Mittwoch, 30. November 2016

Vegan schlemmen in Ümis Cafe

Hallo ihr Lieben,

kürzlich war ich in Ümis Cafe in der Georgenstr. 62 (in München).
Als türkisches Restaurant würde ich es nicht bezeichnen. Aber es ist ein supersüßes vegetarisches Café mit großer veganer Auswahl an Süßkram und herzhaften Speisen. Alles hausgemacht, ganz viel Bio und irre sympathisch!

Ich hatte eine Brokkoli-Kartoffel-Suppe die auf dem Foto nicht würdig genug rüber kam. Dafür zeige ich euch die vom Laden. So herzlich ist das und die Inhaberin (Ümi) ist selbst vegan.



Putzig eingerichtet, gell? So richtig orientalisch <3

Die vegane Karte von Ümis Cafe
Und hier noch Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt für euch.


Mein Rat: Unbedingt vorbei schauen!!!

Sonnengrüße,
Claudi

Sonntag, 27. November 2016

Essen wir kranke Tiere? - Der foodwatch Newsletter

Hallo ihr Lieben,

 

heute will ich einen Newsletter von foodwatch mit euch teilen. Der Text von Text von Matthias Wolfschmidt hat mich sehr berührt.

 

Sonnengrüße,
Claudi



Liebe Frau Renner,

jeder, der ab und zu Milch trinkt, ein Ei oder auch nur einen Keks isst, sich also nicht konsequent vegan ernährt, nimmt unweigerlich Produkte von leidenden und buchstäblich krank gemachten Tieren zu sich.

Denn nach aktuellen foodwatch-Recherchen ist mindestens jedes vierte (!) Nutztier krank. "Wie das?" werden Sie sich jetzt fragen: "Klar, die Tiere leiden, weil sie in engen Ställen stehen, Spaltenböden unter den Füßen haben und nicht wirklich artgerecht gehalten werden. Aber das heißt doch nicht, dass sie KRANK sind! Jeder weiß doch, dass es Tierärzte gibt, die regelmäßige Kontrolluntersuchungen vornehmen."

Kontrolluntersuchungen werden von Tierärzten vorgenommen. Das stimmt sogar. Aber die Tiere werden trotzdem krank. In manchen Ställen häufiger, in anderen seltener. Die tierischen Produkte selbst, also das Fleisch, die Milch oder die Eier, sind deshalb für uns Verbraucherinnen und Verbraucher nicht gesundheitsgefährdend. Aber für die Nutztiere ist ihr "Beruf" hochgradig gesundheitsschädlich - und zwar massenhaft! Wir haben zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Gesundheit von Hühnern, Schweinen und Kühen ausgewertet.

DAS ERGEBNIS IST ERSCHRECKEND: IM SCHNITT LEIDET JEDES VIERTE TIER AN VERMEIDBAREN, HALTUNGSBEDINGTEN KRANKHEITEN!

Und produziert trotzdem ganz regulär Nahrungsmittel. Anders gesagt:

STATISTISCH GESEHEN STAMMT JEDES VIERTE TIERPRODUKT VON EINEM KRANKEN TIER. BEIM EINKAUFEN ERFAHREN WIR VON DIESEM ALLTÄGLICHEN ELEND NICHTS.

Im Gegenteil, diese Produkte werden uns von den Handelskonzernen und Markenherstellern dann als "gesunde" Nahrungsmittel untergejubelt. Die Haltungsbedingungen sind zwar gesetzlich festgelegt - zum Beispiel wie groß die Ställe sein sollen und ob und wieviel Stroh vorhanden sein muss.

ES GIBT AUCH ABSTUFUNGEN ZWISCHEN KONVENTIONELLER UND BIOLOGISCHER HALTUNG UND DEN VORSCHRIFTEN VERSCHIEDENER VERBÄNDE. DOCH ALL DIES SAGT NICHTS DARÜBER AUS, WIE GUT ODER SCHLECHT ES EINEM TIER GEHT.

