." (Darren Aronofsky, Regisseur von Noah, The Wrestler und Black Swan)

Industriell betriebene Viehzucht und Agrarwirtschaft sind unser Klimakiller Nummer Eins und damit hauptsächlich für die globalen Umweltprobleme verantwortlich. Dies geht aus einem offiziellen Bericht des Worldwatch Institutes hervor. Demzufolge werde weltweit mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgas-Emissionen durch Nutztiere verursacht, während lediglich 13 Prozent auf den vielgeschmähten Transportsektor entfallen. Aber warum wird diese wichtige Tatsache selbst von namhaften Umweltorganisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Surfrider Foundation oder dem Rainforest Action Network mehrheitlich ausgeblendet? Genau das wollten die Dokumentarfilmer Kip Andersen und Keegan Kuhn herausfinden, als sie mit ihren Recherchen zu diesem wichtigen und wegweisenden Film begannen und eben erwähnte Umweltschutzorganisationen mit unbequemen Fragen konfrontierten. Enthüllend wie „Blackfish", inspirierend wie Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit": „Cowspiracy" deckt die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf und bietet nachhaltige Alternativen an, mit dem Ziel, Mutter Erde vor dem Kollaps zu bewahren.

Die engagierten Filmemacher Andersen und Kuhn präsentieren erschreckend aufschlussreiche Zahlen und unglaubliche Fakten: So wird z. B. für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser (für 1 Kilo Reis sind es 2.500 Liter) benötigt; 91 Prozent der Rodung des Amazonas-Regenwaldes geht auf das Konto der Nutztierhaltung; 30 Prozent des anbaufähigen Bodens wird weltweit für die Fleischproduktion, d. h. für Weideland und den Anbau von Futtermittel, verwendet. Doch der einerseits schockierende, andererseits sympathisch und durchaus humorvoll erzählte Dokumentarfilm beinhaltet nicht nur trockenes Zahlenwerk, sondern auch interessante Interviews und anschauliche Vergleiche: 2 Monate Duschen verbraucht beispielsweise ca. 2.500 Liter Wasser - die gleiche Wassermenge wie bei der Erzeugung eines Burgers! Eine Farm mit 2.500 Milchkühen produziert genauso viel Müll wie eine Stadt mit 411.000 Einwohnern!

„Cowspiracy" wurde mit dem Publikumspreis auf dem Südafrikanischen Eco Film Festival 2015 bedacht und mit dem Preis für den "besten ausländischen Film" beim zwölften Festival de films de Portneuf sur l'environnement prämiert.



Bäm! Das sitzt, oder? Und ähnlich hat der Film auf mich eingeschlagen. Ich weiß, weswegen ich vegan lebe. Und ich brauche keine Erinnerung daran, denn für mich ist es mittlerweile eine absolute Selbstverständlichkeit, über die ich nicht mal mehr ansatzweise nachdenken brauche.


Doch sich die Fakten mal wieder genau anzusehen, Interviews zu hören, in die Machenschaften von Politik und Wirtschaft einzutauchen - puh!!! Da rattert der Kopf ganz schön, das kann ich euch sagen!




Neu für mich war beispielsweise die Erkennntis, dass viele Umweltorganisationen nicht über die Auswirkungen von Fleisch-, Fisch- und Milchkonsum sprechen, da sie Angst haben Geldgeber und Mitglieder zu verlieren. Hallo?!? Wo sind wir eigentlich?!?

Oder, dass 40-90 Millionen Haie jährlich getötet werden! (Stichwort: Beifang).
3/4 aller Bestände sind mittlerweile ausgeschöpft oder überfischt?!?

Der Fakt, dass für einen Liter Kuh-Milch ganze 1.000 Liter Wasser benötigt werden, ist mir auch neu. Aber eigentlich so was von logisch, denn eine Kuh trinkt 115 bis 150 Liter Wasser am Tag!!!!

In den USA werden wilde Tiere (Pferde, Wölfe, Luchse, Füchse, ...) getötet, um Platz für die Nutztierhaltung zu schaffen?!?

Ich hab mich wirklich gefragt, wieso mir noch nie bewusst wurde, wie viel effizienter eine vegane Ernährungsweise ist. Welch krassen Umweltschutz vegan lebende Menschen, Tag für Tag leisten. Nachhaltig und noch dazu ethisch korrekt.



Ja ich muss zugeben, ich hab mir da mal kurz selbst auf die Schulter geklopft :) :) :)

Cowspiracy ist seit Mitte März per DVD auf Deutsch erhältlich. Was (mein Englisch is echt ok) wirklich von Vorteil war beim Anschauen. Einen Tipp habe ich dazu, wenn ihr bereits vegan lebt: Sobald es zu den Enten geht, macht die Augen zu. Auch einige Szenen auf einer Rinder-Farm ist nicht schön anzusehen.

Den Film habe ich mir übrigens auch gekauft, um weitere Gedankenanstöße für meinen Vortrag, den ich im Zuge meiner Ausbilung zur Yogalehrerin halte, zu bekommen. 


Das hat so was von funktioniert!!!!! Allein schon das Bild der Kälbchen, die nach nicht mal zwei Tagen von ihren Mamas getrennt werden, um in kleinen Ställen (damit sie sich ja nicht zu viel bewegen!) künstliches Futter (damit der Mensch ihre Milch trinken kann) zu bekommen, hat sich wieder in mein Hirn eingebrannt. Schaut mal bei mir auf Instagram - wenn ihr wollt.

Hochmotiviert werde ich am Freitag vor meinen Kolleginnen und Kollegen stehen und knapp 30 Menschen auf einem Schlag meine Motivationsgründe für ein veganes Leben zu erklären. Wie hat Dr. Will Tuttle auf seinem Vortrag so schön gesagt?

"Each one can do it and educate others. You can be a living exmaple of consience eating und living. There's no respect for life if we kill animals. We have to wake up and realize. Going vegan is not difficult. It's the other people. Improve the society! We have the foundation!"


Kennst ihr den Film? Wie hat er euch gefallen? 


Sonnengrüße,
Claudi

Kommentare:

  1. Für mich ragte auch die Tatsache heraus, dass Umweltorganisationen häufig das Thema Fleischkonsum gar nicht ansprechen. Je höher der Fleischkonsum, desto schlechter für die Umwelt - das war mir klar. Aber mir war nie aufgefallen, dass das nicht auf der Agenda vieler Umweltschutzorganisationen steht. Wie konnte ich das übersehen?

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    1. Hallo Johannah,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Und ja, das hat mich auch total berührt. Der Film ist wirklich super! Sehr augenöffnend.

      Sonnengrüße,
      Claudi

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