Jede fünfte Milchkuh ist krank. Am weitesten verbreitet sind die extrem schmerzhaften Euterentzündungen. Bei etwa 50 Prozent der Legehennen wurden Knochenbrüche, Gelenkerkrankungen, Brustbeinschäden und Eileiterentzündungen festgestellt. Bei Schweinen sind ähnlich viele Tiere betroffen, die häufigsten Krankheitsbilder hier sind Gelenkentzündungen und oftmals schwerwiegende Veränderungen an Lungen, Lebern und Herzen. Dass diese Tiere in ihrem meist sehr kurzen Leben unsagbare Schmerzen ertragen müssen, steht außer Frage.

Genauso wie die Tatsache, DASS DIESES ELEND GRÖßTENTEILS VERMEIDBAR WÄRE, WENN DIE HANDELSKONZERNE IHRE PREISSCHLACHTEN NICHT LÄNGER AUF DEM RÜCKEN DER TIERE UND LANDWIRTE AUSTRAGEN KÖNNTEN. FOODWATCH SETZT SICH DAFÜR EIN, DASS DIESER BEKLAGENSWERTE ZUSTAND BEENDET WIRD UND MÖCHTE NICHT LÄNGER DIE AUGEN VOR DEM TAGTÄGLICHEN LEIDEN UND DER QUAL UNZÄHLIGER TIERE VERSCHLIEßEN.

Wir wissen, dass es leider nicht reicht, wenn sich Einzelne entscheiden vegan zu leben. Auch wenn das lobenswert ist, werden sich auf absehbare Zeit nicht alle Menschen zu diesem Schritt entschließen. Deshalb werden auch weiterhin Tiere gehalten. Das können wir nicht ändern.

ABER WIR KÖNNEN DAFÜR SORGEN, DASS ES DEN TIEREN BESSER GEHT. WIR VON FOODWATCH FORDERN EINE RADIKALE KEHRTWENDE IN DER TIERHALTUNG.

Wir fordern, dass in Zukunft nicht nur die formalen Haltungsbedingungen festgelegt werden, sondern ENDLICH AUCH DIE GESUNDHEIT DER TIERE SYSTEMATISCH UNTER DIE LUPE GENOMMEN UND KONTROLLIERT WIRD.

Wir wollen, dass es klare Zielvorgaben für die Gesundheit aller Tiere gibt und die Einhaltung dieser Vorgaben konsequent und transparent überwacht wird.

WIR WOLLEN, DASS DIE LEBENSBEDINGUNGEN DEN BEDÜRFNISSEN DER TIERE ANGEPASST WERDEN UND NICHT UMGEKEHRT - DAMIT WIR ALS VERBRAUCHERINNEN UND VERBRAUCHER SICHER SEIN KÖNNEN, DASS UNS DER HANDEL KEINE MILCH, KEINEN KÄSE UND KEINE EIER VON KRANK GEMACHTEN, LEIDENDEN GESCHÖPFEN MEHR UNTERJUBELT!

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr Matthias Wolfschmidt
Stellvertretender Geschäftsführer, studierter Tierarzt

Freitag, 25. November 2016

Neues aus dem "So Ham" und Weihnachts-Veranstaltungen

Hallo ihr Lieben,

im "So Ham" wurde einiges umgestellt, daher gibt es mal wieder ein Update.

Es gibt es feste Gerichte (oben) und dann wird an jeden Wochentag ein anderes Special dazu angeboten. So schaut die neue Karte aus:


Ich war am Dienstag dort - am PLATE-Day :)

Begleitet wurde ich von meiner Oma und meiner Mama. Mama lebt selbst vegan und war mit mir bereits im So Ham. Bezüglich meiner Oma war ich mir nicht sicher, ob es ihr gefallen würde. Doch sie hat das schönste Kompliment ausgesprochen, dass ich von ihr je in Bezug auf ein veganes Essen gehört hab:

"Ich will unbedingt im Sommer wieder hier her kommen mit dir und draußen sitzen!". Mein Herz hat getanzt. Wirklich. Sogar die Latte Macchiato mit SojaDrink hat ihr geschmeckt!



Als Vorspeise hatte Oma eine Rosenkohlsuppe.

Sie und ich haben uns für den Burger als Hauptspeise entschieden:



Kein Schmarrn! Das ist der ALLERBESTE Burger den ich JE gegessen hab!!! Weil: Nicht so fettig und so viel gesundes und feines Gemüse drauf. Und Sprossen! Ich bin verliebt.


Zum Burger dazu gibt es statt Pommes Kartoffeln. Mit zwei Soßen, so wie Ketchup und Mayo.

 
Mama hatte die PLATE:


Zur bereits erwähnten Latte bzw. zum großen Milchkaffee und Tee gab es dann noch einen Lebkuchen geteilt durch drei :-)



Die beiden Damen wurden von mir eingeladen, hier mal der Beleg, damit ihr sehen könnt was was gekostet hat:


Was außerdem noch neu ist sind die regelmäßigen Veranstaltungen. Ich war bereits auf einem Supper Club...


... und eine Freundin hat SEHR vom Brunch vorgeschwärmt. Kann ich also beides empfehlen:

Samstag. 03.12.2016. Supper Club. Christmas Edition.
Sonntag. 11.12.2016. Christmas Brunch.


Alle Veranstaltungen des So Ham findet ihr hier (auch wenn ihr nicht bei Facebook angemeldet seid). 


Es wird bei den Jivamuktis nämlich erstmals ein "Veganer Yoga Christkindlmarkt" gefeiert. Merkt euch den 23. Dezember 2016 vor!!! Auch den Silvesterabend kann man gut dort verbringen (ich wieder mit Finn und einer Konzert-DVD daheim). Es gibt ein So Ham-Menü und bestimmt eine ganz besonders schöne und außergewöhnliche Stimmung.

Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 24. November 2016

Samadhi - Neue Produkte aus Surdhams Kitchen

Hallo ihr Lieben,

der neue Streich aus dem Hause Göb ist nun erhältlich. Surdham und seine Frau Judith haben bereits bei ihrem Buch "Vegane Powerdrinks" (findet ihr hier und hier) erfolgreich zusammengearbeitet.


Nun gibt es was Neues:

Leckere Produkte aus Surdham's Kitchen zum Kaufen!

Die Marke heißt "samadhi" und ich hab euch ein paar Fotos von der Release-Party mitgebracht.





Samadhi Cooooooooooooooooookies

Samadhi Energy Balls und Schoko Cookies

Samadhi Dal-Paste

Samadhi Curry-Pasta

Die Curry- und Dal-Paste haben wir gleich probieren dürfen:


Danach konnte ich einem Cookie und einem Stück Schokolade nicht widerstehen.

Wer nicht aus München kommt kann auch per E-Mail über Surdham bestellen.

Sonnengrüße,
Claudi

Sonntag, 20. November 2016

TTT - Tee und Tempeh Tipps

Hallo ihr Lieben,

heute will ich euch zwei Tipps geben.

Der Mathias hat mir die Bioteaque empfohlen, für Weihnachtsgeschenkerl und überhaupt. Nun kann ich leider nicht alles hier posten, sondern nur die liebevolle Karte in meinem Pakerl, den wunderschönen Katalog, einen SchokoChaiTee den ich mir für mich bestellt habe und das Probierset, was man bei einer Bestellung über 50€ dazu bekommt. 



Tipp:
Wenn man die Fasson abonniert gibt es eine Tasse plus zehn Sorten Tee der Bioteaque zum Probieren ;-)



Eine weitere Empfehlung war die "Tempeh Manufaktur". Allerdings nicht von Mathias, sondern von Sebastian Copien. Weil er weiß, wie sehr ich Lupinen-Tempeh liebe <3

Da ich mich nicht entscheiden könnte, habe ich gleich alle drei Sorten bestellt: die Wilde Hilde, die Wildkräuter und die "natur" Variante.



Aufgeschnitten schaut die Hilde so aus (die rote Farbe ist vom Rest Rote Bete am Messer):


Verkocht hab ich mein neues Lieblingstempeh dann mit Roter Bete, Spinat und Essiggurken.
(Nein, ich bin nicht schwanger!) ;-)


Für alle die gern auf diese gesunde, vielfältige, bunte, schnelle, einfache und unkomplizierte Art und Weise kochen, habe ich noch einen dritten Tipp parat:

Das E-Book von Katrin und Daniel von bevegt: "A Grain, a Gren and a Bean"!


Ich durfte ein Rezept beisteuern mit - tadaaaaaaaaaa - Lupinentempeh!

Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 17. November 2016

Weihnachtsaktion in München: Frauen helfen Frauen

Hallo ihr Lieben,

jedes Jahr erwarte ich die E-Mail von Silke Schellhammer mit großer Freude. Bereits 2014 habe ich euch die Aktion "Frauen helfen Frauen" vorgestellt.


Zwei Jahre später habe ich eine Möglichkeit gefunden PDFs abzulegen :) Ihr könnt für Details also ganz einfach hier klicken, die Datei weiterleiten oder meinen Blogeintrag teilen.



Es folgt noch die E-Mail die Silke verschickt hat.


Ich würde mich sehr freuen, wenn auch ihr dabei seid und Freunde, Kollegen oder die Familie mitziehen. Zeit habt ihr noch genau einen Monat, bis zum 17.12.2016. Auch an dieser stelle noch einmal Danke an Heike und Silke!!! Ihr seid wirklich großartigst!!!!!!!!!



Sonnengrüße von Herzen,
Claudi



Hallo ihr Lieben,
Frauen helfen Frauen 2016 ist hiermit offiziell am Start. Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auch dieses Jahr wieder tatkräftig unterstützt. Im Anhang findet Ihr unserer Infobrief, der Euch mit den wichtigsten Informationen versorgt. Falls ihr weitere Fragen habt ... meldet euch einfach bei uns. Frauen helfen Frauen ist eine Gemeinschaftsaktion, die von der Eigeninitiative von jeder von Euch lebt und so soll es auch bleiben. Also sprecht eure Freundinnen, Kolleginnen und Bekannte darauf an, reicht unseren Infobrief rum und helft mit, dass es auch dieses Jahr wieder ein Erfolg wird.
Wir wünschen euch alle eine schöne Vorweihnachtszeit (darf man Mitte November schon sagen, oder?), lasst euch nicht von misslungen Plätzchen, der Aussage "Ich habe schon alle Weihnachtsgeschenke" oder der galoppierenden Zeit in die Enge treiben.
Viele liebe Grüße

Heike und Silke

Sonntag, 13. November 2016

Vegan und Fleisch essen in Münchner Traditions-Restaurants

Hallo ihr Lieben,

das Angebot an auf der Karte als VEGAN ausgewiesenen Gerichten wird in Münchner Traditions-Restaurants (genannt auch "Lokalen" oder "Wirtschaften") ;-) immer größer und besser.

Mich freut das sehr, denn so ist es zum einen problemlos möglich mit fleischessenden Menschen glücklich und satt zu werden. Fernab von "Pommes mit Ketchup und Salat ohne Dressing bitte!". Zum anderen ist es schön, dass "vegan" langsam aber sicher so selbstverständlich wird wie "vegetarisch".



In den meisten gleich folgenden Lokalitäten, hat meine Mama beim sonntäglichen Ausflug mit meiner Oma, das vegane Angebot entdeckt. Daher habe ich jetzt keine Fotos. Auch kann ich euch nicht sagen welche Gerichte genau es gibt.

Aber: Auf der ganz "normalen" Speisekarte sind sie zu finden und konnten jeweils ganz einfach bestellt werden. Für Oma den Schweinebraten o.ä., für Mama das vegane Gericht.



Mitten in der Stadt:
Donisl am Marienplatz in München
Ratskeller München am Marienplatz
Ayingers am Platzl in München 
Nachtrag zum Ayingers am 18.10.2017: Kein veganes Gericht mehr vorhanden. Auf Nachfrage einen großen Salat mit extra viel Schwammerl ohne Dressing bzw. Essig (fraglich ob vegan?) und Öl erhalten.  

Mitten in unseren schönen Parkanlagen:
Aumeister im Englischen Garten, München
Schlosscafé im Palmenhaus, Nymphenburger Schloss, München

Im Westen von München:
Laimers, Laim
Weichandhof, Obermenzing
Landgasthof Deutsche Eiche, Lochhausen 



Ich würde mich freuen wenn ihr eins probiert habt und eure Meinung in den Kommentaren hinterlässt. Sollte ich mal vorbei schauen, reiche ich Fotos gerne nach, selbst probiert hab ich bisher nur in der Deutschen Eiche und war durchaus zufrieden :-)

Sonnengrüße,
Claudi

Montag, 7. November 2016

Tierrechte: Pelz

Hallo ihr Lieben,

ich sehe nur noch tote Tiere. Überall! Und in allen Versionen. Der Mein Vegan-Vulkan brodelt.

Oder:

Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind Leiden mit dem Pelz. 


Bzw. zwecks der Herstellung von Pelz.

Ich habe hier und hier und hier und hier bereits darüber geschrieben.

Doch heuer einen ganz neuen Aspekt bzw. will ich euch was fragen:

Wie geht ihr damit um, wenn Menschen die ihr mögt Pelz tragen?


Ich bin immer hin- und hergerissen. Klar, hier kann/ sollte man am besten und herzlichsten reden und darauf aufmerksam machen. Ist "eigentlich" leichter als Fremde anzusprechen. Mir geht es auch gar nicht drum als die zickige Veganerin dazustehen. Aber ich denke mir: Mittlerweile sollte doch wirklich JEDER MENSCH aufgeklärt genug sein, keine Tierhaare und Tierhaut mehr zu tragen? Und: Wie sage ich es. "Du weißt schon, dass das mal (ein) Tier(e) war(en)?". Menno!!!!! Oder ist es vielen schlichtweg egal?

Kann der Schmarrn nicht einfach endlich mal verboten werden?


Ich mag hier jetzt auch gar keine grausamen Videos posten. Wer mag geht auf www.gelabelt.de (die Seite kann man auch als Tierfreundin anschauen).

Copyright: ANIMALS UNITED


Sonnengrüße,
Claudi

Dienstag, 1. November 2016

Tierrechte: Kuhmilch

Hallo ihr Lieben,

wie bereits angekündigt folgt nach diesem Blogeintrag noch einer zum Thema Tierrechte. Heute ist ja auch Weltvegantag. Passt prima.

Die Frage war ursprünglich:

Kuh-Milch oder Tofu? Was ist besser für die Umwelt?


Warum?
In der Abendzeitung wurde am letzten Montag ein Artikel über ein vegetarisch/ bayrisches Kochbuch veröfffentlicht. Inklusive großer Schlagzeile auf dem Cover! Zuerst hab ich mich sehr gefreut. Aber beim Lesen dann nur noch den Kopf geschüttelt.

Einer der Autorinnen des Buches gehört ein Milchviehbetrieb. Sie erzählt im Interview u.a., dass Milch regional sei, während das Soja welches für Tofu und Fleischersatzprodukte verwendet wird, ja aus dem Regenwald stammt.

Bevor ich gleich auf mein Herzensthema Kuh-Milch eingehe, hier meine Meinung dazu:
Kuh-Milch mag im Fall der Autorin regional sein - aber welcher Großstädter kauft bitte regionale Kuh-Milch ein? Alle Allesesser und -trinker die ich kenne, holen ihre Kuh-Milch im Supermarkt oder Discounter. Manche (Ausnahmen!) im Biomarkt.

Viel mehr enttäuscht mich aber, dass die Abendzeitung Aussagen zum Soja nicht überprüft. Ich kann mit absoluter Sicherheit behaupten: Für noch kein einziges Soja-Produkt das ich gekauft habe, wurde der Regenwald abgeholzt.

"Mein" Soja ist Bio und stammt aus Frankreich, Österreich, dem Schwarzwald. Es hat mit der Regenabholzung mal überhaupt nix zu tun.

Weltweit gehen nur 10% der Sojaernte in Produkte die DIREKT für den Menschen bestimmt sind. Die restlichen 90% (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) werden als TIERFUTTER verwendet um indirekt die Allesesser und -trinker zu versorgen. 


Hiermit ist eine schöne Überleitung gespannt zum Thema Kuh-Milch und Umwelt:
Wusstet ihr, dass für einen Liter Kuh-Milch 1.000 Liter Wasser benötigt werden? Habe ich in Cowspiracy gelernt. Mal davon abgehen, dass ein Tetra Pak Milch von wohl hundert Kühen enthält und noch dazu Eiter wegen der entzündeten Euter plus Jod (Achtung bei Schilddrüsen-Problemen!) um diese zu reinigen.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, wieso bei der großen CO2/ Methan- Diskussion immer nur an Rindfleisch gedacht wird. Auch Kühe die Milch herstellen pupsen! Schade, dass beispielsweise auch in "Before the Flood" lediglich auf Fleisch eingegangen wird und die Problematik Massentierhaltung so kurz erwähnt wird (es ist dennoch ein sehenswerter Film!).

Meine Gedanken zur Herstellung von Milch habe ich bereits festgehalten. Als ich im Sommer das Greenpeace Magazin (in dem auch ich drin vorkomme) erhalten habe, war es mir eine riesengroße Freude die Doppelseite mit einer Grafik zum Thema zu sehen. 


Heute darf ich sie hier veröffentlichen:


Bitte klickt zum besseren Lesen auf die beiden Link:
Greenpeace Magazin, Essen Spezial, Ausgabe 05_16, Seite 46
Greenpeace Magazin, Essen Spezial, Ausgabe 05_16, Seite 47

Dem Team vom Greenpeace Magazin danke ich aus tiefstem Herzen für die Recherche, die Veröffentlichung und dann noch die Erlaubnis das hier zu teilen. Die eben erwähnte Ausgabe empfehle ich hiermit gerne erneut bedingungslos.

Es ist schlichtweg so:
  • Kuh-Milch kann nicht ohne Grausamkeiten an Tieren hergestellt werden.
  • Es ist falsch Tiere gegen ihren Willen zu besamen, ihnen ihre Kinder schnellstens wegzunehmen, diese dann künstlich (siehe oben) zu ernähren um sie bald zu töten (männliche Kälber) oder für das gleiche Schicksal (weibliche Kälber) ein paar Monate (sie sind bei der ersten Besamung noch Teenager) später zu missbrauchen.
  • Der Mensch verwendet auch keine Milch von Hunden oder Katzen - warum von Kühen, Ziegen, Pferden, Schafen? 
  • Wer das Bild von der glücklichen Kuhmama die mit ihrem Baby auf der Weide steht im Kopf hat, wo der Bauer mal eben vorbei kommt und sich ein bisserl Milch für den Eigengebraucht abzwackt, verwirft das bitte endgültig.
  • Wie traurig der Herstellungsprozess von Fleisch ist, haben viele Menschen mittlerweile wahrgenommen. Auch, wenn sie noch nicht darauf verzichten. Immerhin ist das Thema in aller Munde.
  • Doch für mich ist es wahre Tierliebe, noch einen Schritt weiterzugehen.

Und da zieht dann eine vegetarische Kochbuch Autorin, die das aus Tierliebe geschrieben hat (weil es Fleisch ja nicht braucht), über Soja her???????


Auch an dieser Stelle freue ich mich sehr auf eure Gedanken zum Thema.

Sonnengrüße,
Claudi